Anime – Legal, illegal, total egal? – Interview mit Proxer.me

Okay, also wie hatten bisher einen Crunchyroll-Mitarbeiter, eine Fansubberin und nun kommt mal die andere Seite zu Wort, wir haben bei Proxer nachgefragt, ob sie auch einige Fragen beantworten möchten und wie bei allen Beteiligten, sind auch hier die Antworten wirklich sehr interessant.

Sumikai: Stell dich bitte kurz vor, damit unsere Leser wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Enes: Mein Name ist Enes, ich bin der Gründer und Administrator der Seite Proxer.Me. Das ist die größte deutsche Anime-Streaming-Seite und Manga-Scanlation-Plattform. Nebenbei bieten wir aber auch ein soziales Netzwerk mit Forum, Community, News, Podcasts und Ähnlichem. Unser Ziel ist die Förderung der Anime- und Mangakultur im deutschsprachigen Raum.

Sumikai: Was war der ausschlaggebende Grund, Proxer zu gründen?

Enes: Das ist eine lange Geschichte. Anfänglich habe ich Proxer gegründet, als ich selbst noch zur Schule ging und nahezu nichts von Webdesign oder Technik verstand (wobei ich das heute teilweise immer noch nicht tue xD). Ich wollte damals eine Plattform für Programmierer und Informatiker schaffen, um sich über neue Kenntnisse, Codes und Techniken auszutauschen. Daher stammt auch der Name „Proxer“, was ein Slang-Ausdruck für „Programmierer“ ist. Neben Computern und Informatik galt meine zweite Leidenschaft den Anime. Damals war die deutsche Streaming-Community noch sehr schwach ausgeprägt. Die meisten Streams waren defekt und die Hoster unzuverlässig. Warum gab es keine Seite, auf der Nutzer schnell und einfach auf Anime zugreifen und darüber diskutieren konnten? Also nahm ich das in die eigenen Hände, packte meine bereits fertige Seite, die ursprünglich als Plattform für Informatik-Fans gedacht war, und formte sie um in eine ziemlich simple Version einer Streaming-Seite. Das Prinzip war einfach: Jeder Nutzer konnte selbst Anime verlinken und somit zum Angebot beitragen und es vergrößern, während er die Streams sah, die andere hochgeladen hatten. Das Konzept kam an und wir wurden schnell größer. Seitdem haben wir Proxer immer weiter verbessert. Anfangs boten wir alle Anime an, ob nun GerDub, GerSub, EngSub, lizenziert oder nicht. Man kann also durchaus sagen, wir haben so etwas wie eine dunkle Vergangenheit. Doch letztendlich entschieden wir uns freiwillig dazu, noch vor den meisten anderen Konkurrenten, auf alle lizenzierten Werke zu verzichten und nur noch EngSub oder in Deutschland nicht lizenzierte GerSub zu streamen, was uns mehr als die Hälfte unserer Nutzer und Fans kostete. Die Entscheidung entpuppte sich jedoch als richtig, denn einige Monate später wurden die anderen Plattformen auf dem Markt abgemahnt und mussten nachgeben.

Heute ist Proxer die größte Seite zum Thema Manga und Anime im deutschsprachigen Raum. Wir haben eine lebendige Community, ein hundertköpfiges Team, investieren viel in unser soziales Netz und in Plattformen wie Facebook und YouTube und haben inzwischen mehr als eine halbe Million angemeldete Nutzer.

Sumikai: Proxer ist eines der wenigen Portale, denen man durchaus glaubt, dass sie das für die Community machen. Allerdings sind Streams halt Streams und einer der Vorwürfe ist, dass keiner der an der Produktion Beteiligten Geld verdient. Wie steht ihr dazu?

Enes: Das muss man differenzierter betrachten. Ja, jeder Stream, der nicht offiziell ist, ist illegal. Wir sind uns dessen bewusst und wir haben auch nie etwas anderes behauptet. Da gibt es nichts zu beschönigen. Doch Stream ist eben nicht immer gleich Stream. Proxer an sich ist illegal, doch wir tun alles, was in unserer Macht steht, um die Industrie und die Community zu unterstützen. Das fängt bereits damit an, dass wir Werke, die in Deutschland lizenziert wurden, nicht mehr auf Deutsch bei uns anbieten. Sobald eine deutsche Lizenz erscheint, ist der GerSub bei uns weg. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir haben beispielsweise eine Partnerschaft mit Crunchyroll: Wenn ein Anime auf CR existiert, dann ist dieser legale CR-Stream auf Proxer verlinkt und alle anderen, illegalen GerSub-Hoster entfernt. Mit anderen Worten: Wenn jeder Anime aus Japan auch in Deutschland erscheinen würde, dann könnten wir unser illegales Angebot komplett einstellen. Dem ist aber leider nicht so. Fakt ist, dass es seitens der Nutzer und Fans eine Nachfrage nach diesen nicht in Deutschland erschienenen Werken gibt. Egal ob Proxer nun existiert oder nicht, an der Tatsache, dass diese Nachfrage vorhanden ist, ändert sich nichts. Diese Nachfrage wird aber vom legalen Markt nicht gedeckt. Dort wo sie gedeckt wird, da verlinken wir mit Freuden auf die legalen Streams der legalen Anbieter und Publisher, doch dort wo sie einfach noch nicht gedeckt wird, bleibt uns nichts anderes übrig, als der Nachfrage mit illegalem Angebot zu begegnen. Denn wir wollen, dass die Nutzer diese illegalen Streams lieber von uns bekommen, die wir die Industrie mit allen Mitteln unterstützen, bewerben und verlinken, als dass sie sich die Streams von den Plattformen holen, auf die das Klischee einer profitorientierten und rücksichtslosen Streamingplattform tatsächlich zutrifft. Diese Seiten schaden der Industrie nämlich wirklich und schöpfen deren Gewinn ab. Da wir aber nur Werke auf Deutsch anbieten, die sowieso nicht hier verkauft werden, versuchen wir den Publishern entgegenzukommen.

