japanische Schwerter
Bild: Wikimedia Commons

Japan ist bekannt für seine erstklassigen Schwerter. Die Messerschmiede Sanshu in der Präfektur Gifu zeigt Touristen wie diese Schwerter traditionell geschmiedet werden.

Die Schmiedekunst wurde von den Schmieden gehütet und die Schmiedemeister gaben ihr Wissen ausschließlich an Auserwählte weiter. Ein Museum mit einer Schmiede in der Stadt Seki, Präfektur Gifu, zeigt Touristen die Schmiedekunst in kleinen Vorführungen.

Die Messerschmiede Sanshu ist 80 Jahre alt und erhielt dieses Jahr einen eigenen Bereich für das Herstellen von japanischen Schwertern, der besucht werden kann. Die private Einrichtung ist damit die Einzige ihrer Art im Land. Bekanntheit erlangte sie, als Touristen die Schmiede bei der Arbeit filmten und die Videos im Internet veröffentlichten.

Neben dem Zusehen haben Besucher auch die Chance, selbst den Hammer zu schwingen und den Schmieden Fragen zu den Schwertern oder zur Geschichte zu stellen. Die Stadt Seki ist für seine Schwerter bekannt und beherbergte zur Blütezeit um die 300 Schwertmacher. Die Geschichte der Schwertherstellung ist bis in die Moderne über mehrere Jahrhunderte dokumentiert. Neben der Schwertschmiede gibt es in der Stadt ein Museum mit traditionellen Schwertern. Dort findet ebenfalls eine Vorführungen statt, allerdings nur einmal im Monat.

Vater und Sohn arbeiten für die Wahrung der Schmiedetradition

Das fand der Präsident von Sanshu, Kazuhiro Yoshida, nicht ausreichend und baute daraufhin die eigene Schwertschmiede. Fujiwara Kanefusa XXV ist einer der Schmiede des Ladens und leitet zusammen mit seinem Sohn Fujiwara Kanefusa XXVI und einem Lehrling die Vorführungen.

Kanefusa XXV möchte die traditionelle Kunst bewahren und ist experimentierfreudig. Unter anderem stellte er für eine Ausstellung ein Schwert im Stil des Anime Neon Genesis Evangelion her. Vor allem Frauen sind aktuell von Schwertern begeistert. Grund dafür ist ein Online Game in dem Schwerter personifiziert sind.

Das Tragen von Schwertern verbot Japan 1876, was viel Schmiede in die Armut trieb. Einige retteten sich, indem sie begannen, Alltagsgegenstände herzustellen. So entstand allmählich die Besteckindustrie im Land. Schwerter haben allerdings weiterhin eine wichtige Bedeutung in der Kultur und Tradition des Landes.

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