Flughafen Eingangshalle
Bild: エリー / Pakutaso

Das Oberhaus verabschiedet das neue Abfahrtssteuergesetz, durch das die Ausreise aus Japan Geld kosten wird.

Es ist jetzt beschlossene Sache, am Mittwoch verabschiedeten Politiker des Oberhauses während einer Plenarsitzung das Abfahrtssteuergesetz. Das neue Gesetz tritt nun am 7. Januar 2019 offiziell in Kraft und bittet Reisende zur Kasse.

Ab nächstem Jahr ist jede Person dazu verpflichtet, beim Ausreisen aus Japan einen Betrag von 1000 Yen zu zahlen. Das entspricht umgerechnet etwa 7,60 Euro. Es ist allerdings irrelevant, ob Reisende das Land per See- oder Luftweg verlassen.

Ausgeschlossen von dem Gesetz sind Kinder unter zwei Jahren, Flugbegleiter und Transitpassagiere, die in den nächsten 24 Stunden einen Anschlussflug nutzen. Somit gilt die Regelung ebenfalls für alle Ausländer, die das Land verlassen.

Das japanische Finanzministerium erhofft sich von dem neuen Gesetz einen Jahresumsatz von 43 Milliarden Yen. Umgerechnet sind das circa 325.592.536 Euro. Die Gelder fließen in die Förderungen des Tourismus in Japan, um ebenfalls kleinere Orte zu unterstützen. Insgesamt wird das Geld drei Bereiche des Förderprogramms betreffen. Die Einnahmen nutzt Japan für die Vorbereitung komfortabler Tourismusumfelder, die Verbreitung von Informationen zu touristischen Attraktionen und für verbesserte Tourismusressourcen.

Allerdings sind nicht alle Parteien von der neuen Regelung begeistert. Die Demokratische Partei und die Kommunistische Partei stimmten gegen das neue Gesetz, mit der Begründung, dass eine zweckgebundene Steuer zu verschwenderischen Ausgaben verführt.

Es ist das erste Steuergesetz seit Jahren, das Japan verabschiedete. Zuletzt verabschiedete das Land das Bodenwertsteuer-Gesetz 1992, das aktuell immer noch gilt.

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