Nur dort, wo keine legalen Alternativen existieren, haben wir illegale Streams, ja, doch es gibt eben eine Nachfrage für Anime, die der legale Markt (noch) nicht deckt … wenn es soweit ist, unterstützen wir ihn da auch, doch bis es soweit ist, sollen die User sie bei uns bekommen, die wir respektvoll mit den Subs umgehen und sie achten, und nicht bei anderen, ominösen Portalen. Sobald ein legaler Stream herauskommt, bieten wir ihn an … und zwar NUR ihn.

Bei den EngSub haben wir jedoch ein etwas größeres Problem. Auch hier muss man beachten, dass es englische Streaming-Seiten gibt wie Sand am Meer. Daran wird sich nichts ändern, egal ob Proxer nun existiert oder nicht. Wenn wir kein EngSub anbieten, holen sich die User den einfach von einer anderen Seite, einer Seite, die im Zweifelsfall nicht so respektvoll mit ihnen umgeht wie wir es tun. Wir sorgen dafür, dass die deutschen Nutzer auf deutschen Portalen bleiben und dass sie ständig mit legalen Alternativen konfrontiert werden. User, die EngSub konsumieren, sind leider oft flüchtig, und solange der legale Markt mit seinem Angebot sowohl bei GerSub als auch bei EngSub nicht nachkommt und es einfach nicht schafft, die Nachfrage zu decken, sind wir gezwungen, diesen illegalen Weg zu beschreiten, um zu verhindern, dass die User auf die wirklich schlimmen Seiten abdriften. Doch wir gehen diesen illegalen Weg mit maximaler Kooperation zur Industrie. Falls ein Publisher wirklich nicht einverstanden ist mit dem, was wir tun, dann muss er uns nämlich nur eine Mail schreiben und wir entfernen alle Hoster eines jeweiligen Anime, sowohl die englischen, als auch die deutschen. Das ist beispielsweise bei den Manga zu One Punch Man oder One Piece so, die wir gar nicht mehr anbieten, weil uns die Lizenzhalter darum baten.

Sumikai:  Einer unser Interviewpartner sagte, dass sich diese Art von Portalen „dumm und dämlich“ verdient, stimmt das?

Enes: Ja, das stimmt. Viele Streamingportale schöpfen den Gewinn ab, der eigentlich an die Studios gehen soll und pumpen die Nutzer mit so viel Werbung voll, dass ihnen schwindlig wird. Proxer ist aber keine solche Seite. Sprich, man darf hier nicht verallgemeinern. Wir können mit Stolz sagen, dass – vom kleinen Moderator bis hin zu mir, dem Seitenleiter – keiner auch nur einen Cent mit Proxer verdient. Wir sind keine Mafia, sondern ebenso wie ihr Fans. Wir sind Schüler, Studenten und junge Menschen, die an Proxer in ihrer Freizeit arbeiten, ohne dafür Geld zu verlangen. Ein registrierter Benutzer hat auf Proxer tatsächlich nahezu keine Werbung, bis auf simple Banner unter den Streams, und unsere App ist sogar gänzlich werbefrei. Um zu funktionieren, sind wir daher auf Spenden angewiesen, die zu 100% in die Aufrechterhaltung der Seite fließen, nicht in unsere Urlaubskasse. Auch so etwas wie eine Premium-Mitgliedschaft gibt es bei uns nicht, alle Funktionen sind frei für alle zugänglich.

Doch ja, die Befürchtung, dass es solche Portale gibt, ist korrekt. Jedoch sind sie recht leicht zu erkennen. Sobald du auf eine Seite gehst und du bereits drei Pop-ups hast, bevor du überhaupt den ersten Stream aufrufst, ist das ein gutes Signal dafür, umzukehren und zu gehen.

Sumikai: Auch viele Fansubber sehen es kritisch, wenn ihre Subs bei Portalen auftauchen, wie seht ihr das?

Enes: In der Vergangenheit hatten auch wir einen schlechten Ruf bei vielen Subgruppen, doch glücklicherweise hat sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt, dass nicht alle Streamingportale gleich sind. Die Sorgen der Gruppen sind verständlich. Es gibt einige Portale – auch große und bekannte – die ihre Lorbeeren stehlen oder gar ihr Wasserzeichen und ihre Credits herausschneiden. Bei Proxer haben wir beispielsweise die Regel eingeführt, dass ein Manga-Kapitel oder ein Anime-Stream, der keine Subgruppen-Credits enthält, nicht freigeschaltet wird. Ebenso verlinken wir den Namen der entsprechenden Gruppe über jeder einzelnen Folge oder jedem Kapitel, etwas, was heute langsam aber sicher glücklicherweise auch bei anderen Portalen zur Selbstverständlichkeit wird. Wir arbeiten mit einigen großen Gruppen zusammen und halten regen Kontakt zu ihnen. Wenn Subgruppen etwas nicht passt, dann ist es für sie recht einfach, einen Verantwortlichen von Proxer zu erreichen und mit ihm einen Kompromiss zu finden. Das absolute No-Go bei Streamingportalen ist meiner Meinung nach, wenn diese auch Downloadlinks zu Subs anbieten. Wir bei Proxer tun das nicht. Wenn man versucht die Folge zu downloaden, wird man bei uns auf die Homepage der jeweiligen Gruppe weitergeleitet.

