Japans Inselstreit wird an Schulen getragen

Der Inselstreit um die Senkaku-Inseln sowie Takeshima wird neu angefacht: Eine neue Richtlinie drängt japanische Lehrer dazu zu unterrichten, dass die umstrittenen Senkaku-Inseln sowie Takeshima japanisches Staatsterritorium seien.

Inselstreit Senkaku Inseln
© Kyodo

Eine neue Richtlinie, die vom japanischen Bildungsministerium herausgegeben wurde, sieht erstmals vor, dass an japanischen Grundschulen und Junior High Schools unterrichtet wird, dass die umstrittenen Senkaku-Inseln sowie die Insel Takeshima japanisches Staatsterritorium seien. Die neue Richtlinie folgt einem nicht-bindenden Leitfaden für Lehrkräfte aus dem Jahr 2014, in dem bereits dazu aufgerufen wurde, die Inseln so zu behandeln.

Dieses Thema ist wegen dem sogenannten Inselstreit eine heikle Angelegenheit, weil die Senkaku-Inseln nicht nur von Japan, sondern auch von China für sich beansprucht werden, weshalb es immer wieder zu diplomatischen Problemen zwischen den beiden Staaten kommt. Über den Besitz der beiden Inseln hingegen, die als Takeshima bezeichnet werden, streitet sich Japan mit Südkorea schon seit Jahren. Das Land hat als direkte Antwort auf die Veröffentlichung der neuen Richtlinie bereits formell gegen diese protestiert.

Die neue Richtlinie des Bildungsministeriums muss ab 2020 im April bindend in Grundschulen und ein Jahr später an Junior High Schools umgesetzt werden.

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