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Geschäftsleute in Seoul kritisieren Proteste gegen Japan

Regierung beider Länder sollen eine Lösung suchen

In Seoul nehmen die Proteste gegen Japan zu. Die Situation wird durch die harte Haltung der japanischen Regierung gegenüber Südkorea noch verschärft. Geschäftsleute in Seoul sehen die Proteste allerdings kritisch.

Insbesondere die Premierminister von Japan und Südkorea werden von diesen Geschäftsleuten stark kritisiert, da sie den privatwirtschaftlichen Austausch zwischen den beiden Nachbarn beeinträchtigen.

Hoffnung auf Verbesserung der Beziehungen zwischen Südkorea und Japan

Südkoreaner, die mit japanischen Privatpersonen und Firmen zu tun haben, äußern die Hoffnung, dass Tokyo und Seoul einen Weg suchen, die diplomatischen Beziehungen zu verbessern.

„Ich hasse Abe. Abe sollte über unsere Gefühle nachdenken“, so ein Student, der bei den Protesten dabei war. „Alles rührt von der Tatsache her, dass Japan Korea kolonisiert hat. Als Premierminister sollte sich Abe zuerst bei uns entschuldigen, bevor er uns angreift.“

Der Großvater des Studenten ist auf der koreanischen Halbinsel geboren, wurde aber nach dem Zweiten Weltkrieg gezwungen, getrennt von seinem Vater zu leben.

„Abe ist so herzlos, dass er sich die Schmerzen von Menschen, deren Mutterland geteilt wurde, nicht vorstellen kann. Japan wurde im Zweiten Weltkrieg besiegt, aber es hat sich zu einer großen Wirtschaftsmacht entwickelt“, so der Student.

Südkorea bezeichnet den 15. August als Befreiungstag von der japanischen Kolonialherrschaft zwischen 1910 und 1945. Am Donnerstag versammelten sich viele Menschen in Seoul, um gegen Japans Premierminister zu demonstrieren.

Exportbeschränkungen und Entschädigungszahlungen

Im vergangenen Jahr entschied das oberste Gericht in Südkorea, dass japanische Unternehmen Menschen entschädigen müssen, die während der japanischen Kolonialherrschaft über Korea Opfer von Zwangsarbeit geworden sind.

Die Regierung von Abe besteht allerdings darauf, dass die Entscheidungen gegen ein Abkommen von 1965 gerichtet sind, das die Entschädigungsfrage endgültig und vollständig regelt und die Regierung des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in dafür kritisiert, dass sie einen internationalen Vertrag gebrochen hat.

Im vergangenen Monat führte Japan Exportbeschränkungen gegen Südkorea ein. Japan beruft sich auf Sicherheitsbedenken. Südkorea argumentiert hingegen, dass die Maßnahmen darauf abzielen, Druck gegen die Gerichtsurteile auszuüben.

Eine Frau in den Vierzigern, die ein japanisches Restaurant in Seoul betreibt, sagte: „Einige Menschen sind sich bewusst geworden, hier zu essen. Sie trinken wirklich gerne japanisches Markenbier, sagen aber halb im Scherz, dass sie dies jetzt hinter dem Vorhang tun.“

„Die gegenwärtigen Spannungen zwischen Japan und Südkorea wurden durch Reibereien zwischen den beiden politischen Führern verursacht. Ich selbst habe seit meiner Kindheit japanische Produkte benutzt. Ich bin pro Japan“, so die Frau.

Quelle: Kyodo

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