Eines darf man bei diesem „Konflikt“ zwischen Streaming-Seiten und Subgruppen nämlich nicht vergessen, und das ist, dass es auch eine dritte Partei gibt, auf deren Bedürfnisse geschaut werden muss: die Fans und Konsumenten, die am Ende den Anime ansehen. Unabhängig davon, was die Subgruppe will oder was Proxer will, wollen viele Animefans nun mal lieber Streams haben als Downloadlinks. Es ist für sie bequemer und schneller, außerdem haben sie oft keine Lust, sich die Anime einzeln im Internet zusammenzusuchen. Sie wollen eine zentrale Plattform, die ihnen auch zahlreiche Tools zur Profilierung bietet, beispielsweise die Möglichkeit, Listen anzufertigen oder die Werke zu bewerten und zu kommentieren. Auch das Argument der Qualität ist nicht mehr gegeben, da moderne Streamingplattformen wie wir generell flächendeckend mit HD-Streams ausgestattet sind. Egal ob Proxer nun die Subs der Gruppen nutzt oder nicht, an der Tatsache, dass es von den Fans eine Nachfrage nach Streams gibt und ein Großteil von ihnen lieber streamt als downloadet, ändert das nichts. Wir decken diese Nachfrage, und unterstützen und bewerben dabei die Gruppen so gut wie möglich. Andere Seiten machen das leider nicht. Es mag vielleicht etwas hart klingen, aber einige wenige Subgruppen beharren einfach zu sehr auf der Prämisse „Wir wollen nicht, dass unsere Subs auf fremden Plattformen gestreamt werden“, und vergessen dabei, was eigentlich die Fans und User wollen, die ihre Subs am Ende sehen.

Sumikai: Ihr seid auch schon lange dabei und kennt euch in der Szene aus. Was müsste sich eurer Meinung nach verbessern?

Enes: Ich denke, die deutsche Anime-Industrie – anders als die japanische und englische, die da bereits weiter ist – hängt zu stark an den alten Medien, wie TV. Natürlich werden Veröffentlichungen auf DVD und Blu-ray immer ein wichtiger Markt bleiben und sollten auch weitergeführt werden, doch die Zukunft liegt einfach in den neuen Medien, im Internet. In letzter Zeit sind viele Publisher mit legalen Streams und Simulcasts bereits in die richtige Richtung gegangen, doch ehrlich gesagt wirken manche Angebote schlicht … amateurhaft. Die technische Infrastruktur einiger legaler Anbieter ist nicht ausreichend und nicht mal fähig, auf mobilen Geräten, wie Smartphones und Tablets, zu streamen. Das ist meiner Meinung nach für das Jahr 2016 ziemlich schwach.

Seiten wie Crunchyroll oder AKIBA PASS dagegen machen bereits vieles richtig. Ihr Konzept: attraktives, vielfältiges und großes Angebot. Auf dem deutschen Markt kommt oft nur Mainstream an, Ecchi und Shonen. Die Industrie muss lernen, auch anderen, vielversprechenden Genres eine Chance zu geben. Slice-of-Life-Fans würden verhungern, wären sie gänzlich von den Lizenzierungen der deutschen Industrie abhängig.

Doch nicht nur die Industrie muss sich ändern, sondern auch die Fans. Viele haben die Einstellung, dass sie für Anime und Manga nichts bezahlen wollen. Das ist jedoch nicht realistisch. Ein Anime-Fan sollte bereit sein, für attraktive Angebote, wie man sie bei AKIBA PASS und Crunchyroll momentan findet, auch einen fairen Preis zu zahlen. An dieser Mentalität muss gearbeitet werden, jedoch geht das nicht von heute auf morgen, und das ist auch etwas, was nicht allein Proxer bewerkstelligen kann, sondern was eine Bewegung der ganzen Community erfordert, so idealistisch es auch klingen mag.

Sumikai: Und wie müsste für euch das perfekte kommerzielle Portal aussehen?

Enes: Ich weiß, ich habe sie bereits mehrfach gelobt, doch ich muss es an dieser Stelle wiederholen: Crunchyroll und AKIBA PASS leisten gute Arbeit und sind schon nah an dem, was man als perfekte Streaming-Seiten bezeichnen kann. Wichtig für ein kommerzielles Portal ist – neben einem nachvollziehbaren und fairen Preis – ein breites, attraktives Angebot, das auch einigen unbekannteren Genres Beachtung schenkt und sich nicht auf Mainstream konzentriert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die technische Infrastruktur. Wie gesagt ist es für viele Menschen unverständlich, weshalb man im Jahr 2016 bei manchen Seiten nur auf dem Desktop sein Hobby genießen kann, und nicht auf dem Fernseher oder dem Smartphone. Das ist etwas, was selbst wir kostenlos bei Proxer schaffen, wieso gelingt das also nicht auch Anime on Demand, MyVideo und Daisuki? Den Usern letztendlich die Wahl zwischen Dub und Sub zu lassen ist auch ein wichtiger Punkt. Es gibt viele Sub-Fans, die einen Anime lieber gar nicht sehen, als ihn mit deutscher Synchro angucken zu müssen. Lasst die Fans daher selbst entscheiden, was von beidem sie wollen.

