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Bluish, Band 1 – Manga-Test

Mit Bluish debütierte Abi Umeda im deutschsprachigen Raum, Egmont Manga publizierte im Mai 2014 den ersten von insgesamt zwei Bänden. Das Werk startete 2011 in Akita Shotens Princess Gold-Magazin. In Volume 1 erzählt Umeda-sensei die ersten vier Storys der drei attraktiven Waisenkinder, welche mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet sind, für die sie bisher keinen Nutzen hatten. Doch dies ändert sich selbstverständlich. Inwiefern, das solltet ihr selbst in Erfahrung bringen.

China, Aki und Rin sind Waisenkinder, die einst adoptiert wurden, allerdings nach dem Tod ihrer Eltern, einsam in einem großen Haus leben. Die drei besitzen übernatürliche Kräfte. So kann sich die süße China in eine Gestalt umwandeln, die sie selbst und Personen, welche ihr gegenüberstehen, kennen. Der schwächliche Aki verfügt über telepathische Fähigkeiten, die seinen Körper jedoch stark beeinträchtigen. Rin wiederum ist das Energiebündel unter ihnen. Er besitzt psychokinetische Kräfte, die jedoch unkontrolliert auftreten. Eines haben alle drei Kinder gemeinsam: Ihre besonderen Fähigkeiten sind ihnen bisher von keinen Nutzen gewesen und das, obwohl ihre Mama sie vor ihrem Tod stets vom Gegenteil überzeugen wollte. Des Weiteren haben Aki, Rin und China ihren Platz im Leben noch nicht so recht gefunden, lunger meist gelangweilt herum.

Schon bald machen die drei Kinder ihre erste positive Erfahrung mit ihrer Einzigartigkeit. Wie sie letztendlich damit umgehen, lest selbst …

Abi Umeda stellt in ihrer Geschichte Bluish das Gefühlsleben und die Weiterentwicklung dreier Waisenkinder dar, die sich nutzlos fühlen, woran nicht zuletzt ihre jeweilige übernatürliche Begabung schuld ist, welche sie förmlich vom normalen Leben ausgrenzt, da diese stets für Unannehmlichkeiten sorgt. Episodisch erzählt die Mangaka, wie Aki, Rin und China in kleinen Schritten damit umzugehen lernen. Dabei klären sie pro Kapitel ein alltägliches Problem ihrer Mitmenschen auf – sei es ein Mädchen, das verzweifelt nach ihrem Vater sucht, oder eine Lehrerin, aus deren Portemonnaie Geld gestohlen wurde.

Der Fokus liegt dabei nicht nur auf die drei Waisenkinder, Umeda-sensei durchleuchtet ebenso die Hintergründe der Nebencharaktere. Dem Leser erwarten hier nicht nur dramatische Aspekte, kleine Späße zwischen den Hauptcharakteren gehören ebenso dazu. Des Weiteren drängt sich einem die Frage auf: Weshalb verfügen Aki, Rin und China besondere Kräfte? Die Antwort folgt sicherlich im nächsten Volume, welches ebenso das abschließende ist.

Abi Umedas Zeichenstil entspricht dem Shojo-Genre, euch erwarten also süße Charakterdesigns, welche man durchaus mit jenen von  Aoi Makino vergleichen kann. Die Hintergründe sind größtenteils wenig detailliert – stellenweise sogar leer gelassen. Dennoch nahm sich die Mangaka beispielsweise für die Darstellung von Häusern doch die Zeit, ihnen den nötig Feinschliff einzuhauchen. Insgesamt betrachtet verleihen die Zeichnungen der Geschichte ein i-Tüpfelchen.

Abi Umeda ist es gelungen, trotz dreier Kinder mit unnatürlichen Fähigkeiten, irgendwo auf einer realistischen Ebene in ihrer Story zu bleiben. Im Grunde dreht sich alles um eine Frage, die sich wahrscheinlich jeder beim Erwachsenwerden stellt: Welchen Nutzen habe ich im Leben? Genau darauf versuchen Rin, China und Aki eine Antwort zu finden. Sie müssen lernen, mit ihrer Übernatürlichkeit umzugehen und sich mit dieser zu arrangieren. Da Bluish nur aus zwei Bänden besteht, kommt es hier bereits in Volume 1 zu Prozessen. Und trotz der episodenhaften Erzählung ist das Werk mit jeder Menge Dramatik gebündelt, welche durch die Randgeschichten der Nebencharaktere entstehen. Im Großen und Ganzen dürften sich Leser, die Shojo-Titel mögen, mit Bluish keinen Fehlgriff leisten!

Wir bedanken uns bei Egmont Manga für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Bluish.

Bluish © 2011 Abi Umeda, Akita Bublishing Co. Ltd.
© 2014 Egmont Verlagsgesellschaften mbH

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