Gesehen: Dragon Ball Z Kai Box 1 und 2 (Blu-ray)

Sie sind dank Kazé zwar schon eine Weile auf dem Markt, aber dennoch haben wir hier für euch unseren Eindruck zu den ersten beiden Boxen von Dragon Ball Z Kai mit einer komplett neuen Synchronisation und neuen Sprechern!

Viele waren oder sind noch immer sehr skeptisch, was die neue Vertonung angeht – ist dies berechtigt oder einfach nur übertrieben? Das haben wir mal genauer unter die Lupe genommen…

Worum geht es?

5 Jahre ist es her, dass Son Goku das Kampfsport-Turnier gewann und Piccolo in die Knie zwang. Seitdem herrscht Frieden auf der Erde und unser Held hat mittlerweile sogar einen kleinen Sohn namens Son Gohan. Als die beiden Son Gokus alten Freunden einen Besuch abstatten, erscheint plötzlich ein mysteriöser Krieger aus dem All, der genau wie Son Gohan und auch Son Goku (als Kind) einen Affenschwanz besitzt. Der Mann namens Radditz behauptet, ein sogenannter Saiyajin und Son Gokus älterer Bruder zu sein und dass er gekommen ist, um nach seinem kleinen Bruder zu schauen, dessen Aufgabe es eigentlich war, die Erde zu unterwerfen. Um seinen Bruder wieder auf seine Seite zu ziehen, entführt Radditz Son Gohan und erpresst Son Goku. Durch einen kleinen Schlagabtausch, bei dem Son Goku total unterliegt, stellt sich heraus, dass er niemals alleine eine Chance gegen Radditz hat, doch dann taucht plötzlich Piccolo auf und bietet ihm eine Zusammenarbeit an…

Bei Dragon Ball Z Kai handelt es sich um ein aufgebessertes und deutlich gekürztes Remake der namensgebenden Serie Dragon Ball Z. Die Serie folgt stärker der Manga Vorlage von Akira Toriyama und lässt alle Filler Folgen der Urserie aus. Allgemein sind die Hauptstory Verläufe beider Serien jedoch identisch.

Die Story

Mit Dragon Ball Z Kai werden bei vielen Nostalgikern alte Erinnerungen wach und dank der gekürzten Version fällt einem ein Rewatch deutlich leichter, als die alte Serie komplett zu schauen – es sei denn, man möchte die Filler ebenfalls sehen. Die Serie umfasst zwar noch immer sehr viele Episoden, ist aber dennoch um einiges kompakter als vorher und daher auch viel verständlicher für Neueinsteiger, die es früher vielleicht nicht geschaut haben oder es einfach nicht konnten.

Die Geschichten von Son Goku und seinen Freunden sind voller Action, Gewalt, Martial Arts, Explosionen, einer Vielzahl an Bösewichten und einer sehr Shounen typischen Aufmachung. Eine besonders tiefgründige Botschaft oder eine detailreich durchdachte Handlung kann man jetzt nicht wirklich erwarten. Der Fokus liegt tatsächlich eher auf den Kämpfen und dem Schutz der Erde und des Universums vor tyrannischen und gnadenlosen Aliens, Cyborgs und Dämonen. Der Fokus an vermittelten Werten liegt hier stark auf Stolz, Ehre, Mut, Freundschaft und dass man niemals aufgeben darf, egal was passiert und eben das ist es wohl, was die Serie für viele (mich eingeschlossen) so toll macht.

In diesen beiden Boxen, die die ersten 35 Episoden umfassen, begleiten wir die Z-Kämpfer durch ihren Kampf gegen die Saiyajins und die erbitterte Schlacht auf dem Planeten Namek. Die letzte Folge der zweiten Box spielt kurz vor dem Showdown mit dem Tyrannen Freezer, weshalb einer der heftigsten Kämpfe erst mit der nächsten Box zu sehen sein wird.

Dass die Serie keine Filler enthält wurde ja bereits gesagt und im Prinzip ist das für die meisten auch sehr vorteilhaft. Allerdings hat das Ganze auch eine negative Seite, nämlich dass dadurch viele Comedy Elemente verloren gehen und der Humor der Serie somit etwas runtergeschraubt wird. Wen das allerdings nicht stört, macht mit Dragon Ball Z Kai mit Sicherheit keinen Fehler.

