Kirin für gleichgeschlechtliche Partnerschaften

Wer in Japan eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft führt, hat es oft nicht leicht. Rechtliche Hürden und fehlende Unterstützung sind nur ein kleiner Teil der Faktoren, die es homosexuellen Paaren erschwert, ein gleichberechtigtes Leben zu führen.

In vielen Teilen Japans sind derlei Partnerschaften meist gar nicht anerkannt. Trotzdem wagen sich zur Zeit Unternehmen wie Panasonic vor und machen einen Schritt auf die LGBT Gemeinde zu. Nun hat auch Kirin einen Schritt auf seine Mitarbeiter zu gemacht und stärkt die Rechte seiner Arbeitnehmer mit LGBT Hintergrund.

In Deutschland ging es vor Kurzem auch um die Rechte von gleichgeschlechtlichen Partnern. Dürfen sie heiraten? Was ist mit dem Adoptionsrecht? Fragen, die nur auf politischer Ebene wirklich gelöst werden können. Davon ist Japan aber noch weit entfernt. Hier machen eher große Unternehmen den ersten Schritt zur Gleichberechtigung ihrer Mitarbeiter.

Gleichberechtigung für Arbeitnehmer der LGBT-Gemeinde

So hat der Getränkeriese Kirin, hier am besten bekannt für seine Biermarke, in Sachen LGBT Rechte nachgezogen. So wurden Firmenregeln und damit auch Verträge in Dingen wie Firmenwohnungen, Kondolenzurlaub oder andere Leistungen, die vorher nur für verheiratete Paare galten, entsprechend angepasst. Gerade Dinge wie der Urlaub im Todes- oder Pflegefall des Partners sind dabei ein großer Schritt in Richtung Gleichberechtigung.  Auch der medizinische Urlaub, zum Beispiel bei einer Hormontherapie, ist nun ebenfalls abgedeckt.

Des Weiteren hat die Kirin Holdings angekündigt, man wolle die Mitarbeiter stärker für das Thema sensibilisieren. Hierzu sollen Angestellte in Workshops aktiv geschult werden, um Vorurteile abzubauen und Gleichberechtigung zu stärken.

Auch Kirins Tochtergesellschaft, die Spring Valley Brewery, unterstützte die LGBT Gemeinde auf der diesjährigen Rainbow Pride Parade in Tokyo. Mit dem Slogan „both people and beers are all different, and are all good.“ wirbt die Brauerei für ein besseres Miteinander und Gleichberechtigung der verschiedenen Lebensarten.

Ja, als Mensch mit homosexuellem Hintergrund hat man es nicht leicht in Japan, aber wenn nun auch andere Unternehmen mitziehen, kann die LGBT Gemeinde vielleicht doch noch hoffen, dass der Funke überschlägt. Bis dahin muss aber noch viel getan werden, nicht nur in Japan.

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