Connichi 2015 – drei Tage Anime, Manga, Cosplay und mehr in Kassel

    Connichi 2015
    © Connichi

    Vom 18. bis zum 20. September 2015 fand in Kassel die Connichi 2015 statt. Sie zählt zu den großen vier Conventions im Anime, Manga und Cosplay Bereich in Deutschland und Sumikai war für euch vor Ort.

    Neben unserer Zusammenarbeit mit Animando für Interviews, blieb auch Zeit die Convention selbst zu besuchen. Es gab wie in den vergangenen Jahren einiges zu sehen und ein so umfangreiches Programm, das es absolut unmöglich ist wirklich alles mitzunehmen. Lest hier nun einen kleinen Überblick über die Connichi 2015.

    Die Convention
    Im Kongress Palais in Kassel findet die Connichi statt. Sie zählt zu den großen vier Convention in Deutschland und war vor der Gründung/Umbenennung der MCC in Leipzig, mehrfach die größte Veranstaltung in Deutschland. Die Besucher erwartet jedes Jahr ein großes Programm, welches sich aus mehreren einzelnen Bereichen zusammensetzt. Natürlich finden sich Publisher aus den Bereichen Anime und Manga vor Ort und bieten eine Auswahl ihres Sortimentes an. So waren peppermint anime, KSM Anime, Kazé, Anime House, nipponart, FilmConfect für Anime und Tokyopop, EMA, Kazé für Manga vor Ort. Kazé steht nicht aus Versehen zweimal hier, sie sind die einzigen die sowohl Anime als auch Manga lizenzieren. Auch für die Fans von Games gab es Publisher vor Ort mit Nintendo und Square Enix. Zudem gab es mit Crunchyroll auch einen Vertreter des legalen Streamings vor Ort.

    Es gibt aber nicht nur Publisher in Kassel, auch zahlreiche andere Firmen sind jedes Jahr in den Hallen zu finden. Es war zb. Tombow als Hersteller von Zeichenbedarf da oder Yakitori, die mit traditionellen und modernen Kleidungsstücken die Besucher an ihren Stand lockten. Es gab hier noch zahlreiche andere Firmen, sie alle aufzuzählen würde den Rahmen dieses Artikels Hoffnungslos sprengen. Man konnte aber nicht nur Geld ausgeben in Kassel. Es wurden einige Workshops für die Zuschauer angeboten, für die fünf Workshop-Räume über die gesamte Zeit der Convention zur Verfügung standen. Wer lieber nur zuschaut ohne zu lernen durfte sich an den Auftritten der Ehrengäste und Show-Gruppen erfreuen. Es gab an allen Tagen Shows von verschiedenen Gruppen. Am Sonntag folgte dann noch der WCS Entscheid, der für viele der entscheidende Act an diesem Tag ist.

    Ein weiterer jährlicher Punkt sind die Ehrengäste, die aus Japan, Deutschland und anderen Länder angereist sind. Es gab Auftritte, Autogrammstunden und Panels mit den Gästen. Im Bereich der Musik war mit dem Duo angela ein ganz besonderer Gast dabei, da die Band in Japan zu den ganz großen gehört. Das Interview mit ihnen gehört zu den wenigen, wo selbst ich nervös war. Ihr werdet es in Kürze bei uns lesen dürfen. Aber auch die klassischen Musiker Kazuya Sato und Chie Hanawa boten etwas einzigartiges für die Gäste. Obwohl mich auch viele der anderen Ehrengäste beeindruckt haben, ist mir Takeshi Miyagawa als alter Modellbau Fan im Gedächtnis geblieben. Er hat das gesamte Wochenende für alle sichtbar gearbeitet und schaffte es die Figur vor Ort zu beenden. Ein Bild findet man auf der Connichi Facebook-Seite. Aber auch Jouji Nakata tat einiges für seine Fans und lies sich sogar im Alucard Cosplay auf der Convention blicken. Er ist aber nicht der einzige Alucard der Hin und Weg war. Torsten Münchow war so begeistert von den Fans vor Ort und dem Team das dies ermöglicht, dass er sich sogar mehr Zeit als geplant nahm, damit alle Fans ein paar Worte mit ihm wechseln konnten.