Woran es jedoch allen legalen, kommerziellen Portalen mangelt, ist die Community. Ein gutes Angebot an Anime und Manga ist nicht genug. Die Animecommunity ist von Natur aus eine sehr freundliche und eng gewobene Gemeinschaft, mit Cosplay, Fanart, Otakuismus etc. Diese Community braucht nicht nur Streams und Scans, sondern auch ein Portal, um sich zu informieren, sich auszutauschen und in Kontakt zu treten. Für viele User ist eben nicht nur wichtig, einen Anime zu sehen, sondern auch darüber zu diskutieren, sich eigene Animelisten anzulegen, sich Fanart dazu anzusehen und News dazu zu lesen. Dieses erweiterte Angebot an Social Network-Funktionen ist etwas, was man nicht unterschätzen sollte. Darum kommen die Nutzer ja in so großen Zahlen zu Proxer.Me. Bei uns erhalten sie die Crunchyroll-Streams ebenfalls, doch anders als bei Crunchyroll gibt es bei uns das ganze Drumherum, von Nutzerprofilen über Benachrichtigungen, wenn neue Episoden erscheinen, bis hin zu Fanart, Artikeln, Infos und Diskussionen zu den Werken in optimierter Form. Das perfekte kommerzielle Portal muss diese Verbindung aus Social Network und Streaming-Seite sein.

Sumikai: Zum Schluss: Möchtet ihr unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Enes: Nur einen Dank, dass auch wir uns äußern durften. Oftmals sieht man Streaming-Seiten als die großen bösen Antagonisten der ganzen Community und Industrie (was bei einigen durchaus zutrifft), darum ist es nett, auch uns die Möglichkeit zu geben, unsere Sichtweise zu erläutern.

Außerdem möchten wir die Publisher dazu aufrufen, endlich Boku no Pico zu lizenzieren. Wie lange sollen wir denn noch warten?!

21 Kommentare

  1. Ich verstehe ein Argument nicht so ganz von Proxer. Sie sagen sie lassen die englischen Subs bei lizenzierten Titel damit die Leute nicht auf den bösen Seiten gucken. Aber dadurch dass sie diese Titel anbieten profitieren sie davon doch genauso wie die bösen Seiten und die Industrie sieht eben keinen Cent. Das ist reiner eigennutz um eine möglichst hohe Userzahl zu haben. Ich mache da ehrlich gesagt keinen Unterschied, Werbung hier oder her.

    Ich glaube Enes war auch schon länger nicht mehr auf Anime on Demand, anders kann ich mir nicht erklären dass er fordert dass diese Seiten Mobilfähig werden und man den Leuten überlassen soll welche Sprachfassung man sehen möchte. Akiba Pass welches er in dem Zusammenhang nennt hängt da leider AoD momentan total hinterher, die sind da schon wesentlich weiter und bieten das zu 70% schon an. Im Herbst dann sogar komplett.

    Ich bin wirklich kein Freund von den illegalen Portalen und finde es ehrlich gesagt auch schlimm dass es von der Industrie geduldet wird. Eigentlich müssten die doch ihre eigenen Werke schützen und mit voller Härte dagegen Klagen. Ich persönlich würde es tun wenn jemand meine Werke ohne Erlaubnis kostenlos verbreitet. Eigentlich wäre es auch ein leichtes die Leute dingfest zu machen wenn man einfach so offen auf Cons rumspaziert und sich als Chef eines illegalen Portals ausgibt. Das trifft übrigens nicht nur auf Proxer zu sondern auch auf einige Anime Downloadboards zu und die Produzenten der Serien werden ja oft eingeladen und sind vor ort. Warum man da nichts macht ist mir echt ein Rätsel und gibt leuten wie Enes auch noch recht irgendwo -_-

    • Tut mir leid dein Weltbild zerstören zu müssen, aber nicht jeder hat das Geld sich jede Woche eine 50€ BluRay oder ein Monatliches Abo, für einen Stream mit vergleichsweise kleiner Auswahl und schlechter Qualität sowie Streamingprobleme zu kaufen. Es ist nicht falsch die macher zu unterstützen oder Geld für sein Hobby auszugeben, aber diese Einstellung das alle Leute die Arbeiten genug haben um legal ihren Animekonsum zu decken ist unrealistisch. Vor allem weil man damit Schüler und Studenten außer acht lässt, sollen diese auf Anime verzichten? Ich finde es gut das es als Alternative einen so Community nahen anbieter wie Proxer gibt.

      • Wir reden von 4,99 € bei Crunchyroll im Monat und das auch nur wenn du wirklich jede Folge sofort sehen willst. Ansonsten ist es KOSTENLOS.

        Ansonsten ist das Interview nur eines, ein heuchlerischer Versuch seine Daseins-Berechtigung zu begründen. Würde erwirklich die Industrie so unterstützen wie er schreibt müsste er konsequent alles, auch ENGSubs, vom Portal schmeißen wenn die Serie in DE lizenziert ist. Tut er es nicht, ist es nicht mehr als ein Feigenblatt.

        Und ganz ehrlich ein CR spielt hier doch auch nur mit weil sie wissen das wenn sie gegen vorgehen er die Community komplett gegen sie aufbringen würde. Also gute Miene zum bösen Spiel.

        Wenn er das was er da sagt auch nur einen Moment lang selber glaubt, macht er die Seite dicht und verweist auf AkibaPass, CR und AoD. Alles andere ist heuchlerische Bullshit.