Die Idee

Wie bereits erwähnt, ist die Serie nicht bis ins Detail durchdacht und wer genau hinschaut, dem werden mit Sicherheit einige Plotholes oder Unschlüssigkeiten auffallen. Aber was die Serie ausmacht ist eben die Action und davon ist mehr als genug gegeben. Ein weiterer positiver Aspekt hingegen ist jedoch, dass man bei dieser Serie alles von magischen Wesen über Cyborgs bis hin zu den Aliens geboten bekommt. Dass die Charaktere alle ihren eigenen Kampfstil und Superattacken haben, ist ebenfalls ein Pluspunkt und sicher ist für jeden ein Favorit dabei – egal ob nun Gut oder Böse.

Die Charaktere

Genau wie die Story sind auch die Charaktere – jedenfalls der größte Teil von ihnen – nicht sehr tiefgehend. Um die Nebencharaktere um Son Goku herum jedoch besser verstehen zu können, sollte man aber auf jeden Fall erst einmal Dragon Ball (also die Vorgeschichte) gesehen haben, um ihre Verhältnisse zueinander, ihre Vergangenheit und ihre Gründe zu kämpfen überhaupt zu verstehen und nachzuvollziehen. Auf die Charaktere speziell gehe ich nun nicht individuell ein, da die meisten jetzt nicht besonders viel hergeben. Auf zwei Hauptcharaktere möchte ich aber schon noch kurz eingehen, nämlich die ewigen Rivalen Son Goku und Vegeta.

Son Goku ist der stets gut gelaunte, immer optimistische aber intellektuell etwas beschränkte Freund, der zwei Dinge besonders liebt: den Kampf und Essen ohne Ende. Selbst wenn es sich bei seinem Gegner um einen gefährlichen Tyrannen handelt, brennt er förmlich auf den Kampf und kann diesen kaum erwarten. Wenn es jedoch ernst wird oder es um das Leben seiner Freunde und Mitmenschen geht, setzt er alles daran, um ihre Sicherheit und ihr Überleben zu gewähren.

Das mit der ständigen Kampfeslust trifft aber auch auf Vegeta zu. Nicht selten kommt es vor, dass er seinem Gegner sogar eine Transformation gewährt, damit ihm dieser “würdig” ist und er den Kampf besser genießen kann – was dann aber häufig nach hinten losgeht. Diese Kampfeslust der beiden wird übrigens mit ihren Saiyajin-Genen begründet, da dieses Volk eben ein stolzes Kriegervolk ist. Bei Vegeta ist es leider oft sein Hochmut und sein Stolz, die ihm ständig schaden, aber genau wegen diesen Attributen lieben die Fans ihn auch so.

Die Animation

Im Prinzip ist die Animation nach wie vor dieselbe wie beim Vorgänger – nur eben etwas aufgebessert. Natürlich ist auch die Auflösung und somit der Zeichenstil schärfer. Was viele frühere DBZ Fans freuen wird ist, dass sich ansonsten nicht viel verändert hat, denn die alte Animation gehört für die meisten einfach dazu. Im Opening beispielsweise sieht alles ganz anders aus und die Charaktere ähneln optisch denen aus der neuen Serie Dragon Ball Super, die aktuell in Japan läuft und viele scheinen den dortigen Stil überhaupt nicht zu mögen und greifen lieber zum klassischen Style – was auch in meinem Fall zutrifft (nur dass mich das neue nicht so stark stört wie andere). Kurz gesagt, die Animation ist nicht auf dem neusten Stand, aber eben genau auf Dragon Ball Niveau – und das ist gut so. Dies bezieht sich natürlich auf beide Boxen.

Der Sound

Der neue Opening Song und auch das Ending sind zwar ganz gut und haben auch diesen Dragon Ball Touch, können aber mit denen der alten Serie nicht mithalten – jedenfalls in meinen Augen. Die Soundtracks im Hintergrund kennt man noch von früher, nur dass sie eben den heutigen Standards angepasst sind und viel klarer klingen, was besonders die Kämpfe oder die Rückblicke auf die vorherigen Episoden sehr gut untermalt. Auch die Soundeffekte – von denen es in dieser Serie durch die vielen Schläge und Explosionen wohl mehr als genug gibt – sind wie gewohnt voller Energie und lassen es richtig krachen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Synchronisation

