AH-64D Kampfhubschrauber
Bild: Kyodo News

Das US-Militär erlaubt Japan nicht, die Unfallstelle eines amerikanischen Hubschraubers zu untersuchen, der in Flammen aufging.

Oktober letzten Jahres landete ein amerikanischer Transporthubschrauber auf einer privaten Weide der Stadt Higashi. Kurz nach der Notlandung ging der Hubschrauber in Flammen auf. Verletzte oder Tote gab es glücklicherweise nicht, allerdings planten Feuerwehrleute aus Okinawa trotz alledem den Unfall genauer zu untersuchen.

Nun gaben sie bekannt, dass sie nicht feststellen konnten, ob das Feuer erst vor Ort oder während des Fluges ausbrach, weil den Feuerwehrbeamten Untersuchungen vor Ort nicht gestattet wurden. Das amerikanische Militär untersagte ihnen den Zutritt der Absturzstelle des Hubschraubers für weitere Untersuchungen.

In dem offiziellen Bericht ist vermerkt, dass die Feuerwehr zu keinem genauen Ergebnis kam und das Militär eine Untersuchungsgenehmigung ablehnte. Einen Grund nennt das Militär nicht. Laut offiziellen Richtlinien ist es nur erlaubt mit der Zustimmung der Amerikaner einen Unfallort mit Beteiligung des amerikanischen Militärs zu untersuchen.

Die Feuerwehr bedauerte die Entwicklung in dem Fall. Da das Militär an der Unfallstelle das verbrannte Gras und die Erde entfernte, gibt es für die Beamten keine Möglichkeit nachzuforschen. Einige gehen davon aus, dass die USA die Genehmigung verweigerten, weil der Hubschrauber giftige Stoffe transportierte, darunter das hochgiftige Benzol.

Das amerikanische Militär hat seit dem Absturz eigene Untersuchungen durchgeführt und ebenfalls den Boden auf Chemikalien untersucht. Ergebnisse veröffentlichten die Verantwortlichen allerdings bis jetzt nicht. Bewohner Okinawas sind mittlerweile wegen des Militärs aufgebracht. 2017 kam es zu mehren Vorfällen mit Hubschraubern, die entweder notlandeten oder Bauteile verloren. Vor wenigen Tagen fiel erst ein US-Militärfallschirm auf eine Tokyoter Schule.

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