    • Naja, was du (Nana) halt bedenken musst: Du kannst diese Seiten niemals komplett entfernen. Das hat mir Kino.to ja auch überhaupt nicht funktioniert. Es gibt zahlreiche Alternativen zu Proxer, die aber Werbung schalten, und noch viel schlimmer: Lizenzierte Titel anbieten. Versteh mich nicht falsch: Ich bin auch überhaupt kein Fan von den Portalen, auch nicht davon, dass auf Proxer für lizenzierte Titel noch der Eng Sub angeboten wird. Allerdings ist Proxer immernoch das geringste Übel. Gerade die englischen Seiten sind ja sowieso das Schlimmste. Mir ist es grundsätzlich auch lieber, dass die User dann doch auf Proxer schauen, gefallen tut es mir aber auch nicht.

      Was mich aber auch stört, wie du auch schon sagtest: Enes scheint sich da nicht mit allem so genau auseinandergesetzt zu haben. Immerhin arbeitet Crunchyroll ziemlich hart daran eine anständige Community aufzubauen. Zuletzt wurde ja auch das Forum um Diskussionen zu den laufenden Anime erweitert, was das Forum ordentlich wiederbelebt hat. Auch die Social-Media Präsenz ist fantastisch. (Twitter/ Facebook) Das Problem ist wohl eher die Nutzerzahl.

      Bei Akibapass musst du übrigens bedenken, dass die Seite sich offiziell immer noch in der Beta befindet. Bei Crunchyroll fehlt mir persönlich ein HTML5-Player, Anime-on-demand habe ich bisher eher weniger genutzt, weil die Seite zumindest bisher auch ziemlich unübersichtlich gestaltet war/ist. Allerdings kann man schon seit langem zwischen Dub und Sub auswählen. Sowohl bei Akiba, als auch bei AoD. Nur kommen die Dub-Titel (bzw. Epidsoden) bei Akibapass erst nach und nach dazu.

      Hauptproblem ist ja immer noch die Mentalität der sogenannten „Fans“, die ich aber keinesfalls als solche bezeichnen würde. Und dagegen tut Proxer leider wenig. Wirklich sehr wenig. KSM macht das zum Beispiel großartig. In den letzten Wochen wurde ab und zu eine Art Kolumne veröffentlicht, in der sehr interessante Hintergründe zu Lizensierungen und vielem mehr beschrieben wurden. Ich persönlich habe nicht gesehen, wie Proxer das jemals geteilt hat, oder wenigstens einen „News“-Artikel dazu veröffentlicht hat, wobei das doch verdammt wichtig wäre. Das macht mich dann doch etwas stutzig.

      Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. (Mir ist wirklich nicht nach Korrekturlesen) 🙂

    • Zu dem Punkt warum die Industrie dagegen nichts unternimmt würde Ich, als Laie auf dem Gebiet, sagen das die Industrie insofern von solchen Seiten profitiert, dass sehr viel mehr Leute auf Animes und Mangas aufmerksam werden und sie mögen lernen. Das wiederum führt dazu das die legalen Streamingdienste letztlich mehr Zulauf bekommen und die User vielleicht auch dazu übergehen ihren Lieblingsanime zu kaufen um ihn letzlich richtig „in der Hand zu haben“.

      • Das mit der kostenlosen Werbung ist jetzt aber vorbei. Ein legales Angebot hat sich jetzt in Deutschland etabliert, welches auch viel Werbung macht. Natürlich brauchte es damals mehr oder weniger die illegalen Streaming-Portale um den Anime wirklich erreichbar und bekannt zu machen. Das Zeitalter der Fansubber und der illegalen Streaming-Portale ist aber vorbei. Sie werden nun wirklich nicht mehr gebraucht; das wurde so ja auch schon in den anderen Interviews deutlich. Warum Proxer aber doch geduldet wird und weiter „da ist“ wird ja sowohl im Interview erklärt, als auch hier in den Kommentaren noch einmal aufgegriffen. Warum sie nicht wirklich was gegen sie tun? Es ist unmöglich. Zum Glück haben wir mit Proxer ein Portal welches dann doch noch Verstand besitzt.

      • Kostenloses Marketing für die Firmen und Studios.

        Die anfallenden Kosten für PR und Vermarktung sind in diesem Bereich enorm.
        Daher wird dies oft von den eigentlichen Lizenzinhabern geduldet, da somit der Bekanntheitsgrad steigt und die Wahrscheinlichkeit der Lizensierung in anderen Ländern durch Interesse der gewinnorientierten lokalen Publisher geweckt wird.

        Klar, man könnte auch jeden kleinen Urheberrechtsverstoß über den Anwalt laufen lassen und die halbe Welt verklagen (was technisch möglich wäre), aber die juristischen Kosten und die schlechte PR würden den Gewinn am Jahresende nicht gerade erhöhen.

    • Ich muss dir an dieser Stelle die Frage stellen, ob du das Interview zur Gänze gelesen und auch verstanden hast?^^

      Lizenzierte Animes werden bei Proxer nur in Partnerschaft mit etwa Crunchyroll angeboten und sind in der Form dann auch legal, während nicht lizenzierte Animes in unseren Gefilden ohnehin nicht von offizieller Seite angeboten werden und der ursprüngliche Publisher demnach durch das Streaming-Angebot keinen Cent verliert.

