16. Japan Filmfest Hamburg (JFFH) – die Eröffnung

    Japan Filmfest Hamburg - Eröffnung
    © Nihon Media e. V. © JFFH

    Das 16. Japan Filmfest Hamburg (JFFH) ist gestern Abend offiziell gestartet in Hamburg.

    Gestern Abned ist im Metropolis Kino in Hamburg das 16. Japan Filmfest Hamburg (JFFH) offiziell eröffnet wurden und neben der offiziellen Eröffnung mit verschiedenen Ansprachen, gab es mit Lupin III (Lupin the 3rd, ルパン三世) auch einen hochkarätigen Eröffnungsfilm. Ich habe mir sowohl die offizielle Eröffnung, als auch den Eröffnungsfilm für euch angesehen und auch ein paar Fotos erstellt. Lest hier meinen Bericht zu dem Abend.

    Das Kino
    Zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich zwar einige der Kinos in Hamburg kenne, die Filme zeigen, die andere Kinos niemals ins Programm nehmen würden. Allerdings fehlte mir aus irgendwelchen Gründen immer noch das Metropolis auf meiner Liste, wo ich schon war. Dadurch steigerte sich meine Vorfreude, da ich zwar einiges gehört habe über das Kino, aber eben noch nie da war. Der Eingang befindet sich direkt neben der Staatsoper in Hamburg und führt in eine kleine Lobby, mit Treppenhaus und Fahrstuhl. Dies ist mir Positiv aufgefallen, da somit auch Rollstuhlfahrer und Menschen mit anderen Arten der Gehbehinderung Problemlos in den Kinosaal gelangen können.

    Das Kino selber ist so aufgebaut, das es nach unten geht über zwei Stockwerke und verfügt über einen einzigen Kinosaal. Dieser hat dafür neben den unteren Plätzen auch eine erhöhte Logen artigen oberen Rang. Im ersten unteren Stockwerk befindet sich sowohl die Bar, als auch der offizielle Stand der „Freunde des Filmfests“, außerdem ist auf dem Stockwerk der Zugang zu dem oberen Rang des Kinos, sowie einige Sitzplätze für Besucher der Bar. Noch ein Stockwerk tiefer ist der Zugang zum eigentliche Kinosaal, der Zugang zum WC und ein paar weitere Sitzplätze.

    Die Eröffnung des JFFH
    Bei meiner Ankunft traf man schon in der Lobby auf einige der Ehrengäste und die freiwilligen Helfer des JFFH und einige Gäste, die schon gut eine halbe Stunde vor der Eröffnung erschienen sind. Ein Stockwerk tiefer könnte man sich an der Bar mit Getränken oder einem kleinen Snack versorgen oder sich über den Verein am Stand informieren. Es gab auch zahlreiche kleine Gruppen die sich über diverse Themen Unterhalten haben. Mein Weg führte mich über den Stand des Vereins und die Bar, die ich mit einer Fritz Cola verließ dann in den Saal, wo ich gespannt auf die Eröffnung gewartet habe. Diese erfolgte dann kurz darauf mit der Ansprache von Denis Scheither vom Verein Nihon Media e.V., welcher danach auch die weiteren Redner vorstellte, die Kirschblüten Königin begrüßte und schlussendlich den Film ankündigte. Nach ihm wurde Takao Anzawa ans Pult gebeten, der neue japanischen Konsul in Hamburg. Er führte seine Ansprache sowohl in Deutsch, als auch in Japanisch. Ihm folgte Dr. Bilinc Ercan von der Kulturbehörde Hamburg, die in ihrer Rede auch auf den kulturellen Austausch einging, auf die Partnerschaft mit der Stadt Osaka verwies und den japanischen Film lobte. Als letzter Sprecher wurde Martin Aust ans Pult gebeten, welcher der Betreiber des Metropolis Kinos ist.

    [metaslider id=59509]

     

    Nach den offiziellen Rednern wurden dann noch die anwesenden Ehrengäste vorgestellt, die an dem auf dem Festival laufenden Film Shout beteiligt waren. Es handelt sich um Takuya Fukushima Produzent bei SHOUT, Shunta Kezuka Regisseur bei SHOUT „Summer Goodbye“, Hisato Sakoda Regisseur bei SHOUT „Echoes“, Koji Takahashi Regisseur Rensa und Hiroki Kawashima vom Festival-Team des „Student Splatter Film Festival„.

