Sexismus Kritik an den Moe Girls Kampagne des japanischen Umweltministeriums

Die Kolumnistin Karima Morooka veröffentlicht in ihrer Kolumne in der Tokyo Shimbum am Samstag einen Artikel, in dem sie die Moe Girls Kampagne des japanischen Umweltministeriums als sexistisch kritisiert.

Ima KiminoDas Ministerium stellte im Februar vor zwei Figuren vor, um junge Menschen zu animieren, sich mehr um den Umweltschutz zu kümmern. Morooka kritisierte in seinem Artikel speziell die soroi kao Darstellung von Frauen. (soroi kao nennt sich der der typische passive und unterwürfige Gesichtsausdruck bei weiblichen Gesichtern. Runde Augen und betonte Lippen und Wangen, die appellieren auf Männer wirken sollen. )

Anzeigen mit den Figuren, die diesen Gesichtsausdruck haben, wurden vor kurzen in Japan veröffentlicht. Darunter auch von Firmen als Werbemittel. Morooka nannte als Beispiel einen Optiker, an deren Filiale so ein Bild hing, dass ein junges Mädchen mit unnatürlich gefärbten Wangen zeigte. Das Mädchen hatte sehr auffällige Lippen und runde Augen hinter den Gläsern.

Dabei kritisierte sie, dass soroi kao Darstellungen einen schlechten Ruf bei erwachsenen Frauen haben und schrieb, dass diese Darstellung auf einen sehr altmodischen Schönheitsideal beruht, dass die sexuellen Wünsche von Männern anregen soll. Sie merkte an, dass bereits einige Männer solche passiven und unterwürfigen Gesichtsausdrücke bei der Darstellung von Frauen kritisiert haben. “sorori kao ist ein Schritt rückwärts von dem gegenwärtigen gleichgeschlechtlichen Zeitalter, so Morooka.

Die Kolumnistin nahm die Figuren des Umweltministeriums als Beispiel für ihre Diskussion und schrieb, dass sie erstaunt war, als sie las, dass für die Kampagne schönen Mädchencharakteren genommen werden um junge Menschen mit wenig Interesse an Umweltfragen anzusprechen. Dabei richtet sich die Kampagne an 18- bis 29-jährige, die davon negativ beeinflusst werden können. “Ich möchte nicht, dass die Regierung Moe-Konzepte fördert, die als sexistisch angesehen werden könnten”, so Morooka.

Laut der Erklärung der Cool Choice Kampagne will man nicht ausdrücklich die Altersgruppe ansprechen, die von der Kolumnistin erwähnt wird.

 

2 KOMMENTARE

  1. Dass in Japan heutzutage mit solchen Charakteren geworben wird, ist mittlerweile echt Gang und Gebe geworden. Aber das schon seit Jahren.
    Außerdem kann ich da nichts sexistisches erkennen. Die Mädels werden weder freizügig, noch nackt gezeigt. Dass sie auf Moe getrimmt sind, sieht man ja, aber es gleich als sexistisch abzustempeln, zeugt auch irgendwie von Unwissen. Wäre genauso wie, wenn man sagt, dass ein harmloser Ecchi einem Hentai gleicht, was ja auch völlig hirnfrittiert ist.

  2. Und wider jemand der sich angegriffen fühlt kann ich dazu nur sagen.
    Ich finde die zwei Moe Girls sind gut desint und sehen Moe aus und nicht Sexistisch. Ich denke auch das die Altersgruppe 18-29 reif genug ist Bild von realität zu unterscheiden.

    Die Kampagne finde ich ganz gut gemacht und dient ja einem guten Zweck.

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