Gesehen: Psycho-Pass Season 2 – Volume 2 (Blu-ray)

Mit dem zweiten Volume der zweiten Season von Psycho-Pass schließt Kazé den Cyberpunk Epos ab. Aber ob die Serie auch so gut abschließt, wie sie angefangen hat, haben wir uns genau angesehen.

Worum geht es?

Nichts ist mehr wie es war seit Akane Tsunemori mit ihrer Polizeieinheit Jagd auf den Superverbrecher Shogo Makishima gemacht und die Wahrheit über das Sibyl-System erfahren hat. Dennoch arbeitet sie noch immer als Inspektorin, allerdings mit eigenen Methoden. In frischer Besetzung, zusammen mit der Sibyl-treuen Inspektorin Mika Shimotsuki und neuen Vollstreckern, jagt ihr Team die nächsten latenten Verbrecher, deren Psycho-Pass zu trüb geworden ist. Als aber eines Tages mehrere Bombenanschläge verübt werden, eine Inspektorin verschwindet und die Buchstaben W und C selbst in ihrer Wohnung auftauchen, ahnt Akane schnell, dass sie einen neuen außergewöhnlichen Fall lösen muss. Schon bald gerät eine mysteriöse Person namens Kamui ins Visier der Ermittler ­– die jedoch komplett unsichtbar zu sein scheint und damit eigentlich nicht existieren kann.

Die Story

Gewohnt Psycho-Pass, die Story wird weiterhin durchdacht erzählt. Sie ist zwar weiterhin sehr geradlinig, dafür aber in der gewohnten Art und Weise. Dass die Story weiterhin etwas tiefer geht, als es noch bei Season 1 der Fall war, ist nicht verwunderlich, denn schon im ersten Volume zeigt sich das. Das Ende ist abgerundet und hinterlässt eigentlich keine offenen Fragen. Allgemein kann man sagen, dass es genauso weitergeht, wie im 1. Volume und weiterhin tiefer als in Season 1.

Die Idee

Ich wiederhole meine Frage: Was wäre eine Welt, in der alles vorherbestimmt wird? Klar hat es eine gewisse Sicherheit, wenn du schon weißt, in was du gut bist und wo du arbeiten wirst etc.. ABER! Wem hilft das System und wie kann man es umgehen? Denn kein System, klingt es noch so sehr nach Utopia, ist perfekt. Der Mensch kann einfach nicht in eine Schablone gestopft werden. Das ist die elementare Aussage hinter Psycho-Pass und diese Aussage wurde in eine sehr gute Geschichte verpackt.

Die Charaktere

Nun da man keine wesentlichen neuen Charaktere kennenlernt, ändert sich an der Mischung nicht sehr viel. Akane Tsunemori ist erwachsener bzw. reifer geworden. Man merkt ihre Erfahrung und trotzdem hat sie ihren Weitblick und ihre Verständnis behalten.

Ansonsten erfährt man immer mal wieder kleine Fetzen der Vergangenheit von den anderen Charakteren und natürlich spielt der “Klassenunterschied” zwischen Inspektoren und Vollstreckern immer wieder eine Rolle.

Die Frage, die ich schon in der letzten Review gestellt habe, ob Kamui nun ein “böser” Mensch ist, oder eben nicht, stellt sich hier allerdings nicht mehr. Das Bild dieses Charakters ist ziemlich klar.

Die Animation

Hier hat sich nichts geändert, immer noch wird viel CGI eingesetzt, allerdings sehr gut. Ansonsten wirkt die Welt lebendig, überall wuselt etwas im Hintergrund. Auch bei actionlastigen Szenen kann man den Bewegungen noch sehr gut folgen und es gibt keine Fehler in den Proportionen der Charaktere.

Allerdings muss man auch wieder sagen, dass man allgemein bei der Animation ein besseres Level hinbekommen hätte. Sie ist nicht schlecht und durchaus eine Augenweide, aber durch den Einsatz von viel CGI, wurden definitiv Abstriche gemacht. Gut, hätte man es hier geändert, wäre das wahrscheinlich auch nicht gut bei den Fans angekommen.

Der Sound

Der Opener und der Ending-Song sind okay, keine Ohrwürmer aber das ist wie immer Geschmackssache.

Ansonsten ist die Vertonung sehr gut, jeder Ton passt und ist genau dann zu hören, wenn er auch zu hören sein soll. Die Hintergrundmusik in einigen Szenen fällt nicht wirklich auf, damit erfüllt sie ihren Zweck sehr gut: das Unterstützen der Story.

Die Synchronisation

Dass das Level der Synchronisation weiterhin sehr gut ist, ist kein Wunder, denn das war auch schon im ersten Volume so. Bei Kazé kommt es zwar auch zu Schnitzern, aber hier merkt man wieder einmal, dass der Publisher es versteht, gute Synchronisationen abzuliefern. Die Sprecher passen alle zu den Charakteren, es wird auf die Betonung geachtet und mir gefällt Akanes Stimme weiterhin sehr gut.

Fehler bei der Übersetzung konnten wir nicht feststellen und es gibt auch keine „komisch“ anmutenden Formulierungen.

Charakterjapanischer Sprecherdeutscher Sprecher
Akane TsunemoriKana HanazawaJulia Stoepel
Mika ShimotsukiAyane SakuraMelanie Isakowitz
Nobuchika GinozaKenji NojimaFelix Spieß
Yayoi KunizukaShizuka ItoNicole Hannak
Shion KaranomoriMiyuki SawashiroAndrea Aust
Sakuya TouganeKeiji FujiwaraSven Gerhardt
Mizue ShisuiMarina InoueAnja Mentzendorff
Shou HinakawaTakahiro SakuraiMarcel Mann
Jouji SaigaKazuhiro YamajiJan Kurbjuweit
Joushuu KaseiYoshiko SakakibaraBeate Gerlach
Kirito KamuiRyouhei KimuraKonrad Bösherz
Risa AoyanagiMasumi AsanoSilke Matthias
Extras

(wird nicht bewertet)
Als Goodie bekommt man Postkarten.

Fazit

Volume 2 macht da weiter, wo Volume 1 aufgehört hat, ohne das man auch nur ein paar Abstriche hinnehmen muss. Die Story bleibt bis zum Schluss spannend, die Synchronisation ist weiterhin sehr gut usw.. Kazé hat in der Beschreibung nicht übertrieben mit den Worten “Spannender Cyberpunk-Krimi”, denn das ist der Anime auf jeden Fall. Auch “actiongeladener Thriller” trifft es ziemlich gut, ich würde noch anmerken, dass es ein Anime ist, der einen fesselt.

Fazit also: Alles richtig gemacht, ein Anime den man gesehen haben sollte.

Info

Psycho Pass 2 / © Kazé
Psycho Pass 2 / © Kazé

Psycho Pass 2
Original Name: サイコパス
Transkription: Saiko Pasu
Studio: Production I.G
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Katsuyuki Motohiro, Naoyoshi Shiotani
Drehbuch: Gen Urobuchi
Musik: Yūgo Kanno
Erschienen am: Oktober 2014 (Japan), November 2015 (Deutschland)
Synchronisation: VSI Synchron GmbH
Dialogregie: Frank Preissler
Länge: 11 Episoden á 25 Minuten (2. Volumes)
Freigegeben ab: FSK 16
Genre: Sci-Fi, Krimi, Action, Cyberpunk
Sprachen: japanisch mit deutschen Untertitel, Deutsch
Medium: DVD und blu-ray

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