Amagi Brilliant Park, Episode 1 – Anime-Preview

Am 6. Oktober feierte in Japan die Anime-Adaption zu Shoji Gatohs und Yuka Nakajimas Light Novel Amagi Brilliant Park sein Debüt. Gatoh-sensei dürfte hierzulande vielen als Full Metal Panic!-Autor bekannt sein. Wo Amagi Brilliant Park im März bereits eine Manga-Version aus der Feder von Kimitake Yoshioka inspirierte, flimmerte das Werk nun animiert über die Bildschirme. AnimeY warf einen Blick auf die Startepisode und schildert erste Eindrücke.

Seiya Kanie ist ein sehr von sich überzeugter Highschool-Schüler, der eines Tages von einem mysteriösen Mädchen namens Isuzu Sento – das, wie sich später herausstellt, seltsame Schusswaffen bei sich trägt – zu einem Date eingeladen wird. Dieses endet auf ihrem Wunsch, oder besser gesagt, für Seiya »gezwungenermaßen«, in einem unattraktiven Vergnügungspark. Nicht nur die dortigen Attraktionen sind heruntergekommen, auch wirkt das Personal unmotiviert. Unterm Strich amüsiert sich Seiya im »Amagi Brilliant Park«, der in Kurzform »Ama-Buri« genannt wird, so rein gar nicht.

Dem ist sich Isuzu aber bewusst und so stellt sie ihm Ratifa vor. Die momentane Verwalterin des Parks bittet Seiya, ab sofort Manager des Amagi Brilliant Parks zu sein, damit die Bewohner von »Maple Land« weiterhin ein Zuhause hätten. Der Junge würde gerade mal drei Monate Zeit haben, um den Vergnügungspark wieder zum Laufen zu bringen und eine Schließung zu verhindern. Dann küsst Ratifa Seiya auch noch unerwartet. Am Tag darauf stellt der Junge erschrocken fest, dass das Mädchen ihm besondere Kräfte verliehen hat …

Amagi Brilliant Park startet zunächst wie eine Slapstick-Geschichte im Alltag. Dem Protagonisten wird nach und nach der heruntergekommene Vergnügungspark vorgestellt, in dem sich der Junge in schräge Situationen verwickelt, und den es letztendlich gilt, wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Aber bereits in der zweiten Hälfte der ersten Episode nimmt die Story dramatische und fantasievolle Züge an. So wird sich in den nächsten Folgen zeigen, was es mit »Maple Land« auf sich hat, deren Mitglieder scheinbar eine Form von Magie besitzen. Des Weiteren werfen die kleinen Andeutungen auf Seiyas Vergangenheit Fragen auf. Auch dürft ihr euch auf Fanservice gefasst machen – zumindest werden hier männliche Zuschauer kurvenreich bedient. Kyoto Animation hauchte dem Anime ein wenig Leben ein. Nicht nur die Protagonisten treten in Aktion, auch unbedeutende Figuren im Hintergrund. Im Großen und Ganzen bewegt sich die Animation aber auf einem durchschnittlichen Niveau. Die musikalische Untermalung – sprich, Theme-Songs sowie Soundtrack – gestaltet sich ebenso im gewöhnlichen, weniger herausragenden Bereich. Mit Kouki Uchiyama alias Seiya, Ai Kakuma als Isuzu und Yukiyo Fujii in der Rolle von Ratifa wurde des Weiteren eine passende Sprecherauswahl getroffen. Amagi Brilliant Park entpuppt sich in der Startepisode nicht als hitverdächtig, weiß aber zu unterhalten. Wer Erzählungen mit einem Mix aus Slapstick, Drama und Fantasy mag, dem dürfte die Serie durchaus gefallen.