Japanisches Katzencafé und Tierheim veranstaltet Katzen-Yoga

Neko Yoga

Japan – Ein Tokyoter Tierheim und Katzencafé veranstaltet Yogastunden, bei denen die Teilnehmer Bewegungen ausführen, die auf dem Verhalten von Katzen basieren. Dabei leisten ihnen die Samtpfoten Gesellschaft.

Auch wenn wir das Jahr des Hundes schreiben, gehören Katzen derzeit zu den beliebtesten Tieren Japans. In dem Tierheim und Katzencafé „Neco Republic“ in Tokyos Ikebukuro Ward werden regelmäßig Yogamatten auf dem Boden ausgerollt, auf der es sich drei Katzen gemütlich machen. Dabei umgeben vier Yogaschüler und -schülerinnen die Katzen. Die 2-jährige Miinyan stört sich nicht daran, wenn die Schüler im Schneidersitz sitzen oder ihre Beine verrenken und auch der einjährige Kater Arai-kun begleitet die Yogaschüler. Die Yogastunde wird von Instruktor Mika Ikesako geleitet, die die entsprechenden Bewegungen der Schüler vorgibt.

Laut Ikesako entspannt sich der Körper und der Geist, wenn man die Kätzchen miauen hört. Doch die 11 pelzigen Bewohner des Cafés haben nicht immer Lust an den Yogastunden teilzunehmen. Einige schlafen lieber in der Ecke oder schärfen ihre Krallen. Doch während des Kurses dürfen nicht nur die Katzen entscheiden, was sie machen wollen. Auch die Schüler dürfen mit dem Handy Fotos der Katzen machen oder mit den pelzigen Vierbeinern sprechen. So sollen sich die Schüler mit den Katzen verbinden, indem sie ihre Anwesenheit neben ihnen spüren.

Ikesako hat die Yoga-Posen an die Bewegungen echter Katzen angepasst. So sollen die verschiedenen Bewegungen unter anderem die verspannten Schultern lockern und auch die Aktivität des Magens und des Darms fördern. Sogar die Durchblutung des gesamten Körpers soll durch einige Bewegungen erhöht werden. Doch dabei sollen die Schüler immer im Kopf behalten, dass sie an die Bewegungen einer Katze denken sollen. Nach 70 Minuten endet der Kurs und die Teilnehmer bedanken sich bei den Katzen und allen Lebewesen. Im Anschluss dürfen sie noch etwa 30 Minuten mit den pelzigen Kursteilnehmern spielen.

Der Yogakurs zieht nicht nur Menschen an, die selbst keine Katzen halten dürfen, sondern auch Katzenbesitzer nehmen an den Yogastunden teil. Der Katzenyoga-Klassenraum wird von der Katzenabteilung einer Hundeyoga-Vereinigung betrieben und von Ikesako geleitet. Diese traf 2008 ihre eigene geliebte Katze „Umi“ und fing an sich über die Einschläferung gesunder Heimtiere Sorgen zu machen. Aus diesem Grund begann sie an Tierschutzaktivitäten teilzunehmen.

Mit ihrer Zertifizierung als Yogalehrerin gründete sie 2014 die Katzenyoga-Abteilung. Die Teilnehmer können am Wochenende und wochentags im Großraum Tokyo für 3.900 Yen (etwa 26,20 Euro) an den Kursen teilnehmen, die oft in Katzencafés stattfinden. Ein Teil der Kurskosten fließt in die Katzenschutzeinrichtungen, um diese zu unterstützen. Ikesako sagte: „Auch wenn Menschen und Katzen unterschiedliche Formen haben, haben beide ein Leben zu leben“.

Kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here