Tokyo Polizeiauto

Japan – Die Polizei fahndet nach einem verurteilten Dieb, der aus einem offenen Gefängnis in der Präfektur Ehime geflohen ist.

Der 27-jährige Mann wurde in das Gefängnis in Imabari in West-Japan gebracht. Die Oi-Werft des Matsuyama-Gefängnisses ist eine seltene Gefängniseinrichtung in Japan, die ohne Gefängnismauern auskommt. Außerdem werden die Insassen nicht so stark kontrolliert, obwohl die Sicherheitsvorkehrungen recht hoch sein sollen. Die Verbrecher des Gefängnissen dürfen allerdings in der Vergangenheit nicht versucht haben, auszubrechen oder Selbstmord zu begehen.

Laut Angaben des Justizministeriums sind seit der Gründung der Werft im Jahr 1961 19 weitere Menschen entkommen. Der verurteilte Dieb soll ein Auto und Geld aus einem Haus in der Nähe gestohlen haben, wie die Polizei mitteilte. Anschließend soll er sich Richtung Onomichi in der Präfektur Hiroshima aufgemacht haben, da die Polizei das gestohlene Fahrzeug an einer Brücke gefunden habe. Der Flüchtige soll erst seit Dezember Insasse der Werft sein. Auf den Überwachungskameras ist der Insasse gegen 18.10 Uhr zu sehen.

Der 173 Zentimeter große und schlanke Mann soll während seines Ausbruchs mit einer Hose, einem schwarzen Sweatshirt und weißen Turnschuhen bekleidet gewesen sein, außerdem soll er kurze schwarze Haare haben. Nach der Flucht des Diebes hat das Justizministerium mitgeteilt, dass sie einen Sonderausschuss einsetzen werden, um die Überwachung zu überprüfen und sicherzustellen, dass sich etwas Ähnliches im Matsuyama-Gefängnis nicht wiederholt. Laut einem Mitarbeiter des Ministeriums sind offene Gefängnisse wirksam, da sie das Wiederholen von Straftaten verhindern, dennoch benötigen solche Einrichtungen ein geeignetes spezielles Sicherheitssystem.

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