US-Stützpunkt Yokota Fluglärm
Anwälte und Anwohner der Sammelklage zum Fluglärm der Yokota Militärbasis ,vor dem Tokyoter Bezirksgericht. © KYODO via Japan Today

Die japanische Regierung muss Schäden in Millionenhöhe zahlen. Grund dafür ist der Yokota Air Base US-Stützpunkt. Mit dem Urteil gab das Gericht einer Sammelklage statt, in der die Kläger Schadensersatz wegen des Fluglärms forderten. Ein gänzliches Flugverbot wurde nicht erlassen.

Wegen des anhaltenden Fluglärms werden 1.000 Anwohner der Gebiete rund um die Yokota Air Base in Fussa, einem Stützpunkt der US-Luftwaffe, von der japanischen Regierung entschädigt. Insgesamt 610 Millionen Yen (umgerechnet ca. 4,6 Millionen Euro) Entschädigung muss die Regierung an die Kläger zahlen, so das Urteil.

Die Anwohner hatten eine monatliche Zahlung von 22.000 Yen (je Kläger) für Lärmschäden gefordert. Das Gericht sprach den Anwohnern 4.000 Yen pro Monat in dem Gebiet mit einem Lärmpegel von 75 Dezibel, 8.000 Yen bei 80 Dezibel und 12.000 Yen bei 85 Dezibel zu.

Der Vorsitzende Richter Takeo Setoguchi erklärte dazu: “Obwohl der Betrieb von Militärflugzeugen im Dienste der Öffentlichkeit steht, ist es ungerecht, von den Klägern diese Opfer zu verlangen.”

Kläger fordern Flugverbot

Zwar geben sich einige Kläger mit dem Urteil zufrieden, aber Yasuo Sekijima, der leitende Anwalt der Sammelklage, zieht trotzdem eine Berufung in Betracht. “Das Flugverbot wurde abgelehnt und wir sind nicht zufrieden”, so der Anwalt.

Die Yokota-Air Base liegt etwa 40 Kilometer westlich von Tokyo. Seit Jahrzehnten gibt es in Japan Rechtsstreitigkeiten über den Fluglärm, der von Militärbasen ausgeht. Die japanische Regierung hat mittlerweile insgesamt 33,5 Milliarden Yen an die betroffenen Anwohner gezahlt.

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