Gerichtsurteil Hammer

Eine Frau, die von einem US-Matrosen vergewaltigt wurde, hat von Japan gefordert, dass mehr gegen US-Militärverbrechen unternommen wird, da es immer wieder zu Übergriffen von US-Militärs kommt.

Das Vergewaltigungsopfer Catherine Fisher traf sich am Freitag mit Vertretern des Außen- und Verteidigungsministeriums im japanischen Parlament und sprach dort innerhalb einer Stunde die Probleme an. Die Australierin, die bereits lange Zeit in Japan lebt, wurde 2002 von einem US-Matrosen vergewaltigt. Ihr wurde anschließend von einem japanischen Zivilgericht Schadensersatz zuerkannt. Dennoch weigerten sich die japanischen Staatsanwälte gegen den US-Matrosen Strafanzeige zu erstatten, sodass dieser in die USA ausreisen konnte.

Dorthin verfolgte Fisher ihren Peiniger und klagte ihn in Wisconsins Bezirksgericht im Jahr 2012 an. 2013 gewann sie die Klage und forderte einen Dollar Schadensersatz, um das Ganze zu beenden. Doch auch wenn ihr Peiniger weiterhin leugnet, Fisher in der US-Siedlung angegriffen zu haben, hat er laut seinem Anwalt die Strafe bezahlt, sodass die Sache für ihn nun abgeschlossen ist. Fisher selbst hat später eine Klage für die Entschädigung für die Familie einer Japanerin, deren Tod durch einen ehemaligen US-Marine verursacht wurde, eingeleitet.

Und auch für andere Opfer steht sie ein. Immerhin haben die Verbrechen von US-Militärangehörigen einige Wut ausgelöst, obwohl ihre Immunität bei der japanischen Staatsanwaltschaft allmählich abgenommen hat. „Du musst und du kannst etwas tun, denn alle anderen tun etwas, außer der japanischen Regierung“, sagt Fisher. Der stellvertretende Direktor im Außenministerium, Takahiro Suzuki, hat bisher nur mitgeteilt, dass Verhandlungen mit den USA im Gange seien, um eine Entschädigung für die Familie der ermordeten Japanerin zu erhalten.

Das Problem ist, dass der Täter zum Zeitpunkt des Mordes nur als US-Militärunternehmer arbeitete und kein Marine mehr war. Aus diesem Grund hat Catherine Fisher die japanische Regierung nun aufgefordert, die Entschädigung zu zahlen und nicht auf einen Entscheid aus den USA zu warten. Fisher ist eine der wenigen Befürworterinnen und Beraterinnen von Frauen in Japan, da Vergewaltigungsopfer meist eher schweigen.

Auch wenn die Anwesenheit der US-Truppen in Japan durch einen bilateralen Vertrag geregelt wurde, gibt es keinen Widerspruch, dass Mord und Raub falsch sind, wie Fisher mitteilte. Zu den Kriminal-Beamten sagte sie: „Ihr konntet das nicht aufhalten. Ihr müsst Verantwortung übernehmen“.

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