Am 30. September erschien bei Anime House das fünfte Volume von Gate: Jieitai Kanochi nite, Kaku Tatakaeri. In den ersten drei Episoden der zweiten Staffel arbeiten die JSDF am Frieden zwischen den Welten.

Die Geschichte von Gate spielt im 21. Jahrhundert. In Tokyos Stadtteil Ginza erschien ein mysteriöses Tor, das in eine andere Welt führt. Durch das Tor kommen Monster und Ritter des mittelalterlichen Europas und andere Fantasiewesen, die die Einwohner von Tokyo angreifen. Das Ereignis wird als “Ginza” bekannt.

Die Regierung schickt eine kleine Truppe von Soldaten der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte durch das Tor in die alternative Welt. Unter der Leitung des Soldaten Youji Itami findet die Truppe Dörfer vor, die von einem Drachen angegriffen werden. Eine Elfin, die eine Überlebende des Amoklaufes des Drachen ist, schließt sich der Gruppe auf ihrer Reise durch die neue Welt an. Im späteren Verlauf treffen sie auf weitere Gefährten wie die unsterbliche Halbgöttin Rory Mercury oder Prinzessin Piña Co Lada.

Gate
© 2016: A-1 Pictures | 柳内たくみ・アルファポリス/ゲート製作委員会

Kann man so etwas tatsächlich Frieden nennen?

Nach einer kurzen Sommerpause geht es auch schon weiter mit Itami und seinem Team in der zweiten Staffel von Gate. Die Geschichte setzt unmittelbar dort an, wo die erste Staffel endete. So sind Itami, Sugawara und Co. gerade dabei, die Senatsmitglieder des Imperiums mit der Hilfe von Prinzessin Piña vom Frieden zu überzeugen. Allerdings sticht dabei ein wenig die Botschaft heraus, dass sie auch indirekt auf die Unterlegenheit des Imperiums hindeuten wollen. Hier macht sich ein weiteres Mal bemerkbar, dass sich Gate trotz der Fantasy-Elemente dennoch sehr nah an realen militärischen Strategien orientiert, was kein Wunder ist, da Autor Takumi Yanai einst selbst Mitglied der JSDF war.

An Comedy und gelegentlichen Ecchi-Elementen mangelt es in der Fortsetzung ebenfalls nicht. Die Handlung wird dadurch aber nicht gefährdet und kann nach wie vor problemlos unterhalten und den Zuschauer trotz der schlicht gehaltenen Story fesseln. Im Laufe der drei Episoden trifft man jedoch immer häufiger auf ernste Momente, die starken Einfluss auf die Dramatik haben und auf die, trotz der lustigen Momente, angespannte Atmosphäre hinweisen. Dazu tragen unter anderem die Brüder der Prinzessin und eine weitere Person, deren wahre Absichten allerdings noch nicht ganz deutlich sind, bei.

Gate
© 2016: A-1 Pictures | 柳内たくみ・アルファポリス/ゲート製作委員会

Im Vergleich zur ersten Staffel verhält sich der Großteil der bereits bekannten Charaktere wie immer, wobei Rory, Lelei und einige andere vorerst eher in den Hintergrund rücken. Itami wahrt weiterhin sein Gleichgewicht zwischen dem geselligen Spaßvogel und dem pflichtbewussten, fähigen Anführer. Im Nachhinein ist es allerdings Tuka, die stark in den Vordergrund gestellt wird, da ihr die Suche nach ihrem bereits verstorbenen Vater schwer zusetzt. Yao darf natürlich auch nicht fehlen, denn sie versucht Itami davon zu überzeugen, ihr Volk vor dem Drachen zu retten. Bei ihrer Vorgehensweise lernen wir etwas mehr über sie und wie weit sie für ihre Ziele tatsächlich gehen würde. Hinzu kommen dann noch die Brüder der Prinzessin, ihr Vater und besagte mysteriöse Person. Um nicht zu viel vorwegzunehmen, gehen wir nicht weiter auf diese ein, doch die erste Szene mit Zorsal sagt schon mehr als genug über ihn.

Man fährt am besten mit dem, was man hat

Warum etwas verändern, wenn es gut läuft, oder? Dies kann man zumindest von der Animation und dem Sound von Gate behaupten. Studio A-1 Pictures hält das optische Niveau weiterhin stabil aufrecht und überzeugt mit authentischen Animationen, sowie einem farbenfrohen und angenehmen Stil sowohl bei den Charakteren, als auch bei den Hintergründen.

