Ankündigung: Vortrag „Mythos Bandō – Selbstzeugnisse deutscher Kriegsgefangener in Japan 1915-20“

    Karte des Kriegsgefangenenlagers Bando, Japan, 1919 / © Johan Jakoby/Bayerische Staatsbibliothek (United States public domain)
    Karte des Kriegsgefangenenlagers Bando, Japan, 1919 / © Johan Jakoby/Bayerische Staatsbibliothek (United States public domain)

    Die Mori-Ōgai-Stiftung in Berlin veranstaltet am 04. Februar 2016 einen Vortrag über „Mythos Bandō – Selbstzeugnisse deutscher Kriegsgefangener in Japan 1915-20“. Vortragender ist der Dolmetscher, Übersetzer und Kulturvermittler Frank Käser.

    Behandelt wird das Thema „Deutsche in japanischen Gefangenenlagern“. Der Redner wird besonders auf das Lager „Bandō“ eingehen, welches lange als Vorzeigelager galt und mit dafür verantwortlich ist, dass diese über die Jahrzehnte hinweg ein gutes Image pflegten. Die Bilder, dass Japaner und Deutsche gemeinsam Lieder von Wagner und Beethoven singen und Deutsche und Japaner trotz aller Kriegswirren gemeinsam tranken und gut miteinander auskommen, stammen aus dieser Zeit. Dass Bandō jedoch eine Ausnahme war, möchte Frank Käser in dieser Vortrag zeigen.

    Karte des Kriegsgefangenenlagers Bando, Japan, 1919. Die Karte entstand als Lithographie in der Steindruckerei des Kriegsgefangenenlagers auf Basis einer Zeichnung von Johan Jakoby von 1918. / © Bayerische Staatsbibliothek (United States public domain)
    Karte des Kriegsgefangenenlagers Bando, Japan, 1919. Die Karte entstand als Lithographie in der Steindruckerei des Kriegsgefangenenlagers auf Basis einer Zeichnung von Johan Jakoby von 1918. / © Bayerische Staatsbibliothek (United States public domain)

    Frank Käser studierte Japanologie und Geschichte in Würzburg, Trier und Berlin. Mehrere Jahre arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität Berlin. Käser promovierte über das Thema „Japan und das Rote Kreuz 1867-1905“. Heute ist er als Dolmetscher, Übersetzer und Kulturvermittler tätig und besucht den Bachelorstudium der Archivwissenschaft an der FH Potsdam.

    Der Vortrag findet um 18 Uhr in den Räumen der Mori-Ōgai-Gedenkstätte statt.

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