Mie Universität Ninja
Ein Mann im Ninja Kostüm vor dem Schloss Ueno in Iga, Mie Präfektur © KYODO

Ab dem kommenden Februar kann man an der Mie Universität den Studiengang „Ninja“ belegen. Dazu gehören akademische Studien zum Thema, sowie eine abschließende Masterarbeit über die verdeckt operierenden Kämpfer.

Da das Thema einen kompletten Studiengang wohl nicht ausfüllen würde, müssen zusätzlich Fächer wie Archäologie und japanische Geschichte belegt werden. Alles in allem also mehr ein Geschichtsstudium mit der Spezialisierung auf das Thema Ninja.

So will die Universität direkt die Studenten ansprechen, die sich speziell für das Leben und Wirken der Schattenkrieger interessieren und sich für akademische und wissenschaftliche Studien in diesem Bereich engagieren wollen, so Professor Yuji Yamada. Auch erhofft sich die Mie Universität, so den Tourismus noch weiter fördern und ausbauen zu können.

„Wir hoffen, von der Weisheit der Ninja zu lernen, die mit der Natur koexistierten, und so dazu beizutragen, eine nachhaltige Gesellschaft zu schaffen“, so Yamada im Interview mit der Japan Times.

Die Universität in der gleichnamigen Präfektur ist für ihre Studien in diesem Bereich der japanischen Geschichte in ganz Japan, und vermutlich auch darüber hinaus, bekannt. Dazu gehören sowohl akademische Studien über Ninja selbst, als auch über die Fähigkeiten und Techniken, den meisten wohl bekannt unter dem Begriff Ninjutsu.

Die Präfektur kann auf eine lange Tradition in Sachen Ninja zurückblicken. Sie war die Heimat der Igaryu Ninja. In diesem Zusammenhang besuchen jährlich ca. 3 Millionen Touristen die Stadt Iga und ihr Ninja-Museum.

Zudem eröffnete die Universität Mie erst im Juli das neu-gegründete, internationale Ninja-Forschungszentrum in Iga.

Wer jetzt aber los rennt und sich für die Uni einschreiben will, dem sei gesagt, auch hierfür gibt es eine in Japan übliche, Aufnahmeprüfung. Außerdem handelt es sich um ein Aufbaustudium, zum vorangegangenen Bachelorabschluss.

Ganz ohne Grundkenntnisse wird man es also kaum in den Studiengang schaffen. Bewerber werden sogar darauf hingewiesen, eingehend alte Schriften zu dem Thema zu studieren.

Teil des Eingangstests werden somit auch themenbezogene Fragen und akademische Themen aus dem Bereich sein. Für jemanden ohne jegliche Kenntnisse in japanischer Geschichte und speziell ohne Ninja-Kenntnisse, dürfte es also ein Traum bleiben, ein – zumindest akademischer – Ninja zu werden.

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