Dschungelkrähe in Japan
Bild: Commons Wikimedia

Das Umweltministerium von Japan und andere betroffene Parteien melden, dass in Hyogo erste Vögel durch die Vogelgrippe ums Leben kamen.

Bereits seit letztem Herbst, als die Vogelgrippe-Saison einsetzte, wurden im Koyaike Park in Itami, Präfektur Hyogo, immer wieder tote Dschungelkrähen gefunden. An etwa 70 Prozent der verstorbenen Wildvögel im ganzen Land wurden Virustests durchgeführt. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung der Vogelgrippe auf den Menschen gering ist, bemühen sich die Behörden darum, die Ursache für das tödliche Massensterben der Vögel zu ermitteln.

Nach Angaben des Umweltministeriums wurden am 1. März erstmals in dieser Saison tote Krähen im Park gefunden. Seitdem werden immer wieder Kadaver von Krähen gefunden, von denen 38 mit dem H5N6-Stamm des Vogelgrippe-Virus infiziert waren. Zusätzlich hat die Stadtverwaltung von Itami auch die Kadaver von rund 70 anderen Vögeln gesammelt, um sie auf den H5N6-Stamm prüfen zu lassen, doch bisher steht der Grund für den Tod der Vögel nicht fest. Es wird aber angenommen, dass die meisten von ihnen an der Vogelgrippe gestorben sind.

Seit März ist ein Teil des Koyaike Parks abgeriegelt und das Umweltministerium hat ein Gebiet im Umkreis von 10 Kilometern um den Park als einen Abschnitt ausgewiesen, in dem die Wildvögel genauer beobachtet werden. Dieser Umkreis wird voraussichtlich noch bis Ende des Monats aufrechterhalten. Früher waren eher Wasservögel Opfer der Vogelgrippe, was sich auch nach dem letzten Herbst nicht änderte. Allerdings sagte ein Beamter im Amt für Wildtiermanagement des Umweltministeriums, dass es ungewöhnlich ist, dass Wildvögel in Gruppen an einem einzigen Ort infiziert werden.

Außerdem teilten die Behörden mit, dass auch wenn sich das Vogelgrippe-Virus normalerweise nicht auf den Menschen überträgt, einige Schutzmaßnahmen eingehalten werden sollten. Unter anderem sollten sich Passanten, die mit Vogelkot oder den Kadavern in Berührung kamen, die Hände waschen und dann gurgeln, außerdem sollen sie sich nicht übermäßig Sorgen machen.

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