Gesehen: Knights of Sidonia

Gestern haben wir drüber berichtet, dass Sidonia no Kishi (Knights of Sidonia) eine zweite Staffel bekommt. Was liegt da näher diesen, wirklich sehr guten, Sci-Fi Anime zu rezensieren?

Worum geht es?
Vor 1000 Jahren haben die Gauna, eine Alienrasse, unser Sonnensystem zerstört. Einige Menschen konnten mithilfe von Raumschiffen wie der “Sidonia” der Katastrophe entkommen.

Tanikaze Nagate ist ein junger Mann, der mit seinem Großvater zusammenlebt und täglich an einem Simulator für pilotengesteuerte Kampfroboter namens Guardians (衛人, Morito) trainiert. Als das Essen ausgeht und Tanikaze sich aus dem gemeinsamen Versteck begibt, um Reis zu stehlen, wird er gefangen genommen und erfährt, dass er sich auf dem riesigen Raumschiff Sidonia befindet, das vor über tausend Jahren von der Erde aufgebrochen ist, um den Gauna (奇居子), außerirdischen Angreifern, zu entkommen. Tanikaze entschließt sich Pilot eines Guardian zu werden und Sidonia gegen die Gefahr, die die Gauna darstellen, zu verteidigen.

Die Story:
Zugegeben, es hört sich erst einmal so an, als wäre es eine 0815 Story, aber weit gefehlt. Denn neben der Story über den Kampf um das Überleben, eröffnet die Story viele weitere Themen, die in der ersten Staffel allerdings nicht richtig aufgeklärt werden. So hat man viel Freiraum für Vermutungen. Allgemein wird die Story sehr gut erzählt, auch wenn die Sprünge oft ein wenig deplatziert wirken und man oft damit zu tun hat, wieder in die Story einzusteigen.

Die Animation:
Beeindruckend, es gibt keine „schön gezeichnete heile Welt“. Die Welt hat Ecken und Kanten, ist alles andere als schön und heile erst recht nicht. Das wurde beeindruckend in Szene gesetzt. Die Kämpfe sind ebenfalls sehr gut animiert, man kann ihnen gut folgen und sie erscheinen einen nicht zu hektisch.

Der Sound:
Passt zu jeder Situation. Die Geräuschkulisse ist sehr gut gewählt und unterstreicht die Story.

Die Synchronisation:
Auch hier hat man anscheinend sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Synchronstimmen zur Stimmung, die transportiert werden soll, passen. Das ist bei jeden Charakter auch sehr gut gelungen.

Fazit:
Tja, wenn die Sprünge in der Story nicht wären, hätte man hier einen Anime, der die volle Punktzahl verdient. Leider gibt es einfach zu viele Sprünge und daher gibt es hier Abzüge. Sound und Animation sind allerdings sehr gut und definitiv in der oberen Hälfte der Skala anzusiedeln, die Synchronstimmen passen perfekt. Somit bleibt unter dem Strich ein Anime, der zu den besseren Anime zählt. Interessante Story, die viel Platz zum Interpretieren lässt, Animation, Soundkulisse und Synchronstimmen sind Top.

Info:
Knights of Sidonia (Shidonia no Kishi)
Original Name:  シドニアの騎士
Englischer Name: Knights of Sidonia
Studio: Polygon Pictures
Ausgestrahlt von: MBS
Regisseur: Kobun Shizuno
Drehbruch: –
Musik: Noriyuki Asakura
Ausstrahlungsdatum: 11 April 2014
Länge: 12 Episoden a 25 Minuten
Freigegeben ab (in Japan): 16 Jahre
Genre: Action, Sci-Fi

Weitere Info:

Die Serie basiert auf den Manga von Tsutomu Nihei und erscheint in Japan seit 25.April 2009 im Kodashas Manga Magazin Afteroon. Die Kapitel wurden bisher in 12 Tankobon (Sammelbände) zusammengefasst.

In Deutschland erscheint der Manga bei Egmont Manga, bisher sind 9 Bände erhältlich.

Der Soundtrack der Serie stammt von Noriyuki Asakura.
Der Opener heißt Sidonia von der Band angela
Der Endingtheme heißt Show von der Sängerin Eri Kitamura