      Genausowenig verdient Proxer ganz im Gegensatz zu den als „böse“ betitelten Streamingseiten an ihrem Angebot, sondern finanziert sich fast gänzlich durch freiwillige Spenden der User.^^ Die Einzigen, die letztendlich davon profitieren, sind die User die sich Animes anschauen können, zu denen sie von offizieller Seite aus keinen Zugang hätten.

      Also wo du da Eigennutz siehst, ist mir ein Rätsel. oO

  2. Um einige Punkte zu ergänzen meiner vorredner ,

    Die industrie duldet solche seiten Teilwese durchaus und zieht ebenfalls auch schlüsse aus deren angebotenen und Konsumirtem anime Programm um bei Proxer ein beispiel zu nennen gibt es eine Top 100 Liste mit Animes die jedes Quartal Resetet wird und somit aktuell ist so kann die Industrie auch sehr gut mit verfolgen welche Wekre beispielsweise in Deutschland sich größerer beliebtheit freuen und sich lohnen würden zu Lizensiren und auf den Markt zu bringen und je größer die seite ist desto aussage kräftiger ist das ergebniss.

    Das Themam it den Anime Fans welches Leon angesprochen hat ist ganz klar und einfach sofern man das alter zwischen 16 – 21 erreicht hat sind Animes in der Öffentlichkeit verpöhnt und werden als Kinderserien oder gar noch als die Alten Zeichentrickserien abgestempelt wie sie früher einmal wahren und man muss zwangläufig dauerhaft spot und hon über sich ergehen lassen sofern man alleine unterwegs ist wenn man neuen bekanntschaften sein Hobby vorstellt hört man des öfteren dannach auch nichts mehr von diesen mit der gängigen aussage man währe zu Kindisch ur um ein paar kleinere einblicke zu gewähren.

    zum Thema des aufbaues der Community auf den Legalen Platformen , eine Legale Plattform die seid ca 1 – 2 jahren beispielsweise ein Forum besitzt und eine heranwagsende Community besitzt diem eist aus zahlender Kundschaft besteht daher auch ein kleineres Wachstums potential besitzt kann natürlich nicht mit einer Community und Fan gemeinde schrithalten von einer Kostenlosen Plattform die mittlerweile 7 JAHRE zeit hatte heranzuwagsen , angetrieben von vielen vielen freiwiligen Moderatoren und Usern daher ist die Aussage von Enes bezüglich des Community mangels der Offizielen und Legalen seiten aus seiner sicht her durchaus berechtigt den Proxer gibt als Großte Kostenloser anbieter damit den Standart vorraus den die Legalen anbieter mindestens Überbieten müssen da man bei ihnen für das angebot bezahlt und zumindestens sehe ich das so mindestens so gut sein muss wie eine freie Plattform problem das ganze Kostet eine Menge zeit und vorallem benötigt es bereitwillige User Fans Otakus Kunden oder wie auch immer sie sich nennen möchten oder man sie nennen wird die bereit sind diese Community mit den Betreiben und den Moderatoren aufzubauen.

    Um auf die nächste sache einzugehen die News die Leon angesprochen hat ich möchte dich bitten das du einmal auf proxer vorbei schaust oben Rechts neber dem Globale Suchen Button (der Lupe) befindet sich der Anime- und Manganews Button von Proxer , wo regelmäßig neue beiträge hinzukommen so das es dort schon über 500 seiten voll news (all Time) zu bevorstehnden Lizensirungen von Animes und Mangas großen Events oder Rezessionen zu diversen werken gibt diese News werden auch zu einem Sehr großen Teil von den Usern von Proxer geschrieben und verwaltet es wäre durchaus möglich das die von dir gesuchte news sich irgendwo dabei befindet.

    Zum angesprochenen Thema weiter oben warum die Industrie nicht groß dagegen vorgeht gegen solche plattformen einer meiner vorredner hat bereits gesagt das die Industire davon profitirt durch weitere bekannt machung das stimtm dazu habei hcm ich am anfang meines beitrages ja auch kurz geäußert der wichtigste Punkt ist jedoch die Industrie in Japan Interessirt es KAUM das die Animes und Mangas übersetzt und angeboten werden weil die Japanische industrie es auptsächlich auf ihre hauptzielgruppe und Konsumenten ausgelegt ist nämlich ihren Japanischen mittbürgen daher ist das was in Deutschland mit den Deutschen Subs und Dubs geschiet hauptsächlich für ihre Hisigen Lizensirer Interessant die ganze geschichte ändert sich natürlich wenn man die Werke Englisch Subbt da diese dann welt weit einer viel größeren menschenzahl zur verfügung steht als wenn diese auf deutsch sind und daher auf nur ein paar Länderu nd nicht die ganze welt beschränkt ist.

    Ich wünsche weiterhin noch einen schönen tag .
    Rechtschreibfehler sindm ein bekanntes Markenzeichen ohne sie würde sich ja jeder Text fast gleich lesen und das gehrin weniger beanspruchen zu arbeiten 😛

    MfG Sokker

    • Geduldet wird Proxer wohl eher, weil es einfach das geringere Übel ist. Eine der wenigen illegalen Streaming-Seiten, mit der man sogar vernünftig reden kann und die in Deutschland lizenziertes Material auch halb runter nehmen. Publisher fragen in der Regel eher ihre Kunden was sie haben wollen. Ansonsten reichen die Daten von myanimelist.net, oder ähnlichen legalen Seiten, da es hier eine größere Stichprobe gibt. Immerhin unterscheidet sich der Geschmack im Westen nur wenig. Bestimmt sehen es manche auch als hilfreich an klar, aber brauchen tut man Proxer meiner Meinung nach nicht. Natürlich interessiert auch dort nur die Popularität, nicht die Wertung.

