16. Nippon Connection Filmfestival – Erste Programm-Highlights

    Erste Highlights angekündigt

    Nippon Connection
    © Nippon Connection

    Vom 24. bis 29. Mai 2016 bringt das 16. Nippon Connection Filmfestival wieder sechs Tage lang japanische Filmkunst und Kultur nach Frankfurt am Main.

    Im vergangenen Jahr lockte das weltweit größte Festival für japanischen Film rund 16.000 Besucher in die Festivalzentren im Künstlerhaus Mousonturm und im Theater Willy Praml in der Naxoshalle. Auch in diesem Jahr bietet die Veranstaltung mit rund 100 aktuellen Kurz- und Langfilmen ein schillerndes Panorama des japanischen Films. Zahlreiche Regisseure reisen aus Japan an, um ihre Werke erstmals dem hiesigen Publikum zu präsentieren, gemeinsam zu diskutieren und zu feiern. Jenseits der Leinwand bietet das Festival ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Konzerten und Ausstellungen, bei dem die Besucher in Japans facettenreiche Kultur eintauchen können.

    Animationsfilme im Fokus
    Ein Schwerpunkt des Festivals sind in diesem Jahr neue Animationsfilme aus Japan. In der Sektion Nippon Animation ist Miss Hokusai von Keiichi Hara zu sehen. Das preisgekrönte Frauenporträt erzählt von der jungen Oei, die bei ihrem Vater, dem berühmten Holzschnittkünstler Hokusai, in die Lehre geht. Als Deutschlandpremiere werden zwei Animes nach Romanvorlagen von Science-Fiction-Autor Project Itoh gezeigt. Im Steampunk-Abenteuer Empire of Corpses von Ryotaro Makihara reist ein Student im Auftrag der britischen Königin um die Welt, auf der Suche nach Victor Frankensteins Vermächtnis. Harmony von Michael Arias und Takashi Nakamura ist ein fesselndes Science-Fiction-Drama über eine Utopie, die sich als totalitäres Regime entpuppt. Regisseur Michael Arias wird beim Festival zu Gast sein. Etwas für die ganze Familie ist The Case of Hana and Alice, die unschuldig-verträumte Geschichte zweier Schülerinnen, die einen mysteriösen Mordfall aufklären wollen. In fein gezeichneten Bildern erzählt Shunji Iwai hier von der Magie des Entstehens einer Freundschaft. Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Yokohama werden außerdem wieder aktuelle Animationsfilme von Studierenden der Tokyo University of the Arts gezeigt. Die Animations-Fakultät der Universität hat ihren Sitz in Yokohama.

    Rund 100 neue Produktionen aus Japan
    Auch außerhalb von Nippon Animation sind wieder aufregende Filme dabei, die neue Storys aus Japan präsentieren. In den Sektionen Nippon Cinema und Nippon Visions erwarten das Publikum eine Explosion verschiedener Stile und Mainstreamkino. Mit dabei sind zwei neue Werke des Enfant terrible des japanischen Kinos, Sion Sono. Seine stille, bittersüße Weltraum-Parabel Whispering Star reflektiert in berückend schönen Schwarz-Weiß-Bildern, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Love & Peace ist dagegen eine verrückte Komödie über einen Außenseiter, der dank einer Riesenschildkröte zu einem Mega-Rockstar wird. Auch Regie-Meister Takeshi Kitano ist wieder beim Festival vertreten. In der unterhaltsamen Komödie Ryuzo and the Seven Henchmen kehrt der ehemalige Mafia-Boss Ryuzo zu seiner alten Beschäftigung zurück, denn das geruhsame Rentnerdasein ist ihm einfach zu langweilig. In Lowlife Love von Eiji Uchida steht der erfolglose und sexbesessene Regisseur Tetsuo im Mittelpunkt. Das ironische Werk rechnet mit der Selbstgefälligkeit der Filmwelt ab und ist gleichzeitig eine leidenschaftliche Liebeserklärung an das Filmemachen. Hauptdarsteller und Shooting-Star Kiyohiko Shibukawa wird den Film persönlich in Frankfurt vorstellen. Ernste Töne schlägt Ryosuke Hashiguchi an. Er erzählt in Three Stories of Love drei ungeschminkte, miteinander verwobene Geschichten vom Leben und der Liebe, von Verzweiflung und Versöhnung.

    Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr wird es auch beim 16. Nippon Connection Filmfestival eine Live-Soundtrack-Performance geben. Der international gefeierte Experimentalfilmkünstler Takashi Makino wird zusammen mit dem englischen Posaunisten Hilary Jeffery live neue Klangwelten zu seinen hypnotisierenden Filmen erschaffen.

    Mehr als Kino: Nippon Culture
    Beim Rahmenprogramm Nippon Culture können die Festivalbesucher in Workshops, Vorträgen und Ausstellungen japanische Kultur erleben. Die Themenvielfalt reicht von Origami und Naginata-Kampfkunst bis hin zu Kimono und Shiatsu-Massage. Japanisches Kunsthandwerk lernen die Besucher beim Textilfärbe-Workshop kennen, der sich der traditionellen Shibori-Technik widmet. Ein Kochkurs, Stände mit japanischem Essen und Sake sowie der beliebte kulinarische Rundgang durch Frankfurt sorgen für authentisch japanische Gaumenfreuden. Ein Highlight ist die VHS-Night mit Tom Mes. Der niederländische Filmkritiker wird gemeinsam mit mehreren Filmemachern die kultigsten Lieblings-Videokassetten vorstellen. Das Nippon Kids-Programm bietet außerdem Japan für die Kleinen, mit Kinderschminken, Samurai-Shiatsu-Massage und einer Kamishibai-Theater-Vorführung.

    Das Festival
    Das Japanische Filmfestival Nippon Connection wird in ehrenamtlicher Arbeit vom 70-köpfigen Team des gemeinnützigen Vereins Nippon Connection e.V. organisiert. Es steht unter der Schirmherrschaft von Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, und Takeshi Kamiyama, Generalkonsul von Japan in Frankfurt am Main. Festivalzentren sind das Künstlerhaus Mousonturm und das Theater Willy Praml in der Naxoshalle. Weitere Veranstaltungen finden im Mal Seh’n Kino, im Deutschen Filmmuseum, im Ausstellungsraum Eulengasse und im Theater Die Käs statt.

    Das vollständige Programm gibt es ab Ende April auf der Festival-Website: www.NipponConnection.com

    Der Vorverkauf startet am 29. April 2016.

    Micha
    Ein alter Hase im Geschäft. Seit Akira 1991 in die deutschen Kinos kam, brennender Anime-Fan und noch die gute alte Zeit miterlebt als Carlsen Manga in Farbe und Bunt auf den Markt brachte. Ghost in the Shell Fan der ersten Stunde und bevorzugt mittlerweile Slice of Life Anime