Perioden der japanischen Geschichte #2 – Die Perioden Kofun & Asuka

Nach der Yayoi-Periode werfen wir heute ein Blick auf die anschließenden Perioden Kofun und Asuka. Ihr habt den ersten Teil der Reihe noch nicht gelesen? Hier geht es zum ersten Teil über die Yayoi-Periode.

Kamiishizu Misanzai Kofun - 169536
Kamiishidzu Misanzai Kofun (Luftaufnahme) By Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism Japan [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons
Geschichtlich betrachtet ist eine Abgrenzung zur Yayoi Periode nur schwammig möglich, doch hat man sich weitläufig auf das Jahr 250 n. Chr. als Beginn der Kofun-Periode geeinigt. Ausschlaggebend dafür sind die für diese Zeit typischen Grabhügel, die von oben betrachtet die Form eines Schlüsselloches hatten. Diese Hügel dienten ausschließlich den japanischen Herrschern zu ihrer Zeit als Grabstätte.

Schon zu Beginn der Kofun Zeit war eine Entwicklung hin zu einem erstmals geeinigten Japan erkennbar. Der erstarkte Yamato-Clan übte seinen Einfluss von dem heutigen Kyushu, bis zur fruchtbaren Kinai-Ebene aus, was heute der Kansai Region entspricht. Um das Jahr 400 entstand unter Führung dieses Clans das geeinigte Yamato-Japan mit Machtzentrum in der Kansai Region, welches noch nicht den Norden Japans mit den Regionen Kanto, Tohoku und Hokkaido einschloss.

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Worin sich die Perioden Kofun und Asuka unterscheiden, sind die religiösen Prägungen. Die Kofun Zeit war Shintoistisch geprägt, doch begann schon ihrer Zeit der chinesische Einfluss spürbar zu wachsen. Schließlich wurde im 5. Jahrhundert das erste Schrift- und Schreibsystem aus China übernommen und eingeführt, welches dem Adel und der Herrscherfamilie vorbehalten war. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Kana (Hiragana und Katakana) zu dieser Zeit noch nicht existierten.

Das Ende der Kofun Zeit markiert die Einführung des Buddhismus im 6. Jahrhundert, welcher über Korea den Weg nach Japan fand. Die Herrscherfamilien begannen aufgrund des neuen Glaubens die Begräbnisform der Grabhügel als veraltet zu sehen, und diese wurden demnach nur noch vereinzelnd genutzt. Dieser Einschnitt markiert den Anfang der Asuka-Periode um das Jahr 538.

Prinz Shotoku Statue By PHGCOM (Own work by uploader, photographed at Musee Guimet) [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons
Die Asuka-Periode kennzeichnete sich durch eine verstärkte Verbreitung chinesischer Prinzipien unter Prinz Shotoku, welcher ebenfalls die erste Verfassung Japans mit den 17 Paragraphen zur Ethik und Politik niederschrieb.

Besonders wichtig sind in dieser Zeit die sogenannten Taika-Reformen, initiiert vom Nakatomi-Clan, die eine verstärkte Zentralisierung Japans vorsahen. Das neue feudale System wurde nach chinesischem Vorbild errichtet und sollte die Macht des japanischen Kaisers stärken. Aus dem Nakatomi-Clan ging der Fujiwara-Clan hervor, der im Verlauf der japanischen Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Die Asuka-Periode endete mit der Errichtung der ersten permanenten Hauptstadt in Nara im Jahr 710. Die demnach benannte Nara-Periode werden wir im dritten Teil der Reihe genauer betrachten.

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