japanische Frau beim Kochen
Bild: Pakutaso / 河村友歌

Ein in Tokyo ansässiges Unternehmen, das in Japan Wohnungen an Frauen vermietet, musste Insolvenzschutz beantragen und Konkurs anmelden.

Nach angeblichen zweifelhaften Mietgeschäften hat das Unternehmen Smart Days Konkurs beim Bezirksgericht von Tokyo angemeldet und einen Antrag auf Insolvenzschutz nach dem Zivilrehabilitationsgesetz eingereicht. Das Unternehmen hatte Ende März 2018 Verbindlichkeiten von 6,6 Milliarden Yen (etwa 50.193.000 Euro) offen, wie das Kreditforschungsunternehmen „Teikoku Databank“ mitteilte.

Smart Days leitet eine Share-House-Kette namens Kabocha no Basha (englisch: Punking Carriage). Doch das Unternehmen sah sich mit einer niedrigen Auslastungsrate konfrontiert, weshalb es im Januar aufhörte, monatliche Mieten an die Eigentümer der Immobilien zu zahlen, die sie ihnen zuvor garantierten. Die Gesellschaft verwaltet Wohnungen in Tokyo und Umgebung, die sie zuvor an die Eigentümer zu rund 30 Prozent über dem entsprechenden Preis verkaufen. Im Anschluss vermieteten sie die Wohnungen meist an junge Frauen, was sich aber als schwieriger als erwartet herausstellte.

Viele der rund 700 Eigentümer der Immobilien sind Angestellte des Unternehmens und haben Bankkredite aufgenommen, um die Wohnungen zu kaufen. So könnten durch den Konkurs des Unternehmens auch einige der Wohnungsinhaber in den Bankrott fallen, da sie nicht mehr imstande sind, die Darlehen zurückzuzahlen. Suruga Bank, ein regionaler Kreditgeber mit Sitz in der Präfektur Shizuoka, gab den meisten Eigentümern Kredite. Das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass einige der eingereichten Dokumente, wie Bankguthaben, von Smart Days geändert wurden, sodass die Eigentümer die Darlehen beantragen konnten.

Smart Days hat im Februar mitgeteilt, dass sie ein externes Gremium aus Anwälten einrichten werden, um die festgefahrenen Zahlungen zu untersuchen und die Einreichung einer Strafanzeige gegen den ehemaligen Präsidenten, der im Januar zurücktrat, in Erwägung zu ziehen. Doch momentan hat das Unternehmen Schwierigkeiten, die Wasser- und Stromversorgung in den Wohnungen aufrechtzuerhalten, ohne einen Insolvenzschutz zu beantragen, da sie selbst nicht in der Lage waren, das Unternehmen umzustrukturieren.

Das Unternehmen hat sein Geschäft innerhalb von fünf Jahren erweitert und die Vermietung von Zimmern in 1.000 Wohnungen und Häusern durchgeführt, in die junge Frauen ziehen sollten, die nach Tokyo kommen. Smart Days wollte sie durch geringe Kautionen locken, was nicht wie geplant funktionierte.

Kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here