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Ehemaliger japanischer Premierminister gedenkt koranischer Zwangsarbeiter

Zwei Tage hielt sich der Politiker in Südkorea auf

Japan und Südkorea befinden sich aktuell in einem Streit, den ein südkoreanisches Gerichtsurteil auslöste. Im Mittelpunkt stehen dabei die südkoreanischen Zwangsarbeiter, die während der Kolonialherrschaft für japanische Unternehmen arbeiten mussten. Japan sieht die Angelegenheit als geklärt an und will das Thema nicht weiter behandeln. Südkorea will hingegen eine vernünftige Entschädigung für die Opfer. Während die Streitigkeiten in den letzten Monaten immer mehr eskalierten, setzte nun der ehemalige japanische Premierminister ein Zeichen.

Am Samstag gedachte Yukio Hatoyama in Südkorea den Zwangsarbeitern, die zwischen 1910 und 1945 Opfer der japanischen Brutalität waren. Er besuchte dafür das nationale Gedenkmuseum für Zwangsmobilisierung unter japanischer Besatzung in Busan.

Japan soll sich entschuldigen

Bei seinem Besuch sprach Hatoyama mit Reportern über seinen Eindruck. Um die acht Millionen Koreaner mussten für Japan arbeiten und sogar als Soldaten in den Krieg ziehen, wobei einige von ihnen starben, wie Hatayama erklärte. Er hofft, dass mehr Japaner das Museum besuchen und bereit sind, über die Zeit zu lernen.

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Hatoyama reiste bereits am Freitag nach Südkorea, um über die Zwangsarbeiter zu sprechen. Er hielt an der Pusan National University einen Vortrag und sprach sich dafür aus, dass Japan sich weiter entschuldigt und bemüht, bis die Opfer es akzeptieren. Für ihn ist das Problem der Entschädigungen definitiv noch nicht durch das Abkommen von 1965 erledigt.

Hatoyama selbst  war von 2009 bis 2010 Premierminister von Japan. Danach sprach er sich mehrmals für Südkorea aus. 2015 besuchte er das Seodaemun Gefängnis in Seoul, das ein Symbol für die japanische Herrschaft ist. Die Kolonialregierung hielt dort Rebellen und andere Gegner fest und folterte sie. Hatoyama entschuldigte sich vor dem Denkmal bei den Opfern und kniete sogar nieder.

Yonhap

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