Japan will antike Gräber in Osaka zum Weltkulturerbe ernennen lassen

Grabhügel für UNESCO Weltkulturerbe Osaka
Bild: Kyodo News

Die japanische Regierung hat bekannt gegeben, dass sie antike Grabhügel in der Präfektur Osaka als Kandidaten für das UNESCO-Weltkulturerbe 2019 nominieren will.

Bis zum 1. Februar will die japanische Regierung bei der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ein Empfehlungsschreiben mit Blick auf das Mozu-Furuichi Kofungun einreichen, das eines der größten antiken Gräber Japans ist. Im September dieses Jahres will der Internationale Rat für Denkmalpflege (International Council on Monuments and Sites, ICOMOS) die Stätte inspizieren, um zu endscheiden, ob die Grabhügel für die anschließende Prüfung durch das Welterbekomitee empfohlen werden sollten.

Die Grabhügel erstrecken sich vom Mozu-Gebiet, der heutigen Stadt Saki, bis zum Furuichi-Gebiet, den heutigen Städten Habikino und Fujiidera. Dabei gelten sie als repräsentatives Beispiel für alte japanische Bautechniken und Kultur. Insgesamt gibt es in Osaka 89 bestehende Grabhügel, von denen 49 gut erhalten sind und zwischen dem späten 4. und 5. Jahrhundert erbaut wurden. Diese 49 Grabhügel sollen dem UNESCO-Weltkulturerbe empfohlen werden.

Unter anderem gehört zu den Grabhügeln auch Daisen Kofun, der Grabhügel des Kaisers Nintoku. Sein Grab ist das drittgrößte der Welt. Nur das Grab von Qin Shi Huang in China und die Pyramide von König Khufu in Ägypten übertreffen es. Daisen Kofun soll laut der Japan National Tourism Organization etwa 486 Meter lang und an der Vorderseite etwa 307 Meter breit sein. Bereits im September 2007 wurden die Grabhügel dem Amt für kulturelle Angelegenheiten als Kandidat vorgeschlagen und im Juli letzten Jahres von einem Regierungsgremium für die Nominierung ausgewählt.

Doch auch christliche Stätten in den südwestlichen Präfekturen Nagasaki und Kumamoto, genauso wie einige natürliche Stätten, die Amami-Oshima und die Tokunoshima-Inseln in der südwestlichen Präfektur Kagoshima gehören zu den Kanditaten. Auch der nördliche Teil der Hauptinsel Okinawa und die ebenfalls zu Okinawa gehörende Insel Iriomote stehen zur Auswahl.

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