Gesehen: Magic Kaito Volume 1 (Blu-ray)

Ende Januar veröffentlichte KAZÉ das erste Volume zu Magic Kaito: Kid the Phantom Thief im schicken Sammelschuber und wir lassen uns die Zaubertricks des Meisterdiebes natürlich nicht entgehen! Hier haben wir für euch unseren Eindruck zu Volume 1 des 12-teiligen TV-Specials.

Worum geht es?

Vor acht Jahren verschwand der geniale Räuber Kaito Kid von der Bildfläche, doch jetzt ist er wieder da: Er begeht einen aufsehenerregenden Diamantenraub und schafft es, mit seiner Beute zu entkommen. Kurz darauf entdeckt Oberschüler und Hobby-Magier Kaito Kuroba ein geheimes Zimmer seines Vaters, der ein berühmter Bühnenmagier war und ebenfalls vor acht Jahren verstarb. Dort findet Kaito heraus, dass sein Vater eine geheime Zweitidentität hatte – als Meisterdieb Kaito Kid. Aber wer ist dann der neue Räuber? Kaito beschließt, sich selbst in das Kaito-Kid-Kostüm zu werfen und den Vorkommnissen auf den Grund zu gehen. Denn zusätzlich hegt er die Hoffnung, die geheimnisvollen Umstände, unter denen sein Vater starb, endlich aufklären zu können.

Die Story

Laut Beschreibungen und dem, was man im ersten Volume beobachten konnte, werden die Diebstähle Kaito Kids episodisch erzählt. So lernt man in Episode 1 die Hauptcharaktere kennen und der neue Kaito Kid wird geboren. In den darauffolgenden 2 Episoden werden dann die ersten Diebstähle des Meisterdiebes in die Tat umgesetzt. Der einzige Faden, der die Episoden so gesehen zusammenhält, ist Kaito, der den Tod seines Vaters aufklären will und dem ständig Kommissar Nakamori im Nackensitzt. Außerdem dient als Nebenhandlung das Verhältnis zu seiner Kindheitsfreundin Aoko (die Tochter des Kommissars), welche strikt nach dem Motto “Was sich neckt, das liebt sich” abläuft. Das Ganze wird dann noch mit viel Magie und angenehmen Comedy Elementen geschmückt und in 12 Episoden als TV-Special an den Mann gebracht. Auch wenn es nun keine besonders tiefgehende Handlung ist, schafft die Serie es (bisher jedenfalls) den Zuschauer gut zu unterhalten und für ein wenig zum Schmunzeln zu bringen.

Die Idee

Dass man dem Gegenspieler von Detektiv Conan einen eigenen Spin-off gegeben hat, war mit Sicherheit kein Fehler. Man darf diese TV-Special Reihe aus dem Jahre 2010 jedoch nicht mit der 24-teiligen Anime-Serie von 2014 verwechseln. Jedem, der früher vielleicht Jeanne, die Kamikaze-Diebin geschaut hat, dürfte aber sofort auffallen, dass die Handlung gewisse Parallelen hat. Kaito gerät in ein Doppelleben als Schüler und gesuchter Verbrecher und der Vater seiner Kindheitsfreundin versucht ihn ständig einzufangen – da sind schon Ähnlichkeiten zu sehen oder? Im Gegensatz zu Jeanne bekämpft Kaito allerdings keine Dämonen, aber es wäre ja auch blöd, wenn es 1 zu 1 dasselbe wäre. Dennoch wird die Geschichte gut erzählt und mir hat es bisher gefallen und das, obwohl ich eigentlich kein wirklich großer Freund des Conan Universums bin.

Die Charaktere

Ich beginne zunächst einmal mit den Nebencharekteren. Da wäre zu einem der ehemalige Assistent von Kaitos Vater, dem früheren Kaito Kid, der nun den Sohnemann unterstützt, weil dieser die Todesursache seines Vaters ans Tageslicht bringen möchte. Dabei versucht er, ihn so gut es geht, zur Seite zu stehen. Mich persönlich erinnert das ein bisschen an Batman – warum auch immer – aber hier passt das ganz gut rein.

