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In Japan ist es Tradition, dass Frauen den Männern am Valentinstag Schokolade schenken. Neben dem Schwarm oder Partner werden in der Regel auch männliche Kollegen, Vorgesetzte und Freunde beschenkt. Doch wünschen sich Männer eher gekaufte oder selbstgemachte Schokolade? Und zu welcher Methode greifen die Frauen letztendlich?

Diesen Fragen widmete sich das japanische Unternehmen IBJ, das Partnervermittlungen für Heiratswillige anbietet, in einer Umfrage. Insgesamt wurden 2.594 unverheiratete Personen über 20 befragt. Bei den Frauen ging es darum, ob sie zum Valentinstag gekaufte oder selbstgemachte Schokolade zu verschenken planten. Die Männern sollten beantworten, welche der beiden Arten sie lieber erhalten würden.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen einen klaren Trend. 75,8 Prozent der befragten Frauen gaben an, gekaufte Schokolade zu verschenken. Nur 24,2 Prozent planten, die Süßigkeiten selbst herzustellen. Im Gegensatz dazu wünschten sich 69,5 Prozent der Männer hausgemachte Schokolade, während nur 16,9 Prozent auf gekaufte hofften. Die restlichen Befragten gaben an, keine der Varianten zu bevorzugen.

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Was ist der Unterschied zwischen gekaufter und hausgemachter Schokolade?

Obwohl sich die Wünsche der Männer also beinahe genau gegensätzlich zum Vorgehen der Frauen verhalten, muss man eines beachten: In Japan ist Valentinstag-Schokolade nicht gleich Valentinstag-Schokolade. Neben weiteren Varianten wird grundsätzlich zwischen „Honmei choco“ (dt.: Favoriten-Schokolade) und „Giri choco“ (dt.: Pflichtschokolade) unterschieden. Honmei choco wird in der Regel nur dem Partner oder Schwarm der Frau zuteil und ist meistens selbstgemacht, sowie aufwendig gestaltet. Die meist qualitativ geringere Giri choco ist in der Regel gekauft. Sie gilt als Pflichtgeschenk für männliche Kollegen, Vorgesetzte und Freunde und wird meist als Symbol der Dankbarkeit verschenkt. Durch diese Handhabung werden mit selbstgemachter Schokolade romantische Gefühle oder zumindest Affinität verbunden, während gekaufte Schokolade auch platonisch verschenkt wird.

Bedenkt man also den Hintergrund der Valentinstag-Schokoladen, wirkt der Meinungsunterschied zwischen Mann und Frau nicht mehr so schwerwiegend. Ein gewisser Teil der 75,8 Prozent Frauen mit gekaufter Schokolade wird derzeit keinen Partner oder Schwarm haben und demnach nur Schokolade kaufen. Auf der anderen Seite werden viele der 69,5 Prozent der Männer selbstgemachte Schokolade bevorzugen, weil sie meistens einen Liebesbeweis darstellt und sich sicher viele über eine heimliche Verehrerin freuen würden.

Werden die Frauen im Gegenzug auch beschenkt?

Traditionell werden am Valentinstag nur die Männer beschenkt. Einen Monat später, am 14. März, revanchieren sich die Männer dann im Zuge des sogenannten „White Day“ bei den Frauen. Üblich war zu Beginn weiße Schokolade, woher der Tag auch seinen Namen hat. Heutzutage werden aber auch gern Schmuck, Accessoires oder ein elegantes Abendessen verschenkt. Zusätzlich zum White Day begannen in jüngster Zeit auch einige Männer damit, am Valentinstag „Reverse chocolate“ an die Frauen zu verteilen. Laut den Ergebnissen der Umfrage von IBJ wurde dieser Trend bisher aber von den wenigsten Männern übernommen. Nur 16,9 Prozent gaben an, Reverse chocolate zu verschenken.

Quelle: PR Times

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