Kawamura Memorial DIC Museum of Art verkauft all seine japanischen Werke

Kawamura Memorial DIC Museum of Art
Bild: Japan-Insider

Das Kawamura Memorial DIC Museum of Art in Chiba gab bekannt, dass man alle japanischen Werke in der Sammlung verkaufen wird.

Japanische Kunstwerke werden auf der ganzen Welt bestaunt und haben überall Fans. Um so größer dürfte das Entsetzen nun bei Kunstliebhabern sein, da das Kawamura Memorial DIC Museum of Art in Chiba all seine japanischen Werke einfach verkaufen will. Das Museum hat eine große Sammlung von mehr als 1.000 Kunstwerken aus verschiedenen Epochen.

Darunter befinden sich auch 20 japanische Werke von hohem Wert, die nun gehen müssen. Unter anderem befindet sich in der Ausstellung das wertvolle Wandschirm-Gemälde „Krähen und Reiher“ von Hasegawa Tohaku. Es wird von der japanischen Regierung als wertvolles Kulturgut eingestuft und steht deswegen unter besonderem Schutz.

Der 3,50 Meter lange und 1,50 Meter hohe, zusammenklappbare Wandschirm war das erste Kunstwerk, das das Museum beherbergte, und entstand in der bedeutenden Azuchi-Momoyama-Zeit (circa 1568-1600). Zusammen mit den anderen bekannten Werken wird man alle Stücke entweder an andere Museen oder an Privatpersonen verkaufen. Der Wandschirm steht aber weiter unter Schutz. Man habe den Verkauf bereits angemeldet und die nötigen Schritt zum Transfer eingeleitet. Weitere Details könnten allerdings nicht veröffentlicht werden, so das Museum.

Den freiwerdenden Ausstellungsraum wird man renovieren und im Frühjahr mit neuen Kunstwerken wieder eröffnen. Als Grund für den drastischen Wandel gab man an, dass man sich mehr auf den abstrakten Expressionismus und die folgenden Generationen fokussieren möchte.

Das Museum ist schon seit 2013 nicht ganz unumstritten. So wurde in dem Jahr das Bild „Anna’s Light“ von Barnett Newmans ohne ersichtlichen Grund an einen ausländischen Privatsammler verkauft. Dabei nahm das Museum wohl 94 Millionen US-Dollar ein. Das Kawamura Memorial DIC Museum of Art ist aktuell geschlossen und wird ab dem 24. März wieder Besuchern zugänglich sein.

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