Als zweites wäre da Aoko Nakamori, die wohl die Ran Mori dieser Serie ist; wer Ran nicht kennt, sie ist eine der Hauptcharaktere in Detektiv Conan. Aoko ist der simple Typ von Anime Charakter, der sich ständig mit ihren Kindheitsfreund zofft, aber dennoch starke Gefühle für diesen empfindet, aber es nicht so ganz ausdrücken kann, obwohl dieser sie ebenfalls sehr gern zu haben scheint. Durch sie haben wir quasi die “Romanze” in der Serie, was unsere besagte Nebenhandlung ist. Ironischerweise ist sie ein großer Fan vom Meisterdieb Kaito Kid und meint, ihr Freund Kaito könnte ihn mit seinen Kinderzaubertricks niemals das Wasser reichen. Trotz dieses standardmäßigen Charakters ist Aoko dennoch sehr liebenswert und sympathisch und ein wichtiger Teil der Serie.

Ihren Vater kann man in gewisser Weise ebenfalls mit einen Charakter aus Detektiv Conan vergleichen, nämlich Kogoro Mori, dem schlafenden Detektiv. Allerdings unterscheiden sich die beiden Herren insofern, dass Kommissar Nakamori (ob die Namensähnlichkeit Absicht war?) nicht so viel Glück hat, da er keinen kleinen Meisterdetektiv an seiner Seite hat, der für ihn die ganze Arbeit macht und somit muss Herr Nakamori auch viele bittere Pillen schlucken, was seine Fälle angeht. Aber auch er ist ein sehr lustiger Charakter ohne den es sicherlich ziemlich langweilig werden würde.

Zu guter letzt hätten wir dann noch den guten Kaito Kuroba alias Kaito Kid und Sohn des berühmten verstorbenen Magiers Toichi Kuroba. Kaito ist ein wirklich sympathischer Charakter, der es immer wieder hinbekommt, seine Mitmenschen auf die Palme zu bringen und dabei trotzdem ständig sympathisiert zu werden, kurz: Er ist einfach cool. Außerdem weiß er fast immer, was er tut und nur dadurch gelingt es ihm auch, ständig mit allem durch zu kommen und den Fängen der Polizei zu entkommen. Da ich Detektiv Conan früher nur teilweise im TV geschaut habe und ihn dort bisher nie zu Gesicht bekam, kann ich nun leider nicht sagen, ob er von seinen Eigenschaften her auch hier derselbe ist, aber ob es nun so ist oder nicht, gibt er dennoch einen tollen und scherzhaften Protagonisten ab. Außerdem hat er es tatsächlich geschafft, dass ich einmal laut lachen musste, da er in Episode 2 einfach eine super Parodie bzw. Anspielung auf seinen eigentlichen Gegenspieler Conan/Shinichi hingelegt hat.

Die Animation

Animation und Zeichenstil sind natürlich dieselben wie bei Detektiv Conan, da es ja ein Spin-off davon ist und der Anime auch in dasselbe Universum eingegliedert wird. Im Grunde kann man hier nicht besonders viel sagen, aber die Animation lässt einen auf jeden Fall nicht im Stich und passt gut zu den Eigenschaften der Serie und der Charaktere. Man kann allerdings auch sagen, dass das Setting hier nicht immer so “ernst” dargestellt wird, da wir es hier ja nicht ständig mit Mordfällen zutun haben, wie es in Detektiv Conan normalerweise der Fall ist. Dadurch wirkt alles auch rein optisch etwas lockerer.

Der Sound

Die Hintergrund-Soundtracks haben starke Züge von denen aus Detektiv Conan und passen gut zur Handlung. Besonders grandios sind sie jetzt natürlich nicht, aber eben dennoch angenehm. Mir persönlich hat das mal etwas andere Opening ziemlich gut gefallen, weil der Song einfach toll ist und gut zum Video des Openings passt. Auch das Ending ist nett anzuhören, geht es aber etwas ruhiger an, als das Opening. Eine kleine Sache fand ich jedoch seltsam: Ich weiß nicht, ob es von den ursprünglichen Machern kommt oder etwas bei der deutschen Vertonung schiefgelaufen ist (oder ob es ganz einfach an meinem Gerät lag), aber in einer Szene, in der Kaito eine von Aoko verpasst bekommt, hört man den Schlag so gut wie gar nicht, obwohl es ein Volltreffer war. Natürlich ist das jetzt nicht besonders dramatisch und ich konnte so etwas auch im weiteren Verlauf nicht beobachten, aber es sollte auf jeden Fall mal erwähnt sein.

