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Bild: REUTERS/Yuya Shino/File Photo

Japan – Die Regierung will Casinobetreiber verpflichten, Kundeninformationen preiszugeben, wenn diese Chips oder Bargeld im Wert von 1 Million Yen oder mehr eintauschen.

Die neue Verpflichtung soll als Teil der Anti-Geldwäsche-Maßnahme fungieren. So will die Regierung Bedenken ausräumen, dass Casinos zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung genutzt werden können. Immerhin will die japanische Regierung „integrierte Resorts“ eröffnen, die Hotels, Konferenzräume, Theater und Veranstaltungsstätten umfassen.

So sollen mehr ausländische Touristen nach Japan gelockt werden. Es wird erwartet, dass genaue Gesetzgebungen, Regeln und Vorschriften, die Casino-Glücksspiele in Japan erlauben, während der aktuellen Parlamentssitzung bekannt gegeben werden. Die neuste Maßnahme zur Bekämpfung der Geldwäsche verpflichtet die Casinobetreiber, den Namen, die Adresse und das Geburtsdatum von Kunden, die Chips im Wert von 1 Million Yen (etwa 7.728 Euro) oder mehr gekauft oder eingelöst haben, genauso wie das Datum und die Uhrzeit der Transaktionen aufzuzeichnen.

Diese Informationen müssen anschließend einem Casino-Verwaltungsausschuss gemeldet werden, der von der Regierung eingerichtet wird. Ähnliche Verpflichtungen sollen auch im Ausland eingeführt werden. Casinobetreiber in Nevada, USA und in Singapur sind beispielsweise verpflichtet, den Regierungen einen Umtausch von 800.000 Yen (etwa 6.182 Euro) und mehr zu melden.

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