Unterwegs: Shinnenkai 2016 der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg-Matsuyama

Unser Sumikai-Team war in diesem Jahr auch beim Shinnenkai der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freiburg-Matsuyama anwesend. Die Veranstaltung fand am 24.01.2016 in den Räumen des Quartierstreffs 46 in der Zähringerstrasse in Freiburg statt.

Das erste, was unserem Team auffiel, war das riesige Buffet, das mehrere Tische ausfüllte. Alle Gäste und Organisatoren hatten Zuhause für das Event vorbereitet, so dass eine interessante und leckere Mischung aus deutschen und japanischen Gerichten dem Gaumen aller Anwesenden schmeichelte. Vor der Eröffnung des Buffets gab es jedoch noch ein ansprechendes und kurzweiliges Programm.

Als erstes eröffnete die Vorsitzende der DJG Frau Shigeko Maeda das Fest mit einer kurzen Rede. Sie würdigte die Mithilfe aller, die es möglich gemacht haben, dass auch in diesem Jahr erneut ein Shinnenkai stattfinden konnte. Sie stellte die neuen Beisitzer Stephan Hornig, Wilma Krätz, Jörg Fennert, Taro Nashiba und Denise Nashiba vor, die in diesem Jahr ihre Kräfte vereinen und ein aktives Japan-Jahr vorbereiten möchten. Zudem ging sie auf die guten Beziehungen zwischen Freiburg und Matsuyama ein und sagte, dass sich die DJG auch in diesem Jahr bemühen werde die Verbindungen zwischen Japan und Deutschland zu stärken.

Als zweiter Programmpunkt trat der Kenbuka und Beisitzer der DJG Taro Nashiba mit einem Utai (einem Gesang des Noh-Theaters) „Tsurukame“ und einer aus der Schwertkunst stammenden Begrüßung „Kyome no Tachi“ auf. Das Utai dauert normalerweise 15 Minuten, Herr Nashiba sang jedoch eine gekürzte Version, die nur 2 Minuten dauerte. Die Titel des Lieds ist „Tsurukame“, was „Kranich und Schildkröte“ bedeutet. Legenden besagen, dass ein Kranich 1.000 Jahre und eine Schildkröte 10.000 Jahre lebe. Indem man dieses Utai singt, wünscht man den Anwesenden ein glückliches und langes Leben, wie das der beiden Tiere. Tsurukame wir bevorzugt bei Hochzeit und weiteren offiziellen Anlässen gesungen.
„Kyome no Tachi“ bedeutet „Das reinigende Schwert“. Hierbei wird mir verschiedenen Schwerbewegungen die Himmelsrichtung und die anwesenden Zuschauer gereinigt, damit keine Teufel/Geister und kein schlechtes Glück die Tage trübe. Eine Begrüßung, die zu einem Shinnenkai wahrlich passte.

Als nächster Programmpunkt trat der Chor des „Kodomokai-Japanischen Freundeskreis Freiburgs“ unter der Leitung von Herrn Sekiguchi auf. Sie sangen „Ano subarashii Ai mō ichidō“, „Mirai he“, „Ue wo muite arukou“ und „Hanamizuki“. Als Zugabe präsentierten sie das Lied „Furusato“. Herr Sekiguchi wies darauf hin, dass sich der Chor jeden Montag um 10 Uhr im Seepark in der Nähe der Haltestelle Bischoffskreuz treffe und Interessierte jederzeit herzlich Willkommen sind.

Nach den sehr gelungen Auftitten wurde das Buffett eröffnet, dessen Bilder ich euch nicht vorenthalten möchte. Das Buffett bestand aus freiwilligen Spenden der Mitglieder und war so vielseitig wie wir es selten erlebt hatten.

Nachdem sich die meisten Personen gesättigt hatten, wurde der letzte Teil der Veranstaltung angekündigt. Zunächst zeigte das Ehepaar Ummels ihre Kalligraphiekunst. Frau Ummels Großmutter war eine große Kalligraphiemeisterin gewesen, weshalb sie die Kunst mit der Muttermilch aufgesogen hatte. Interessierte konnten sich selbst an Pinsel und Tusche versuchen, oder ließen sich gewünschte Kanji aufzeichnen, die sie dann Zuhause an die Wand hängen würden.

Im Nebenraum wurde eine Teezeremonie nach der Urasenke-Schule der Lehrerin Mariko Yamane abgehalten.

Als letzter Punkt wurde eine Tombola veranstaltet, bei der u.a. Spenden der Partnerstadt, aber auch Essensgutscheine für das in Freiburg ansässige Japanrestaurant Basho-An, als auch Shiatsu-Gutscheine, selbstgemachter Wein des DJG-Schatzmeisters Herrn Bingel und Bücher aus den Regalen der Vorstände angeboten wurde. Auch unser Team beteiligte sich reichlich an der Tombola. Von neun Losen hatten wir 4 Gewinne, eine gute Ausbeute würde ich sagen.

Die Veranstaltung endete gegen 18 Uhr. Danach halfen noch alle beim Aufräumen mit, so dass die Räumlichkeiten wieder in sauberem Zustand übergeben wurden.

Das Fest war eine sehr gemütliche und familiäre Veranstaltung, die mir ihrem kurzweiligen Programm und den interessanten Tombola-Preisen für die Besucher eine schöne Erfahrung war. Wir bedanken uns bei der DJG für die Einladung und wünschen allen ein frohes Jahr des Affen!