    Es war durchaus interessant, die Ansprachen der einzelnen Redner zu verfolgen, die auf unterschiedliche Aspekte des Japan Filmfest Hamburg eingegangen sind und auch erklärten wie es der Deutsch Japanischen Freundschaft dient. Besonders möchte ich hier noch den Auftritt der vier Ehrengäste hervorheben, die sogar ein paar deutsche Worte, Extra für diesen Auftritt auf dem JFFH gelernt hatten. Nach dem Auftritt der anwesenden Gäste, wurde noch allen anwesenden Helfern und Unterstützern gedankt, ohne die das JFFH nicht möglich wäre.

    Im Anschluss an die Eröffnung und die Ansprachen der geladenen Gäste und Ehrengäste, erfolgte dann die Ausstrahlung des Eröffnungsfilmes. Es handelte sich um die Live-Action Verfilmung Lupin III (Lupin the 3rd, ルパン三世) von Ryuhei Kitamura, die auf Basis des bekannten Anime erstellt wurde. Der Film wurde im O-Ton mit deutschen Untertiteln im Metropolis gezeigt und war zudem auch noch eine Deutschlandpremiere. Als kurze Fazit möchte ich festhalten, das mir der Film durchaus gefallen hat, er war unterhaltsam, mit einigen lustigen Szenen, aber auch an eins zwei Stellen etwas langatmig. Insgesamt ist er 133 Minuten lang.

    Nach dem Film konnte man sich entscheiden ob man einfach nur gehen möchte oder noch ein wenig bleiben wollte, um sich den zahlreichen Diskussionen vor Ort anzuschließen oder gar mit den Ehrengästen noch ein paar Worte zu wechseln. Der Film selber schien unterschiedlich gut angekommen zu sein, einige mochten ihn, andere nicht, insgesamt wurde er aber nach dem was ich mitbekommen habe, positiv aufgenommen.

    [metaslider id=59527]

     

    Details
    In diesem Jahr wird es auf dem Japan Filmfest Hamburg erstmals neben japanischen Filmen auch mehrere Anime zu sehen geben. Insgesamt sind es zwölf Stück die im Programmheft stehen. Einer ist sogar eine Deutschlandpremiere. Das man sich gerade in diesem Jahr dazu entschieden hat mehr Anime ins Programm zu nehmen, liegt zum einen daran das es sich die Fans wünschen, man es schon länger vor hatte und auch als Hommage an Hayao Miyazaki, welcher das Studio Ghibli verließ und in den wohlverdienten Ruhestand ging.

    Einige der Filme wurden sogar von dem Nihon Media e.V. selber übersetzt, da es bisher keinen Publisher gibt und man sie sonst nur im O-Ton hätte zeigen können. Diese besonderen Deutschlandpremieren, sind nur dadurch möglich.

    Wie in jedem Jahr gibt es mehrere Vorstellungen, bei denen Ehrengäste vor Ort sein werden und auch gern angesprochen werden dürfen auf ihre Werke.

    Kurzes Fazit
    Ich kenne das Japan Filmfest Hamburg (JFFH) schon länger und bin nicht das erste Mal dabei, dennoch ist es immer noch Beeindruckend für mich, zu sehen was mit den Helfer und Unterstützern von diesem Festival möglich ist. Erneut konnte man zahlreiche japanische Ehrengäste nach Deutschland holen. Aber auch bekannte Personen, die in Deutschland leben, waren als Gäste vor Ort.

    Auch wenn es sich um ein kleineres lokales Film Festival handelt, hat man doch einige Perlen des japanischen Films im Programm und konnte zahlreiche Deutschlandpremieren organisieren. Ein paar Filme werden sogar nach dem Festival offiziell ins Kino kommen oder auf Blu-ray oder DVD erscheinen in Deutschland.

    Für mich ist das Japan Filmfest Hamburg (JFFH) jedes Jahr ein echtes Highlight, das es hoffentlich noch viele Jahre geben wird in Hamburg. Auf sechzehn Jahre blicken sie nun schon zurück und ich bin zuversichtlich, das es noch viele weitere Jahre geben wird. Wer es nicht kennt und die fünf Tage im Jahr in Hamburg oder der nähe ist, sollte durchaus einmal vorbeischauen.

     

    Comments are closed.