Das zweite Opening “GATE II ~Sekai o Koete~” wurde erneut von Kishida Kyōdan & The Akeboshi Rockets performt und klingt nicht nur stark nach dem ersten, sondern reißt den Zuschauer auch genauso mit. Das Ending “Itsudatte Communication” hingegen stammt erneut von Hisako Kanemoto, Risa Taneda und Nao Tōyama, den Originalsprecherinnen von Tuka, Rory und Lelei. Der Song verströmt wie bei der ersten Staffel eine fröhliche und sorglose Atmosphäre, was durch das dazugehörige Video nochmal unterstrichen wird. Der Soundtrack wird weiterhin passend eingesetzt und untermalt die Handlung dementsprechend.

Gate
© 2016: A-1 Pictures | 柳内たくみ・アルファポリス/ゲート製作委員会

Was die Synchronisation angeht, hat sich im Grunde nichts großartig verändert. Im Gesamtdurchschnitt liegt eine tolle deutsche Vertonung vor, über die man eigentlich nicht meckern kann. Bei einigen Figuren wie Kurokawa oder Mizari fehlt es zwar noch an Gefühl und Überzeugungskraft, doch die Stimmen an sich sind gut gewählt. Vor allem bei den wichtigeren Rollen wie Itami, Yao, Rory, Prinzessin Piña oder Tuka wird prima Arbeit geleistet. Allerdings klingen die Stimmen in einigen Szenen etwas leise, so als würde sich der Sprecher bzw. die Sprecherin kurzzeitig vom Mikrofon wegbewegen.

Extras: Dem fünften Volume von Gate liegen zwei Postkarten und ein kleines Booklet mit Charakter-Infos bei. Die Disk enthält Trailer und ein Karaoke-Musikvideo zum neuen Opening. Außerdem stehen ein Video für hinter die Kulissen und ein Interview mit Nadine Ehrenreich, der Sprecherin von Tuka, zur Verfügung.

Fazit: Alles, was Gate in der ersten Staffel richtig gemacht hat, wird in der zweiten fortgeführt. Der Anime schafft es mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Ernst eine Fantasywelt mit militärischen Elementen zu kombinieren. Die Vielzahl an sympathischen und individuellen Charakteren tragen einen nicht gerade kleinen Teil dazu bei, den Zuschauer zu fesseln.

Info

Gate Volume 5 Cover
Gate Volume 5 Cover Bild: Anime House

Gate (Staffel 2)
Original Name: ゲート 自衛隊 彼の地にて、斯く戦えり
Transkription: Gate: Jieitai Kanochi nite, Kaku Tatakaeri
Studio: A-1 Pictures
Deutscher Publisher: Anime House
Regisseur: Takahiko Kyōgoku
Drehbuch: Tatsuhiko Urahata
Musik: Yoshiaki Fujisawa
Erschienen am: 9. Januar 2016 (Japan), 30. September 2017 (Deutschland)
Synchronisation: LAB SIX sound & media solutions
Dialogregie: Timo R. Schouren
Länge: 12 Episoden (Vol. 5: Folge 1-3)
Freigegeben ab: FSK 16
Genre: Comedy, Action, Fantasy, Magic, Military
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutschen Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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Am 30. September erschien bei Anime House das fünfte Volume von Gate: Jieitai Kanochi nite, Kaku Tatakaeri. In den ersten drei Episoden der zweiten Staffel arbeiten die JSDF am Frieden zwischen den Welten. Die Geschichte von Gate spielt im 21. Jahrhundert. In Tokyos Stadtteil Ginza erschien ein mysteriöses Tor, das in eine andere Welt führt. Durch das Tor kommen Monster und Ritter des mittelalterlichen Europas und andere Fantasiewesen, die die Einwohner von Tokyo angreifen. Das Ereignis wird als "Ginza" bekannt. Die Regierung schickt eine kleine Truppe von Soldaten der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte durch das Tor in die alternative Welt. Unter der…
Alles was Gate in der ersten Staffel richtig gemacht hat, wird in der zweiten fortgeführt. Der Anime schafft es mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Ernst eine Fantasywelt mit militärischen Elementen zu kombinieren. Die Vielzahl an sympathischen und individuellen Charakteren tragen einen nicht gerade kleinen Teil dazu bei, den Zuschauer zu fesseln.

Gate - Volume 5

Story - 83%
Idee - 83%
Animation - 81%
Charaktere - 87%
Sound - 79%
Synchronisation - 88%

84%

Alles was Gate in der ersten Staffel richtig gemacht hat, wird in der zweiten fortgeführt. Der Anime schafft es mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Ernst eine Fantasywelt mit militärischen Elementen zu kombinieren. Die Vielzahl an sympathischen und individuellen Charakteren tragen einen nicht gerade kleinen Teil dazu bei, den Zuschauer zu fesseln.

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