Mildere Visa-Richtlinien in Japan für Ausländer in bestimmten Berufszweigen

    Visa-Bestimmungen sollen gelockert werden.

    Verschiedene Sonderwirtschaftszonen
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    Die japanische Regierung hat einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der die Visa-Richtlinien für Ausländer, welche in den Berufszweigen Design, Animation und Kosmetik in Japan arbeiten wollen, lockert.

    Am Mittwoch entscheidet die Regierung über diesen Gesetzesentwurf bei der Konferenz der nationalen Sonderwirtschaftszone (SEZ). Premierminister Shinzo Abe wird diese Konferenz leiten.

    Die Regierung möchte das Image „Cool Japan“ in den Bereichen Mode und Animation ausbauen, sowie den Kulturexport und die Zahl der Touristen erhöhen.
    Das Gesetz soll noch bei den fortlaufenden Parlamentssitzungen bis zum 1.Juni genehmigt werden, um die Verordnungen der nationalen Sonderwirtschaftszonen überarbeiten zu können. Die Regierung betrachtet diese als einen wesentlichen Bestandteil der Entregulierungsmaßnahmen, um das wirtschaftliche Wachstum in Japan voranzutreiben.

    Unter dem derzeitigen Recht werden den Ausländern verschiedene Visa-Status gemäß ihres Berufszweiges gegeben und es gab bisher sehr strikte Beschränkungen in den oben genannten Bereichen.

    Demzufolge mussten etliche Ausländer, die einen Abschluss an einer japanischen berufsbildenden Schule gemacht haben und sogar ein Jobangebot von inländischen Firmen bekommen haben, das Land aufgrund von Visa-Ablehnungen wieder verlassen.

    Unter dem neuen Antrag werden diese Bestimmungen für Ausländer, die im Modebereich und anderen Branchen arbeiten möchten, gelockert. Nachdem der Gesetzesentwurf genehmigt wurde, werden dann die Vorgaben für den Visa-Stand mit möglichen Szenarien in diesen Bereichen abgefasst.

    Gewisse Fälle, bei denen die Visa-Bestimmungen vereinfacht werden sollen, sind:
    1. Ausländer, die einen Abschluss von einer Design-Schule haben und als Designer an einer inländischen Firma arbeiten möchten.
    2. Ausländer, die von einer japanischen Animations-Schule graduiert sind und an Storyboards und anderen Design-Tätigkeiten in Animations-Studios arbeiten möchten.
    3. Ausländer, die einen Kosmetikkurs in Japan beendet haben und an Produktgestaltung und anderen Jobs in japanischen Kosmetikfirmen beteiligt sein möchten.