Weibliche Sumo-Ringer
Bild: Kyodo News

Die Japan Sumo Association hat Mädchen die Teilnahme an einer Sumo-Veranstaltung für Kinder untersagt.

Die Sumo-Veranstaltung fand am Sonntag in Shizuoka City statt und ist Teil der jährlichen Promotion-Tour des Sumo-Vereins. Bei dieser speziellen Veranstaltung dürfen Kinder den Ring betreten, während sie von professionellen Sumo-Ringern trainiert werden. Laut dem Organisationskomitee begannen Mädchen vor rund 3 Jahren gemeinsam mit den Jungen an der Veranstaltung teilzunehmen. Und auch dieses Jahr sollten wieder einige Mädchen dabei sein.

Doch das Komitee erlaubte es nur den Jungen, am Sonntag den Ring zu betreten. Das Komitee setzte dabei einen Antrag des Sumo-Vereins durch, den der Verein vier Tage vor der Veranstaltung einreichte. Laut dem PR-Beauftragten des Sumo-Vereins wurde der Antrag gestellt, da sich zuvor einige Mädchen bei den Veranstaltungen verletzt hatten. Auch zukünftig will der Verein Mädchen davon abhalten, an ähnlichen Veranstaltungen während der Promotion-Touren teilzunehmen. Der Verein hat traditionell den Frauen den Eintritt in den Ring verboten, doch genau dieses Verbot steht nun im Mittelpunkt einer Debatte in Japan.

Erst letzte Woche brach der Bürgermeister von Maizuru City in der Präfektur Kyoto bei einer Rede im Ring zusammen. Als ihm eine Krankenschwester und zwei weitere Frauen zur Hilfe eilten, wurden alle Frauen vom Schiedsrichter über ein Mikrofon aus dem Ring geworfen. Der Bürgermeister überlebte und der Vorsitzende des Sumo-Vereins entschuldigte sich später am Tag. Der Vorsitzende sagte, dass das Verhalten des Schiedsrichters unangebracht gewesen sei.

Kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here