Hefe Forschung
Bild: Rainis Venta

Japan – Die Röntgenteleskop-Technologie soll in Mikroskopen auf der Erde zum Einsatz kommen, um Krebs-Stammzellen in Tumoren zu identifizieren.

Für die Verwirklichung des Plans arbeiten die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) zusammen mit der Universität Tokyo und der Keio Universität. Gemeinsam entwickeln sie ein neues Mikroskop zur Detektion schwer zu findender Krebszellen auf Basis der Technologie des Röntgenastronomie-Satelliten Hitomi. Der Generaldirektor des JAXA-Instituts für Raumfahrt und Astronautik, Saku Tsuneta, sagte, dass es äußerst selten sei, dass die Weltraum-Beobachtungstechnologie, eine Form der Grundlagenforschung, mit der klinischen Medizin verbunden ist.

Dennoch erwartet er, dass das Projekt eine bahnbrechende Leistung erbringen wird. Gemeinsam wollen die Institute ein medizinisches Mikroskop entwickeln, das 50-mal präziser ist als bestehende Geräte. Die Wissenschaftler wollen bereits in zwei bis drei Jahren einen Prototyp entwickeln. Auch wenn Krebs-Stammzellen mit der Entstehung von Tumoren in Verbindung gebracht werden, ist es momentan schwer, sie von anderen Zellen in Tumoren zu unterscheiden. Derzeit werden hochpräzise Röntgenmikroskope eingesetzt, um Krebs-Stammzellen in Tierkörpern zu lokalisieren, nachdem Radioisotope mit chemischen Verbindungen kombiniert werden, die sich nur an Krebs-Stammzellen anlagern.

Die Entwicklung des Teleskops für Hitomi dauerte 10 Jahre und sollte zur Beobachtung der Röntgenstrahlen aus schwarzen Löchern eingesetzt werden. Doch nachdem Hitomi im Februar 2016 gestartet wurde, um den Wissenschaftlern zu helfen, die feststellen wollten wie sich das Universum entwickelte, zerbrach der Satellit aufgrund von Fehlfunktionen des Positionskontrollsystems und anderer Probleme in Stücke. Bereits zwei Monate nach Inbetriebnahme wurde der Betrieb eingestellt. Doch die Technologie soll eine Untersuchung von Objekten mit einer Größe von nur 100 Mikrometern ermöglichen.

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