Tokyo Guide | Tsukiji | Der Größte Fischmarkt der Welt
Flickr Bild: Yuki Shimazu (CC BY-SA 2.0)

Japan – Die Tokyoter Stadtregierung hat mitgeteilt, dass Inspektionsbohrungen auf dem Toyosu-Markt, dem neuen Fischmarkt, gezeigt haben, dass das Grundwasser verunreinigt ist.

Laut einem Mitarbeiter der Stadtregierung überschreitet der Benzolgehalt im Grundwasser die empfohlene Menge um das 130-Fache. Allerdings hat der Infrastruktur-Koordinator Michio Yasuma mitgeteilt, dass die Anlage sicher sei. Obwohl die Anlage auf dem Gelände einer ehemaligen Gasanlage im Oktober eröffnet werden soll, sei die Grundwasser-Kontamination nicht so schlimm. Immerhin hätten die Luftqualitätsdaten über der Erde, wo die Unternehmen arbeiten werden, keine Gefahren angezeigt, wie Yasuma dem AFP mitteilte.

Dennoch müsse der Trend der Grundwasserproben weiterhin überwacht werden. Nur so kann geprüft werden, ob sie steigen oder fallen. Allerdings würden die Untersuchungen zeigen, dass die Grundwasserqualität weitgehend stabil bleibe. Aus diesem Grunde lässt die Stadtregierung von Tokyo auch immer wieder Luft- und Grundwasserproben nehmen, um beides auf Benzol und Arsen zu überprüfen. Der Brunnen, bei dem die erhöhten Mengen Benzol festgestellt wurden, soll sich auf einem gepflasterten Parkplatz des neuen Marktes befinden.

Immerhin wurde der Boden bei Toyosu bereits mit Beton und anderen Materialien bedeckt, nachdem der Umzug aus verschiedenen Gründen, wie der Entdeckung von Bodenverunreinigungen, verschoben wurde. Doch im Oktober soll der aktuelle und weltberühmte Tsukiji-Markt geschlossen werden. So soll Platz für einen Verkehrsknotenpunkt für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020 geschaffen werden. Bei dem Markt nahe des Ginza Einkaufsviertels bröckeln die Mauern immer weiter ab.

Außerdem entspricht der 1935 erbaute Fischmarkt nicht mehr den modernen Sicherheits- und Hygienestandards. So beschweren sich die Touristen auch oft über den Gestank von rohem Fisch, was sie aber nicht davon abhält, bei den traditionellen Thunfischauktionen vor der Morgendämmerung zuzuschauen. Doch der neue Markt, rund drei Kilometer östlich, soll moderne Sanitär- und Kältetechniken besitzen.

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