Die Kirschblüte (jap. 桜 sakura) ist eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur | Flickr: Shingo Yoshida (CC BY-NC 2.0)

Die Stadt Hirono in Fukushima feiert zum ersten Mal seit der nuklearen Katastrophe in der Präfektur das Frühlingsfest Tantan Peropero.

Nach knapp sieben Jahren feiert die Stadt Hirono in Fukushima das traditionelle Tantan Peropero. Mit dem Frühlingsfest bitten die Bewohner um eine reiche Ernte und Glück für die kommenden Monate. Hauptteil des Festes ist der Mikoshi. Männer in traditionellen Happi tragen den kleinen Schrein durch die Straßen und rufen “Wasshoi! Wasshoi!”. Begleitet werden sie bei ihrem Fußmarsch von Taiko-Trommeln.

Durch das Geräusch der Taiko-Trommeln und den Fue-Flöten erhielt das Fest seinen Namen. Es basiert auf einem früheren Shinto-Ritual, dem Hamakudari Shinji, das vom Kashimajinja-Schrein überliefert ist. Bei dem neuen Fest spielen keine Flöten mehr, allerdings verbindet es immer noch die Menschen der Gemeinde.

Der Höhepunkt des Tantan Peropero ist das Shiogori-Reinigungsritual, bei dem der Mikoshi zum Meer getragen wird. Die Männer laufen dabei dreimal mit dem Schrein im Wasser im Kreis und rufen weiterhin „Wasshoi“.

Zahlreiche Bewohner feuerten auf den Straßen die 25 tanzenden Träger und Trommler an, einige überreichten ihnen sogar kleine Geldgeschenke. Masahito Nemoto, ein Vertreter der Gemeindemitglieder, ist dankbar für die Solidarität der lokalen Menschen, ohne die die Stadt nie das Fest veranstaltet hätte.

Unter anderem halfen drei Mitarbeiter von Tokyo Electric Power Co. und zwei Drittklässer der Futaba Future High School in Hirono bei der Verwirklichung des Festes. Allmählich erholen sich die Städte in Fukushima von der nuklearen Katastrophe von 2011. Kürzlich eröffnete die Schule in Iitate wieder für die heimischen Kinder, die seit April 2017 wieder in die Stadt dürfen.

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