Gesehen: Aldnoah.Zero Season 1 (Blu-ray)

Kazè hat mit Aldnoah.Zero im Jahre 2015 gewaltige Mech-Power mit nach Deutschland gebracht. Und dies auch nicht zu knapp, denn hier ist wirklich geladene Action garantiert.

Schon von klein auf waren wir Fans von riesigen, kämpfenden Robotern. Bei mir als “Power Rangers-Fan” war es zumindest so. Und mit Aldnoah.Zero kommt dieses Glücksgefühl womöglich wieder zurück. Ist dies aber wirklich der Fall oder haben wir es nur mit einem Blender zu tun? Wir haben uns die erste Season angesehen und werden dieser Frage auf den Zahn fühlen?

Worum geht es?

Durch eine Weltraummission hat man ein Hypergate auf der Rückseite des Mondes entdeckt. Dadurch war man in der Lage, den Planeten Mars zu besiedeln. Die Kolonisten, dessen Leitung bei dem Doktor Rayregalia Vers Rayvers lag, haben zeitgleich antike Ruinen entdeckt mit einer Aldnoah genannten weit überlegenen Technologie. Als man dann das Potenzial dieser Technologien entdeckt hatte, brach ein Konflikt zwischen den Siedlern und der Erde aus, dessen Resultat im Jahre 1985 war, dass der Mars zu dem Kaiserreich Vers (Jap.: Vāsu Teikoku) wurde und sich für unabhängig erklärte. Danach beschlossen die Bewohner der Erde den kalten Krieg zu beenden und sich zusammenzuschließen, da sie das Kaiserreich als potenzielle Gefahr ansahen. Als dann später der Krieg zwischen der Erde und Vers ausbrach, entstand ein riesiger Schaden auf der Erde. Denn das Hypergate geriet außer Kontrolle und als Folge davon wurde der halbe Mond vernichtet. Dabei flogen dann riesige Mondbrocken auf die Erde, was den Schaden verursachte. Dabei starb aber auch der Kaiser von Vers. Dieser Vorfall ist als der Himmelssturz bekannt. Nun herrscht zwar wieder Frieden, doch der nächste Krieg steht womöglich an. Rayregalia wird wieder zum Kaiser ernannt. Und abgeschnitten vom Mars sind 37. Marsritter, also Personen, die vom Kaiser die Macht des Aldnoah erhielten und zu den Adligen im Kaiserreich zählen, im Erdorbit verblieben. Mit der Macht des Aldnoah ist es möglich auf antike Marstechnologie basierende Mechs zu kontrollieren, die den Erdwaffen um Längen überlegen sind. Diese Mechs nennt man Kataphrakt. Außerdem sind sie auch im Besitz von „Landeburgen“ (Jap.: yōrikujō), sogenannten gewaltigen Kampfstationen und unterhalten ihre eigenen unabhängigen Armeen. Und damit die Erde eine Chance auf den Sieg sieht, entwickeln sie während des Wiederaufbaus ihre eigenen aber dennoch primitiven Mechs, welche mit einer Militärausbildung an den Schulen verknüpft ist.

Die Story

Nun, die Geschichte hat so seine Knackpunkte. Ab und an fühlt es sich so an, als ob die Folge sich unnötig in die Länge schleift, doch bei manchen Momenten, da will man einfach nicht mehr aufhören hinzuschauen. Dabei weiß man zwar nicht, ob dies beabsichtigt ist, doch dem Spaß schadet es auf jeden Fall nicht. Die Kämpfe sind außerdem authentisch und reißen einen mit. Die Dialoge sind zwar meist unnötig und ab und an auch nervig, doch man kann ja nicht ständig Kämpfe sehen und außerdem heben diese Dialoge meist die Spannung weiter an.

Nichtsdestotrotz hat man bei der Stroy seinen Spaß und einen hohen Adrenalinpegel, so viel ist sicher.

Die Idee

Na ja, so ganz ordinär ist die Idee ja dann wohl doch nicht. Leute, die in riesigen Mechs gegeneinander kämpfen gab es schon lange vor Aldnoah.Zero wie zum Beispiel bei Buddy Complex oder Neon Genesis Evangelion, daher wird diese Idee schon so langsam 08/15.

Zwar hat man nicht das Gefühl, man schaut sich immer das Gleiche an, doch der Gedanke ist nach wie vor da, was einen oftmals zurückschrecken lässt. Allerdings wurde diese Idee trotzdem in Aldnoah.Zero gut umgesetzt.

Die Charaktere

Unser erster Charakter lautet Inaho Kaizuka. Er ist einer der Hauptcharaktere und ein wahres Genie. Er hat leider nicht viele Freunde, doch er ist bereit, für seine paar Freunde, die er hat, alles zu tun. Zwar ist er immer ein ganz ruhiger Geselle, doch wenn es ums Planen von Strategien und entwerfen von Plänen für die Schlachten geht, dann wird er zum wahren Meister der Planung. Er durchdenkt immer jedes einzelne Detail und der Erfolg ist auch wahrlich auf seiner Seite, denn bislang liegt die Erfolgsquote seiner Strategien bei 100%!

