Mann nach Verzehr von giftigem Fisch ins Krankenhaus eingeliefert

Gelber Kofferfisch

Ein Mann wurde in Nagoya, Japan nach dem Verzehr von Fugu, dem giftigen Kugelfisch, ins Krankenhaus eingeliefert.

Was für Menschen im Westen verrückt wirkt, ist in Japan eine beliebte und teure Delikatesse, die von professionellen Köchen zubereitet wird. Gemeint ist Fugu, eine japanische Spezialität, die aus dem Muskelfleisch von Kugelfischen besteht. Die Köche werden jahrelang in der Zubereitung von Fugu ausgebildet, da einige Körperteile der Fische hochgiftig sind.

Japan hat als Inselstaat einige begeisterte Angler, die sich ihr Essen selbst fangen. So hat sich auch ein älterer Herr eines Morgens entschieden sich sein Frühstück zu fangen. Nachdem dieser aber am 29. November einen „Ostraciidae Boxfisch“ (Kofferfisch), gefangen, zubereitet und gegessen hatte, fühlte er sich am späten Nachmittag nicht mehr sonderlich gut.

Gegen 16 Uhr begannen seine Muskeln im gesamten Körper zu schmerzen, woraufhin er das Krankenhaus aufsuchte. Dort stellten die Ärzte das Vorhandensein von Pahutoxin in seinem Körper fest. Die Kofferfische sondern zu ihrer eigenen Verteidigung ein Toxin über die Haut ab, das auf einige Organismen giftig wirkt und sogar für andere Kofferfische nicht ungefährlich ist. Das Pahutoxin ist ein hitzebeständiges Neurotoxin und wurde früher Ostracitoxin genannt. Das Gift der Kofferfische ähnelt dem Gift der Kugelfische, zu deren Verwandten die Kofferfische ebenfalls zählen, auch wenn sie sich optisch unterscheiden.

In Japan wird der Ostraciidae Boxfish „Hako Fugu“ genannt, was ein wichtiges Warnzeichen ist. Im Gegensatz zu den Hako Fugu findet man den Fugu häufiger auf den Speisekarten in japanischen Gourmet-Restaurants. Kurios ist, dass der Herr wusste, dass es ein Hako Fugu war, bevor er ihn aß. Doch als ihn die Ärzte fragten, ob er denn nicht wisse, dass Kofferfische giftig seien, meinte dieser nur, dass er „nicht viel über diese Fische weiß“.

Er dachte offensichtlich, dass der Kofferfisch nicht so giftig ist wie der Kugelfisch, doch die Symptome der Vergiftung zeigen sich erst nach 12 bis 24 Stunden und führen zu schweren Muskelschmerzen, Krämpfen, Atembeschwerden und können in Extremfällen sogar bis zum Tod führen. Auch wenn der Fischer seinen Fang nicht mit dem Leben bezahlen musste, bleibt er vorerst noch im Krankenhaus und muss sich von den Folgen seiner eigenen Unverantwortlichkeit erholen. Nach diesem Vorfall hat die Stadtregierung in Nagoya darum gebeten, dass Hobbyköche von der Zubereitung der selbstgefangenen Fugu und Hako Fugu absehen und deren Zubereitung gelernten Fachleuten überlassen.

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