Die Synchronisation

Wie man es von KAZÉ gewohnt ist, haben wir hier eine stabile Synchronisation, auch wenn ich ehrlich gesagt zugeben muss, dass diese nicht zu den besten des Publishers gehört. Da ich persönlich aber ein großer Fan der deutschen Vertonung bin, fand ich sie dennoch ganz gut und ich konnte mir die drei Episoden gut anschauen, ohne dass die Stimmen, Sprechweisen und Übersetzungen irgendwie gestört hätten. Bei einigen Charakteren gab es zwar einige Fälle, bei denen ich mir lieber eine andere Stimme gewünscht hätte, aber einen negativen Einfluss hat das auf das Gesamtpaket hat das für mich nicht. Am meisten hat mich dabei gefreut, dass Julien Haggége die Rolle des Kaito Kuroba übernommen hat, da er hier einen wirklich guten Job macht, so wie man es von ihm kennt.

Rolledeutscher Sprecher
Kaito Kuroba / Kaito KidJulien Haggége
Aoko NakamoriJenny Maria Meyer
Ginzo NakamoriSven Gerhardt
Keiko MomoiAngelina Geisler
Akako KoizumiMelanie Isakowitz
Akakos ButlerHans Hohlbein
LuciferSven Brieger
Toichi KurobaMartin Brücker
Konosuke JiiReinhard Scheunemann
KöniginJessica Walther-Gabory
Extras

(wird nicht bewertet)
Zusätzlich zur Hülle mit schönem Cover erhalten wir auch bei Magic Kaito, wie für KAZÉ eigentlich üblich, einen toll aussehenden und stabilen Sammelschuber für die 4 geplanten Volumes. Das wird natürlich jeden Sammler freuen.

Fazit

Magic Kaito ist eine Serie, die zwar keinen besonders hohen Anspruch oder eine tiefgründige, verstrickte Story hat, aber es dennoch schafft, seine Zuschauer auf entspannte Art zu unterhalten. Das 12-teilige TV-Special ist mit Sicherheit ideal für zwischendurch und besonders Fans von Detektiv Conan oder Jeanne, die Kamikaze-Diebin können sich daran sehr erfreuen. Einen Blick sollte man auf jeden Fall mal riskieren.

Info

Magic Kaito: Kid the Phantom Thief
Magic Kaito: Kid the Phantom Thief / © KAZÉ

Magic Kaito: Kid the Phantom Thief
Original Name: まじっく快斗
Transkription: Majikku Kaito
Studio: TMS Entertainment
Deutscher Publisher: KAZÉ
Regisseur: Toshiki Hirano
Drehbuch: Toshiki Hirano
Musik: Atsushi Umebori
Erschienen am: 17. April 2010 in Japan, 29. Januar 2016 in Deutschland
Synchronisation: TV+Synchron
Dialogregie: Daniel Anderson
Länge: 12 Episoden mit ca. 24 Minuten
Freigegeben ab: 12 Jahren
Genre: Mystery, Comedy, Action
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: DVD / Blu-ray

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3 KOMMENTARE

  1. Von Jeanne abkupfern ist schwer, wenn der Kaito-Manga doch viel älter ist 😉
    Trotzdem danke für die ausführliche Rezension!

  2. Von Jeanne abkupfern ist schwer, wenn der Kaito-Manga doch viel älter ist ;).
    Ansonsten danke für die ausführliche Rezension!

    • Hallo Midori! Ich muss zugeben, da ist mir wohl ein dummer Fehler unterlaufen. Ist jetzt korrigiert, vielen Dank für den Hinweis 🙂

      MfG
      Ryuzaki

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