News aus Japan

Zusammenschluss vom japanischen Internetriesen Rakuten mit „chinesischen Airbnb“ Tujia

Tujia und Rakuten hoffen auf Expansion auf japanischem Markt

Das chinesische Ferienhaus/Wohnungsvermietungs-Portal Tujia war vor kurzem nach Japan expandiert. Jetzt schließt sich die Firma mit dem bekannten japanischen Internethändler Rakuten zusammen.

Im Juni wurde die Legalisierung der privaten Vermietung von Wohnungen und Häusern als Ferienhäuser etc. verkündet. Ab 2018 tritt das neue Gesetz in Kraft. Nun bilden Tujia und Rakuten das gemeinsame Unternehmen „rakuten lifull stay“. Zusammen hoffen sie, den japanischen Markt zu erobern.

joint venture Rakuten und Tujia
Rakuten und Tujia bilden das Gemeinschaftunternehmen „rakuten lifull stay“. Bild: CNET

Tujia, auch „das chinesische Airbnb“ genannt, wurde 2011 gegründet und stammt aus Beijing. Ähnlich wie Airbnb vermietet die Firma über eine Internetplattform Wohnungen und Häuser von Privatpersonen. Das Unternehmen ist besonders auf die Vermietung an Chinesen spezialisiert.

Durch den Zusammenschluss mit Rakuten erhofft sich Tujia den Durchbruch in Japan. Mit dem Gemeinschaftsunternehmen „rakuten lifull stay“ will Tujia von ihren jetzigen 5000 Unterkunfts-Angeboten in Japan in den nächsten zwei Jahren auf 20 000 expandieren.

Das Joint Venture Unternehmen will sich vor allem auf chinesische Touristen in Japan konzentrieren. Tujia setzt hier insbesondere auf seine Bekanntheit und Erfahrungen in China. 2016 hatte Japan mit 24 Millionen eine Rekordzahl an ausländischen Touristen erreicht. Chinesische Touristen machen hiervon ein ¼ aus.

Durch kommende Events, wie den World Rugby Cup 2019 und die Olympiade 2020 werden in Japan steigende Touristenzahlen erwartet. Man rechnet mit einem Wachstum des japanischen Ferienwohnungsmarkts von 140%.

Der noch vergleichsweise unterentwickelte Markt und die hohe Nachfrage könnten für „rakuten lifull stay“ zusätzlich die idealen Bedingungen für einen Durchbruch auf dem japanischen Markt bieten.

Die Niederlassung von „rakuten lifull stay“ wird in Tokyo stationiert. Eine japanische Webseite soll 2018, nach dem Inkrafttreten des neuen Gesetztes zur Legalisierung der Vermietung privater Wohnungen, folgen.

Rakuten erhofft sich von der Kooperation mit Tujia eine Erweiterung seines Kundestammes. Zusätzlich wollen sie ihr Angebot erweitern. Nicht nur die Vermietung, sondern auch ein Service zur Hausverwaltung für die Haus-/Wohnungsbesitzer soll zukünftig angeboten werden. Zusätzlich plant Rakuten, leerstehende Häuser in Japan auf den Wohnungs-Markt zu bringen.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Christian für den News-Tipp.

Quelle
Asia NikkeiJapan CNETJapan Today

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