      Was du mir mit deinem zweiten Punkt sagen willst? Keine Ahnung. In der Richtung habe ich überhaupt nichts gesagt. In der Öffentlichkeit sind sie übrigens schon länger nicht mehr verpöhnt, und gerade die Sache mit den Kinderserien kann jeder ganz einfach selbst lösen. Aber wie gesagt, was das mit dem Thema zu tun hat? Keine Ahnung.

      So, ich habe auch überhaupt nicht behauptet, dass der Aufbau einer Community irgendwie einfach sei oder so. Es geht mir einfach darum, dass Enes es so aussehen lässt, als wären sie die einzigen die was in der Richtung hinbekommen haben. Natürlich wird es noch dauern bis sich da ordentlich etwas tut. Fehlen tun bei Crunchyroll eigentlich nur die bereitwilligen User. Da ist Proxer noch ein wenig weiter, wobei das Forum da auch leider recht leer wirkt. Die Community ist bis dato dort aber trotzdem noch größer.

      Ich möchte dich doch darum bitten dir meinen Beitrag genauer durchzulesen. Bereits im zweiten Absatz war da ja schon was total Unbezogenes. Ich habe explizit diese Kolumne angesprochen. Selbstverständlich weiß ich von den News.

      Zu deinem letzten Absatz: Da hat ja auch schon der liebe Jörg was zu gesagt. (Im ersten Interview. Und ja, das lässt sich auch so auf Deutschland anwenden.) Es wirkt schon fast so, als wolltest du diese illegalen Seiten schönreden…

      Und bitte feile doch ein wenig an der Rechtschreibung. Es mir eine Qual deinen Text zu lesen. Ich sagte bei meinem Kommentar zwar, dass ich auf ein Korrekturlesen verzichtet habe, aber trotzdem achte ich beim Schreiben darauf, dass andere meinen Kommentar auch noch lesen können.

  3. Oh man immer diese von wegen ich hasse diese illegalen Seiten sag mir eine Internet Seite wo du nichts Illegales besser gesagt wo dein pc leppi usw. nichts illegal tut
    kurz und schmerz los gibt es nicht
    Das Internet ist eine grau/schwarz zone weiß gibt es nicht

      • Es kommt nicht immer auf den Inhalt der Seite an
        man wird immer über andre Seiten weitergeleitet das dauert wohl nur ein paar Millisekunden und man bekommt es nicht immer mit aber es passiert
        des weiteren gibt es die schönen Bild und Medien usw. die werden auch gespeichert nicht so wie wir das kenn als jpg oder mp4 aber sie werden gespeichert und da kommt der knack Punkt es mag bei der Seite nicht zu treffen aber bei den meisten z,B Facebook die median die man da sieht sind fremdes Eigentum auf wenn sie auf öffentlich gepostet wurden das Speichern und weiter geben dieser median ist verboten und das Internet ist ein sehr großes Netzwerk das heißt wieder Datenaustausch

        das heißt alles was man im Internet sieht aus es jetzt legal oder illegal ist auf man es wollte oder nicht es wird immer wieder weiter geleitet
        das ist jetzt natürlich kleinlich ausgeleckt und man bekommt wegen sowas kein ärger aber trotzdem es gibt kein Weiße Weste fürs Internet und es wird es auch nie geben und um erlich zu sein ist es gut so den wen alles verboten wäre was hätte das Internet für ein Sinn meiner Meinung nach

        und zu proxer ich bin da angemeldet und ich bin froh das es diese Seite gibt und ich war auch da wo sie die lizenzierten raus nahm und war auch sauer drüber aber proper verfolgt ein ziel und bleibt sich treu das ist das wichtigste

        • Aber da der Cache flüchtig ist, zählt das nicht. Was FB angeht: Na ja solange es auf einer Seite (nicht Profil) öffentlich gepostet wird, darf man es teilen.

          • Ja klar du darfst es teilen solange du die Erlaubnis hast vom Urheber und ich bezweifle das man jedes mal nach fragt Urheberrechtsverletzung fb weißt drauf hin beim Hochladen von Bildern genau genommen dürfte man nicht mal kinder fotos hochladen solange das kind nicht einverstanden ist und bei dem gesetz dürfen die eltern nicht einfach ja sagen
            Kurze frage wie findet die Polizei heraus auf welchen Seiten man war wen man alles gelöscht hat(die können sogar sehen wie lange man auf der Seite war)
            ganz einfach nichts wird endgültig gelöscht zu mindestens kann es keine Laie
            das Problem liegt nicht nur in der Chronik(Cookies) oder Cache Ordner der pc speicher mehr male und zwar an verschiedenen orten alles was man tut speicher der pc um besser zu verstehen wie das Verhalten des Benutzers ist es positiv und Negativ zu gleich wenn man was zu verheimlichen hat

  4. haha ja löschen kann man alles wenn man will
    ein isp log ist ne gute idee aber wer kommt dadrauf
    es gibt einfach zuviele menschen die einfach nur wollen das es funktioniert aber kein verständis aufbringen wie es überhaupt funtioniert so und jetzt gehe ich ins bett danke für die unterhalten

