Yakuza in Japan - Einblicke in die japanische Unterwelt
Großflächige Tätowierungen mit traditionellen Motiven kennzeichnen seit Jahrhunderten die Zugehörigkeit zu einem Yakuza-Clan | Flickr Bild: Jeff Laitila (CC BY-NC-ND 2.0)

Die Polizei in Japan hat mitgeteilt, dass die Zahl der Yakuza-Mitglieder erneut gesunken ist.

Laut der Polizei hat die Zahl der Mitglieder mit 34.500 im Jahr 2017 einen erneuten Rekordtiefstand erreicht. So sanken die Mitgliederzahlen zum 13. Mal in Folge. Die Polizei gibt an, dass die Zahlen weiter sinken, da sie verstärkte Polizeikontrollen durchführen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es nun etwa 4.600 Mitglieder weniger, was der niedrigste Stand seit Verfügbarkeit von vergleichbaren Daten von 1958 ist.

Ein Polizeibeamter der Nationalen Polizeibehörde sagte, dass viele Menschen das Verbrechersyndikat verlassen haben, während sie sich um die Finanzierung einer strengeren Polizeikontrolle und die Eliminierung dieser Gruppen bemühten. Insgesamt gab es 2017 in Japan noch rund 16.800 Hauptmitglieder und 17.700 Verbündete der Yakuza. Seit einiger Zeit sinken die Mitgliederzahlen weiter und seit 2016 waren die Hauptmitglieder erstmals weniger als 20.000 Mitglieder.

Die Yamaguchi-gumi, die Hauptgruppe der Yakuza, hatte letztes Jahr noch etwa 4.700 Hauptmitglieder und 5.600 Verbündete. Die Kobe Yamaguchi-gumi, eine Splittergruppe der Hauptgruppe, besaß letztes Jahr nur 2.500 Hauptmitglieder und 2.700 Verbündete. Das Sumiyoshikai Verbrechersyndikat verzeichnete letztes Jahr sogar nur noch 2.900 Mitglieder insgesamt. Zusätzlich hat die Polizei auch die Kriminalfälle bekannt gegeben, an denen Yakuza-Mitglieder beteiligt waren. 17.737 Kriminalfälle gingen im letzten Jahr insgesamt auf das Konto der Yakuza. Dabei standen 4.693 unter dem Verdacht des Verstoßes gegen das Stimulanzien-Kontrollgesetz. 2.095 sollen Körperverletzung begangen haben und 1.874 sollen Diebstahlsdelikte begangen haben.

1 KOMMENTAR

  1. Ziemlich gute Nachrichten! Japan ist eh das Land mit der niedrigsten Kriminalitätsrate, da ist so eine Entwicklung nicht verwunderlich.

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