Der nächste Charakter ist Slaine Troyard. Er stammt ursprünglich von der Erde, doch lebt nun auf dem Mars, nachdem er als kleines Kind in einer Rakete dorthin geschickt wurde, da es sonst seinen Tod bedeutet hätte. Er wurde dann von Prinzessin Asseylum aufgenommen und die Beziehung zwischen den beiden ist sehr stark. Doch Slaine wirkt sich meiner Meinung nach zu sehr hingezogen zu der Prinzessin, sodass er gewillt wäre, alles für sie zu tun, egal was es auch sein mag und dies wirkt für mich schon ziemlich furchteinflößend. Darüber hinaus wird er wohl nur von der Prinzessin gemocht, denn für die anderen agiert er eher als Prügelknabe. Zwar lässt er sich davon nicht unterkriegen, doch entwickelt sich als Resultat vom ganzen Mobbing eine Persönlichkeit, welche ihn skrupellos dazu verleitet, alles zu tun, damit er seine Ziele erreicht, auch wenn es heißt, dass er jemanden umbringen muss.

Als letzte Protagonisten gäbe es da noch Prinzessin Asseylum, dessen optimistisches und sonniges Gemüt einen selber wirklich happy macht. Sie ist die Prinzessin vom Mars und musste angesichts eines Anschlags, welche auf sie verübt wurde, flüchten. Sie versteckte sich auf der Erde, bis zu dem Zeitpunkt, wo sie von Inaho und seinen Freunden entdeckt wurde. Außerdem macht sie sich stets Sorgen um ihren Freund Slaine und auch um die Menschen, die sie umgaben. Nebenbei ist sie äußerst fasziniert von der Erde und ist am meisten von Vögeln begeistert.

Die Animation

Die Animation ist schön flüssig und daher wirklich toll gelungen. Der Zeichenstil kratzt nicht am Auge und ist schön mit anzusehen. Außerdem gefiel mir am allermeisten die Animierung aus den verschiedenen Perspektiven. Dies ist schließlich keine so einfache Sache und dafür respektiere ich die Arbeit des Animationsstudios. Außerdem wirkt das Design der Stadt, der Mechs, eigentlich von allem sehr ästhetisch.

Der Sound

Das Opening ist und die beiden Endings sind nicht übel. Sie lassen aber jetzt einen nicht wirklich zum Mitsingen oder Tanzen verleiten, doch man kann sie sich anhören. Doch meinen Geschmack trafen das Opening und das erste Ending „A/Z“ nicht wirklich. Doch das zweite Ending „aLIEz“ fand ich sehr gut und sehr rockig!

Zu dem Sound im Anime selber ist zu sagen, dass auch da an den richtigen Stellen mit gut komponierten Titeln für Spannung gesorgt wurde und man kann wirklich sagen, es war passend zu den Szenen!

Die Synchronisation

Rundum gesagt, Klasse! Kazé hat hier wirklich Wert darauf gelegt, eine gute Synchronisation zu erschaffen. Ein Lob daher an alle Synchronsprecher aber am meisten an Maximilian Artajo, welcher dem Protagonisten Inaho seine Stimme verlieh. Inahos Stimme fand ich einfach am besten und passendsten zum Charakter.

Der Cast:

  • Maximilian Artajo als Inaho Kaizuka
  • Sebastian Fitzner als Slaine Troyard
  • Josephine Schmidt als Prinzessin Asseylum Vers Allusia
  • Jodie Blank als Nina Klein
  • Jennifer Weiß als Inko Amifumi
  • Dirk Petrick als Okisuke Mikuni
  • Ricardo Richter als Kisaki Matsuribi
  • Henning Nöhren als Yūtarō Tsumugi
  • Arne Stephan als Sōma Yagarai
  • Damineh Hojat als Yuki Kaizuka
  • Sven Gerhardt als Kōichirō Marito
  • Ann Vielhaben als Darzana Magbaredge
  • Tina Haseney als Kaoru Mizusaki
  • Lydia Morgenstern als Rayet Areash
  • Gerald Paradies als Rayregalia Vers Rayvers
  • Peter Lontzek als Cruhteo
  • André Beyer als Saazbaum
  • Rainer Fritzsche als Trillram
  • Steven Merting als Vlad
  • Dana Friedrich als Femieanne
  • Charlotte Uhlig als Eddelrittuo
  • Cornelia Waibel als Orlane
Fazit

Als Fazit muss ich sagen, der Anime hat mich trotz des 08/15 Hintergedankens positiv überrascht und ich bin am Ende doch froh, dass ich ihn mir angeschaut habe. Ich bekam eine gute Synchronisation, eine tolle Animation und eine nette Story abgeliefert. Auch die Charaktere waren passend für den Anime und hatten alle eine andere Eigenschaft, die dafür gesorgt hatte, dass man sie schnell ins Herz schließt. Und musikalisch wurde ich auch hier beeindruckt. Drum fällt meine Bewertung recht ordentlich aus für den Aldnoah.Zero.

Info

Aldnoah.Zero

Aldnoah.Zero
Original Name: アルドノア・ゼロ
Studio: A-1 Pictures und Troyca
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Ei Aoki
Drehbuch: Katsuhiko Takayama und Gen Urobuchi (die ersten drei Folgen)
Musik: Hiroyuki Sawano
Erschienen am: 06.07.2014 (Japan) 29.05.2015 (Deutschland)
Synchronisation: TV+Synchron GmbH
Dialogregie: René Dawn-Claude
Länge: 4 Volumes á 4 Folgen
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Action, Mecha, Sci-Fi
Sprachen: Japanisch mit deutschen Untertiteln / Deutsch
Medium: Disk

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