  5. Als Ü 30 muss ich mir des öfteren leider anhören, warum ich denn solche “ Kinderserien“ sehe. In der breiten öffentlichen Präsenz sind Animes als RTL2 Kinderprogramm im Gedächtnis geblieben, was natürlich recht kurzsichtig ist. Meine Tochter bekam zum 5ten Geburtstag eine „Gundamm 00“ DVD, weil die liebe Tante dachte es sei „so was wie Transformers“. Ich würde mir wünschen, dass JEDER Proxer kennen würde und sich dort erstmal über eine Serie oder einen Film informiert, bevor man auf die Idee kommt wahllos Animes an Kinder zu verschenken, nur weil es Zeichentrick ist. Schließlich kann man dort überall mal reinschauen. Ich selber habe ein Crunchyroll-Abo, aber gerade in Sachen community kann mit Proxer einfach keiner mithalten (persönliche Meinung). Viele Animes haben nach einiger Zeit den Weg in unser DVD/Blue-Ray Regal gefunden und andere wurden nach 3 Folgen abgebrochen. Und seeeeehr viele werden sehnsüchtig als lizensiert erwartet. Wenn ich allein daran denke wie lange man auf „Attack on titan“ hatte warten müssen (kopfschüttel), aber nun gut, nächsten Monat kann ich die Blue-Ray endlich genießen 😀
    Ohne Proxer hätten wir vieles nicht gekauft, weil wir es auch nicht einsehen 40 oder 50€, auf gut Glück zu bezahlen.

  6. „Außerdem möchten wir die Publisher dazu aufrufen, endlich Boku no Pico zu lizenzieren. Wie lange sollen wir denn noch warten?!“ Die deutschen Publisher stehen hier vor einem Hindernis, mit dem sich eine illegale Streaming-Plattform natürlich nicht heraumschlagen muss, über das Enes jedoch Bescheid wissen sollte, wenn er sich und seine Seite, wie er sagt, als Teil der Community sieht. Denn die Community als Ganzes kommt natürlich um die Institutionen FSK und BPjM nicht herum und kann sich der entsprechenden Gesetzgebung nicht entziehen. Auch wenn deren Entscheidungen im Einzelfall schwer nachzuvollziehen und nicht nur für uns Fans, sondern auch für die Publisher durchaus ärgerlich sind. Denn zu dem Zeitpunkt, wenn ein Film der FSK vorliegt (Prüfung ist kostenpflichtig) hat der Publisher ja bereits eine Menge Geld für Lizenz, Übersetzung, Synchro und Untertitel investiert. Man muss jetzt kein Fachmann für deutsches Medienrecht sein, um sich ausrechnen zu können, dass eine Filmreihe, in der Minderjährige bzw. Kinder (laut Google sind die Charaktere von Boku no Pico zwischen 8 und 13) in mehr oder weniger expliziten Sex-Szenen zu sehen sind, so gut wie keine Chance hat, eine FSK-Freigabe zu erhalten, auch keine ab 18 Jahren. Kinder und Sex sowie Sex und Gewalt sind zwei Kombinationen, auf die FSK und BPjS extrem allergisch reagieren. Natürlich könnte der Film auch ohne Freigabe veröffentlicht werden – er dürfte dann aber weder beworben noch offen verkauft werden und die Chancen, den Titel im Handel zu platzieren – ob das nun Amazon ist, Media Markt oder der Comichändler um die Ecke – sind minimal; damit auch die Chancen, die investierten Gelder wieder reinzubekommen. Für den Erotikfachhandel wiederum ist der Titel uninteressant (andere Kundengruppe). Dazu besteht bei einer Veröffentlichung ohne FSK-Kennzeichung weiterhin das Risiko einer Indizierung, auch wenn diie keinen großen Unterschied zu den bestehenden Verkaufsbeschränkungen darstellt; oder heftigeren Folgen. Im Fall von Boku no Pico muss man mit einer Beschlagnahme und einer Anzeige wegen Verbreitung von Kinderpornographie rechnen. (Es wurden schon Comicpublisher wegen der Werke von Ralf König wegen angeblicher Verbreitung von Pornographie angezeigt!). Selbst wenn die Verfahren eingestellt werden, den Ärger hat man erst mal an der Backe. Die Alternative wäre eine geschnittene Version, die evtl noch inhaltlich so bearbeitet ist, dass jegliche Verbindung von Minderjährigen mit Sex rausgenommen wird. Jetzt kann sich zum einen jeder, der Boku no Pico kennt, selbst ausrechnen, was dann von dem Anime noch übrig bleibt. Zum anderen macht eine geschnittene/zensierte Version, die zwar von der FSK freigegeben und vom Handel angeboten wird, die aber irgendwann kistenweise zum Publisher zurückkommt, weil die Fans natürlich keine geschnittenen und zensierten Versionen kaufen, auch keinen glücklich. Kurzum: Die Chancen, dass sich ein deutscher Publisher den – von vorneherein zu erwartenden – Ärger mit diesem Titel antut, sind echt minimal. Und das könnte sich eigentlich auch Enes denken und sich solche „Aufrufe“ sparen.

  7. Der Rechtfertigung des Betreibers ist, dass die Nachfrage in Deutschland nicht mit dem legalen Markt gedeckt wird. Da frage ich mich, ab auch an z. B. den japanischen Markt gedacht wurde. Wenn die Seite von Japan aus abrufbar ist, kann sich ja auch jeder Japaner die Animes anschauen und dabei einfach die Untertitel ignorieren. In Japan will der Produzent des Animes aber eigentlich DVDs verkaufen bzw. dass der Nutzer einen kostenpflichtigen Dienst in Japan verwendet. Wird sichergestellt, dass die Streams aus Japan nicht aufrufbar sind?

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