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    Connichi 35
    © Sumikai / Wolf-san
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    © Sumikai / Wolf-san
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    Drei Tage Erlebnisse
    Erstmals in vier Jahren, hat die Connichi ein wenig Pech mit dem Wetter gehabt. Am Samstag gab es mehrmals Regen, der die gesamte Convention im Außenbereich ein wenig unter Wasser gesetzt hat. Auch der Sonntag war etwas gesetzter vom Wetter her. Die Besucher schienen dennoch gefühlt mehr zu sein, was nach der Convention mit einem neuen Rekord von 26.000 bestätigt worden ist. In diesem Jahr gab es im Außenbereich zwei Zelte, so das man neben dem Bring & Buy noch ein weiteres Zelt. In diesem fanden sich weitere interessante Stände für die Gäste.

    Über alle Tage war die Stimmung dennoch gut, überall sah man glückliche Gesichter, reges treiben und viele Besucher mit und ohne Cosplay. Wie in den Jahren zuvor waren die Ehrengäste nicht nur auf ihren Termin zu sehen, sondern auch auf dem Gelände selbst unterwegs. Ich kann mich gut daran erinnern, das der Gitarrist KATSU mehrfach an mir vorbeiging und sich selbst die Convention angesehen hat. Torsten Münchow übernahm Ansprachen und ein verlorengegangenes Mädchen konnte nur wenige Minuten nach der Aussage an ihre überglückliche Mutter übergeben werden.

    Für alle Fans von Kunst gab es auch etwas zu bestaunen, Kodama Kozue war erneut auf der Connichi und hat in den drei Tagen ein dreiteiliges Kunstwerk geschaffen. Jedes mal wenn man an ihrem Platz vorbeiging, war sie ein wenig weitergekommen.

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    Im Händlerraum, hinter der Haupthalle mit den Publisher wartete die jährlichen Herausforderungen für das Bankkonto. Hat man es Unterumständen mit Mühe und Not an den Publishern vorbeigeschafft ohne einen Cent auszugeben, kam die nächste Aufgabe mit einem riesigen Angebot auf einen zu. Obwohl der Händlerraum prall gefüllt war mit unterschiedlichen Angeboten, schien es mir dennoch als sei dieses Jahr einiges ein wenig anders als sonst. Ich hatte das Gefühl es gab weniger Figuren, dafür aber mehr Manga und anderen Merchandise. Wer nun denkt das man ohne Eintrittskarte besser weg kam, der irrt sich. Zusätzlich zu den unteren Bereichen gab es erneut den oberen Saal, der wie gewohnt auch ohne Eintrittskarte betreten werden durfte und einige Stände mit unterschiedlichsten Waren bot.

    Fazit
    Ich war alle drei Tage vor Ort und manchmal durch meinen eigenen vollen Terminplan zwischen Himmel und Hölle. Ich wollte so viel mehr sehen, aber die ganzen wundervollen Interviews und die Menschen die ich dadurch kennenlernen durfte, möchte ich auch nicht missen wollen. Es gab sicherlich auch hier und dort Punkte wo ich mir mehr erwünscht hätte, wie zb. vom Matsuri Fest wo ich mehr spezifische Deko erwartet hätte, aber insgesamt hat man einfach zu wenig Zeit für alles wenn man sich für mehr als nur ein oder zwei Dinge interessiert.

    Wo ich mir unsicher bin ist, ob die Connichi noch lange mit dem jetzigen Gelände zurechtkommt. Es gab jetzt schon zwei große Zelte im Innenhof und die Sitzgelegenheiten der Bierbankgarnituren scheinen im jedes Jahr mehr zu werden, aber der Platz nicht. Es soll bitte keiner denken ich mag die Veranstaltung nicht, sie ist eines meiner persönlichen Highlights des ganzen Jahres und daher rührt mein Gedankengang. Das Wachstum wird langsam doch etwas begrenzt und es wäre soviel mehr noch möglich. Auch wenn ich jetzt schon nicht mehr alles schaffe, wünsche ich mir doch noch viel mehr Programm, mehr Ehrengäste und noch großartigere Shows.

    Die Connichi hat wie alle Conventions ihre positiven, aber auch negativen Momenten. Hier und dort gibt es immer mal etwas das einen Enttäuscht oder wo man mehr erwartet hätte, dies ist aber aus meiner Sicht bei wirklich jeder Convention zu finden. Mit der Connichi haben wir eine Großveranstaltung die einiges zu bieten hat und für mich eines der umfassendsten Angebote in unterschiedliche Richtungen hat. Ich persönlich bin ein Fan der Veranstaltung und freue mich schon auf die Connichi 2016.