Mutter mit Kind
Bild: sr-karubi / Pakutaso

Die wachsende Sorge um Kinder, die alleine essen, hat in Japan dazu geführt, dass behelfsmäßige Cafeterien entstehen, die kostenlose oder günstige Mahlzeit anbieten. Das ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Damit möchte Japan dafür sorgen, dass Kinder nicht vernachlässigt werden und das Essen bezahlbar ist. Die drittgrößte Wirtschaft der Welt steht einer hohen Kinderarmut gegenüber.

Mutter mit Kind
Bild: sr-karubi / Pakutaso

Seit der Einführung dieser Einrichtungen 2012 in Tokyo, hat sich die Zahl der Cafeterien auf 500 erhöht. Neben dem Essen wird auch Ernährungsberatung angeboten. Die Kinder sollen so lernen, Nahrungsmittelabfälle zu reduzieren und man hofft, dass so wieder eine stärkere Bindung zu den örtlichen Gemeinschaften entsteht.

Die Einrichtungen gelten allerdings nicht als Allheilmittel für die vernachlässigten und teilweise unter Armut leidenden Kinder, auch wenn es ein wichtiger Schritt ist, um zu helfen. Wohlfahrt-Experten argumentieren, dass viele dieser Kinder durch die Vernachlässigung oder andere soziale Probleme professionelle Pflege benötigen.

Gerade behinderte Kinder oder Kinder, die nicht zur Schule gehen wollen, werden oft von ihren Eltern vernachlässigt, obwohl es gerade hier auf die richtige Betreuung ankommt.

Außerdem haben diese Cafeterien nicht regelmäßig geöffnet und werden oft durch Spenden und freiwillige Mitarbeiter betrieben. Das wiederum führt zu dem Problem, dass die Mitarbeiter oft schwerwiegende Probleme nicht erkennen und durch mangelnde Ausbildung nicht gezielt helfen können, so ein Sprecher der Wohlfahrtsorganisationen.

Ein weiteres Problem ist, dass lokale Regierungen sich oft weigern diese Einrichtungen ausreichend zu finanzieren. Oft wird einfach nur ein Budget zugeteilt, das aber bei Weitem nicht ausreicht, um eine vernünftige und flächendeckende Finanzierung zu garantieren.

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