Reitende Bogenschützen Yabusame
Bild: Biliana Nikolova-Lefterova

Reitende Bogenschützen zeigten am Wochenende bei einem Frühlingsfest in Kamakura ihr Können am Tsurugaoka-Hachimangu-Schrein.

Beim sogenannten Yabusame brachten mehrere reitende Bogenschützen am Sonntag zahlreiche Schaulustige am Tsurugaoka Hachimangu-Schrein ins Staunen. In Form der traditionellen Zeremonie galoppierten Bogenschützen in traditionellen Gewändern einen 250 Meter langen Pfad entlang und schossen dabei mit speziellen Pfeilen auf drei etwa 40 Zentimeter große Holztafeln.

Diese Bogenschießkunst ist um die 800 Jahre alt und stammt aus der Kamakura-Zeit Japans. Ursprünglich nutzen Samurai die Technik im Krieg. Heutzutage kommt die Technik ausschließlich noch bei Feiern zum Einsatz. Die Vorführung der Yabusame steht für Glück und eine gute Ernte. Deswegen applaudierten Zuschauer bei jedem getroffenen Ziel begeistert.

Das Frühlingsfest mit der Vorführung hatte noch einen anderen Grund. Einige Zuschauerplätze verkauft der Schrein an die Besucher. Den Erlös spenden sie an die Regionen, die 2011 von dem Erdbeben und Tsunami beschädigt wurden und die Präfektur Kumamoto, die ebenfalls 2016 ein starkes Erdbeben traf.

Zwar sind die Yabusame beliebt bei der Bevölkerung, sie gehören allerdings zu einer aussterbenden Tradition. Nach Schätzungen gibt es im ganzen Land nur um die 50 Reiter, die aktiv sind. Grund dafür sind die mangelnden Trainingsmöglichkeiten und die Lehrmeister, die oft keine Fremden und ausschließlich Verwandte unterrichten.

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