Fukuoka will gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennen

LGBT Regenbogen-Flagge
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Japan – Die Stadtregierung von Fukuoka hat bekannt gegeben, dass sie im Geschäftsjahr 2018 gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennen will.

Fukuoka ist in der Kyushu-Region die bevölkerungsmäßig größte Gemeinde und wird die Initiative am 1. April 2018 starten, nachdem sie eine grundlegende Übersicht über die Verfahren für das nötige neue System erstellt hat. Die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sollen unter dem Titel „Partnerschaftseid“ eingereicht werden. Die Paare erhalten nach dem Einreichen des Eids eine „Bestätigung“, die allerdings keine rechtsverbindlichen Rechte und Pflichten hat.

Immer mehr japanische Gemeinden, Unternehmen und Krankenhäuser erkennen gleichgeschlechtliche Partnerschaften an, unter anderem als berechtigte Begünstigte von Lebensversicherungen oder als Familienangehörige, die medizinische Entscheidungen treffen dürfen. Fukuoka denkt zudem über einen LGBT-Beratungsdienst nach, der den Menschen helfen soll. Sobald Fukuoka das neue System eingeführt hat, ist es die zweite Großstadt neben Sapporo, der von der Regierung ein Umdenken geraten wurde. Nach Naha ist Fukuoka auch die zweite Gemeinde in der Region Kyushu-Okinawa, die eine solche Initiative startet.

Als antragsberechtigte Personen gelten wahrscheinlich Erwachsene ab 20 Jahren, die in Fukuoka leben oder dort leben wollen. Außerdem dürfen sie nicht verheiratet sein, was sie auch mit einer Bescheinigung belegen müssen. Ebenso muss vermutlich auch eine Bescheinigung des Wohnorts zusammen mit dem unterschriebenen Eid vom Antragsteller eingereicht werden. Bereits auf einer Sitzung der Gemeindeversammlung im September 2017 sagte der Bürgermeister von Fukuoka, Soichiro Takashima, dass er es in Erwägung ziehe, ein Unterstützungsrahmen für sexuelle Minderheiten einzuführen.

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