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Angehende Synchronsprecherin äußert sich öffentlich zu Zweifeln an Stereotypen bei weiblichen Figuren

Auf ihrem Twitter-Profil äußert sich die angehende Synchronsprecherin Mireko Endo zu ihrem zukünftigen Job als Darstellerin in Anime und Games. Bevor ihre Karriere richtig losgeht, fand die junge Darstellerin Aspekte in der schillernden Welt des Show-Business, die ihr Sorge bereiten. Auf Twitter teilt sie ihre Zweifel mit vielen anderen.

Besonders beunruhigt Endo die Meinung über weibliche Figuren, die ein YouTuber namens Pop Culture Detective untersuchte und der unter dem Strich zu den Ergebnissen kommt, dass sich diese Rollen auf drei Aspekte konzentrieren.

  • Eine weibliche Figur ist launisch, naiv, aber immer sexuell ansprechend.
  • Sie wirkt unschuldig und unerfahren in Bezug auf weltliche Dinge. Besonders was Sex, Romantik und soziale Interaktion angeht, erweist sie sich als unfähig.
  • Der weibliche Charakter erweist sich als dumm, wenn es um ihr eigenes Sex-Appeal geht.

Der YouTuber kommt zu dem Schluss, dass die meisten bekannten weiblichen Figuren nur dazu da sind, dem männliche Zuschauer zu gefallen. Vor allem Männern, die in der realen Welt keine Freundin finden oder keine Frau, der sie sich gleichgestellt fühlen. Obwohl sich Pop Culture Detective eher auf westliche Filme aus den 1940er-Jahren bezieht, sieht er ähnliche Rollenverteilungen auch in traditionellen Anime. In der Regel verliebt sich die hübsche Frau meist doch irgendwann in den Durchschnittstypen.

Diese Vorstellung behagt der zukünftigen Synchronsprecherin nicht, denn sie befürchtet, dass von ihr ebenfalls verlangt wird, eine sexy aber dümmliche Figur darzustellen. Noch ist sich die junge Frau nicht sicher, ob sie das überhaupt möchte. Sie befürchtet dadurch, ihre jetzige Persönlichkeit zu verlieren.

super sonico
Super Sonico / © Nitroplus

Charakter oder Sexappeal, womit kommt ein Mädchen im Anime weiter?

Obwohl die junge Synchronsprecherin bisher noch keine allzu große Fangemeinde auf Twitter hat, hofft sie auf ihren Erfolg, auch wenn ihr Sexismus-Tweet bisher nicht die Resonanz erhielt, die sie sich erhoffte. Sie möchte weiterhin sie selbst bleiben und zu ihrer Meinung stehen. Endo fragt ihre Fans, ob sie einem Idol folgen möchten, das sich dumm benimmt.

Während einige Follower der Sprecherin widersprachen, äußern einige die Hoffnung, dass sie es schafft, gegen den Strom zu schwimmen. Viele sexistisch gestaltete Figuren tauchen in Anime auf, weil die Serien sich an junge Zuschauer Mitte 20 richten. In letzter Zeit verschwinden die bekannten Stereotypen langsam und machen Figuren Platz, die nicht der gängigen Norm entsprechen.

Mit der Veränderung der Anime hin zu emotionaler Reife und dem Anspruch, Wissen weiterzugeben, ändern sich auch die Zuschauer. Die Verantwortlichen für den Cast suchen vermehrt Synchronsprecherinnen, die einfach ein nettes, normales Mädchen darstellen. Durch diese differenzierte Nachfrage steigen Endos Chancen auf eine Karriere als Sprecherin, gerade weil sie auf stereotypische Rollen verzichtet, das denken zumindest andere Twitter-Nutzer.

Quelle: Otakumo

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