Kommen wir mal nun zum wohl interessantesten Punkt… Viele sind ja skeptisch was die neuen Sprecher angeht und auch enttäuscht, da sie sich eher den alten Cast mit Tommy Morgenstern und Co. gewünscht hatten. Auch ich bin ein großer Fan der alten Truppe. Jedoch muss ich wirklich sagen, dass mich die neue Synchro wirklich positiv überrascht hat. Die Sprecher machen einen super Job und auch die Dialoge sind super über- und umgesetzt. Selbstverständlich wird es den meisten schwerfallen, sich an die neuen Stimmen zu gewöhnen und einige werden es vielleicht auch überhaupt nicht können. Ich brauchte aber nicht besonders lange und bin sogar froh über den neuen Cast. Denn wieso sollte eine “neue” Serie auch keine neuen Sprecher bekommen? Den Nostalgikern und älteren Zuschauern wird die neue Synchronisation zum Teil wohl nicht ganz zusprechen, da einige Stimmen auch in meinen Augen sehr unpassend sind. Aber im Großen und Ganzen ist die Synchro wirklich mehr als nur stabil und ich denke, dass das jüngere Publikum, welches vielleicht keinen Kontakt mit Dragon Ball Z (also der alten Serie) hatte, es deutlich leichter haben wird, sich an die Synchro zu gewöhnen, da sie die alte ja quasi nicht kennen. So dramatisch ist das Ganze nun aberrr auch nicht, da ja einige Charaktere wie Muten Roshi oder Yamchu noch immer ihre alten Sprecher haben. Die neuen leisten aber wie gesagt auch eine super Leistung und besonders Amadeus Strobl, Florian Hoffmann und Felix Spieß haben mir als Son Goku, Vegeta und Piccolo besonders gut gefallen.

RolleSprecher
Son Goku / KakarottAmadeus Strobl
VegetaFlorian Hoffmann
Son GohanOlivia Büschken
PiccoloFelix Spießer
KrillinDaniel Gärtner
BulmaCarmen Katt
FreezerThomas Schmuckert
GinyuErich Räuker
NappaGerald Paradies
Muten RoshiKarl Schulz
TenshinhanSven Gerhardt
YamchuKarlo Hackenberger
Meister KaioRüdiger Evers
RadditzNick Forsberg
DendeChristian Zeiger
ErzählerRoland Hemmo
OberältesterJürgen Kluckert
ChichiJennifer Weiß
Chao ZuJulia Blankenburg
ShenlongMathias Kunze
Extras

(wird nicht bewertet)
Beide Boxen enthalten jeweils 3 Postkarten und je einen Episodenguide. Außerdem ist jede Box (mit je 2 Blu-rays) in einem schicken Einzelschuber verpackt. Es gibt zwar keinen Sammelschuber, aber im Regal sehen sie sicher dennoch toll aus.

Fazit

Mit Dragon Ball Z Kai wird bei vielen Stück Kindheit bzw. Jugend wieder aus dem Schlaf geweckt. Mit einer aufgebesserten Grafik und einer tollen neuen Synchro spendieren uns Toei Animation und KAZÉ eine tolle Serie mit reichlich Action und sympathischen Charakteren verschiedenster Art. Wer an der alten Synchronisation hängt, wird es anfangs schwer haben, aber die Serie mit hoher Wahrscheinlichkeit am Ende dennoch genießen können. Dem jüngeren Publikum wird es hingegen sicher leichter fallen, anstatt die alte Serie mit knapp 300 Episoden zu schauen. Einen Blick ist die Serie für Shounen Fans garantiert wert.

Info

Dragon Ball Z Kai © KAZÉ

Dragon Ball Z Kai
Original Name: ドラゴンボール改
Transkription: Doragon Bōru Kai
Studio: Toei Animation
Deutscher Publisher: KAZÉ
Regisseur: Yasuhiro Nowatari (Staffel 1), Naohiro terazaki (Staffel 2)
Drehbuch: Aya Matsui, Hiroshi Toda, Katsuyuki Sumisawa, Keiji Terui, Sumio Uetake, Takao Koyama, Toshiki Inoue
Musik: Kenji Yamamoto, Shunsuke Kikuchi, Norihito Sumitomo
Erschienen am: 5. April 2009 (Japan), 9. Oktober 2015 (Deutschland – DVD/Blu-ray), 16. November 2015 (Deutschland – TV)
Synchronisation: TV+Synchron
Dialogregie: Sabine Winterfeldt
Länge: 98 (Staffel 1) + 69 (Staffel 2) Episoden á 23 Minuten
Freigegeben ab: 12 Jahre
Genre: Shounen, Action, Superpower, Comedy, Sci-Fi
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Medium: Blu-ray / DVD

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1 KOMMENTAR

  1. Warum muss man bei den deutschen Sprechern immer raushören, dass abgelesen wird? Ist das nach so viel Erfahrung wirklich immer noch so unmöglich?

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