Stats

Anzeige
Home Korea News Arbeitslosenunterstützung steigt in Südkorea seit 2015 um 97 Prozent an

Arbeitslosenunterstützung steigt in Südkorea seit 2015 um 97 Prozent an

8 Milliarden Won-Marke könnte noch 2019 überschritten werden.

Die Zahl der „defacto“ Arbeitslosen in Südkorea hat die drei Millionen-Marke überschritten, wie aktuelle Daten der Regierung zeigen.

Die Arbeitslosenzahlen, wie sie im statistischen Zusatzindex für Beschäftigung in Korea III angegeben sind, umfassen sogenannte „unterbeschäftigte Arbeitskräfte“, also alle Menschen, die weniger als 36 Stunden pro Woche arbeiten und um eine Vollzeitstelle kämpfen.

Arbeitslosenzahl liegt in Südkorea bei 3,1 Millionen

Die Standardarbeitslosenquote lag im August bei 3 Prozent, also 858.000. Zusammen mit Zeitarbeiter und Saisonarbeiter, kommt die Zahl in Südkorea auf 3,1 Millionen.

Für Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, muss die südkoreanische Regierung immer mehr Leistungen im Rahmen der Arbeitsversicherung auszahlen. Die wachsenden Ausgaben spiegeln die reale Arbeitslosenquote wider.

Mehr zum Thema: 
Fast 800 Beschwerden über Mobbing am Arbeitsplatz innerhalb von 2 Monaten in Südkorea

Nach Angaben des Korea Employment Information Service belief sich die monatliche Zahlung im August auf insgesamt 724,6 Mrd. Won (ca. 550 Millionen Euro). Der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung 1997.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von 17,9 Prozent und gegenüber 2015 sogar ein Anstieg von 97,7 Prozent.

Innerhalb von vier Jahren stieg die Zahl der Empfänger von 365.500 um 29,2 Prozent auf 472.588 Menschen.

Viele Frauen beziehen Arbeitslosenunterstützung

Nach Alter machen Menschen in den Fünfzigern mit 26,3 Prozent den größten Anteil aus. Gefolgt von Menschen in den Sechzigern mit 22,7 Prozent und in den Vierzigern mit 19,6 Prozent. Menschen in den Dreißigern machen 19 Prozent der Empfänger aus und Menschen in den Zwanzigern 11,4 Prozent.

50,6 aller Leistungsempfänger in Südkorea sind Frauen.

Der jüngste Anstieg der Arbeitslosenleistungen ist auf die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns zurückzuführen. In Südkorea ist der Mindestlohn die letzten zwei Jahre um 29 Prozent gestiegen. Das Arbeitsnormgesetz sieht vor, dass die Arbeitslosenunterstützung 90 Prozent des Mindestlohns nicht unterschreiten darf. Im Oktober wird die Regierung die Grenze auf 80 Prozent senken.

Laut Wirtschaftsprognosen wird die Höhe der gesamten Ausgaben für die Arbeitslosenunterstützung in Südkorea noch 2019 die 8 Milliarden Won überschreiten.

KH

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück