The Voice of a Distant Star
The Voice of a Distant Star

2002 erschien der Anime The Voice of the Distant Star als OVA in Japan und schlug weltweit große Wellen. Er gewann zahlreiche Preise, unter anderem auch den Sonderpreis in der Kategorie Digital Arts des 6. Bunka-chō-Media Geijutsusai des Bildungsministeriums. 2010 brachte Kazé diesen außergewöhnlichen Film in Deutschland auf den Markt.

Aber mal von allen Preisen abgesehen, dass was den Film besonders macht, ist die Tatsache, dass der Regisseur Makoto Shinkai den 25-minütigen Anime alleine auf seinen Mac geschrieben und produziert hat.

Worum geht es?
Schon als Kinder hatten Mikako und Noboru immer nur Augen füreinander. Doch als Mikako eingezogen wird, um als Teil der Weltraumflotte in den Weiten des Alls gegen die Tarsianer zu kämpfen, bleibt ihr Freund Noboru allein auf der Erde zurück. Über ihre Mobiltelefone halten sie Kontakt, doch eine Nachricht zu übertragen dauert Jahre. Je weiter Mikako ins All vordringt, desto stärker verschieben sich Raum und Zeit, die Brücke zwischen den beiden droht einzustürzen. Doch obwohl Lichtjahre voneinander entfernt, sind sie sich in Gedanken ganz nah. In ihren Herzen nistet die Unvergänglichkeit und verbindet sie mit einem unsichtbaren Faden.

Die Story:
25 Minuten sind nicht viel Zeit um auf die Story einzugehen, allerdings klappt das hier sehr gut. Die Story ist auch nicht so umfangreich, dass man viel erklären oder geschickt erzählt werden muss. Trotzdem, oder gerade weil der OVA so kurz ist, wird der wesentliche Aspekt der Story so gut transportiert.

Die Idee:
Wenn sich zwei Menschen lieben und sich räumlich voneinander entfernen, dazu noch die Raumzeit Theorie und fertig ist ein Mix aus Romance mit Sci-Fi. Da ich kein Astrophysiker bin, hab ich keine Ahnung, ob das alles richtig behandelt wird, aber die Idee ist ziemlich gut. Für den einen sind es Jahre und für den anderen sind es Tage. Sehr schöne Idee, die sehr gut umgesetzt wurde.

Die Charaktere:
Beide Charaktere sind sich sehr ähnlich, eher ruhig und nachdenklich. Wobei Mikako Nagamine etwas mehr Elan zeigt. Allgemein merkt man bei beiden Charakteren den Herzschmerz, die Sehnsucht und die Hilflosigkeit. Das Charakterdesign ist auch gut, allerdings wirken die Charaktere etwas klobig.

Nebencharaktere findet man in den 25 Minuten keine.

Die Animation:
Wenn man mal überlegt, dass der Anime von einer Person an einem Mac erstellt wurde, hat man hier wahrscheinlich eine der besten Animationen, die ein Anime bieten kann. Selbst bei den paar schnellen Szenen kann man ihnen sehr gut folgen und die Bilder, die man zu sehen bekommt sind detailreich und sehr gut umgesetzt worden. Trotzdem merkt man es dem Anime natürlich an, denn einige Szenen wirken hier und da etwas hölzern und es harkt ab und zu mal.

Der Sound:
Der Sound ist gut gelungen, er ist jetzt nicht weltbewegend, aber durchaus gut. Die Töne sitzen da, wo sie hingehören. Allgemein unterstützt der Sound die Story sehr gut.

Die Synchronisation:
Die Stimmen sind gut gewählt worden, sie passen zu den Charakteren. Auch die Übersetzung ist sehr gut, von daher kann man auch hier nur sagen, dass Kazé sehr gute Arbeit geleistet hat.

Fazit:
The Sound of the Distant Star ist ein Meisterwerk, die Animation ist sehr gelungen, auch wenn man ihr natürlich das Alter anmerkt und es hier und da hölzern wirkt. Die Thematik ist durchaus interessant und die Story sehr gut erzählt. Allgemein kann man sagen, dass die Geschichte sehr gut inszeniert wurde. The voice of the Distant Star hat zwar Mängel, allerdings gehört er trotzdem in jede gut sortierte Anime Sammlung.

Info

The Voice of a Distant Star
The Voice of a Distant Star

The Voice of a Distant Star
Original Name: ほしのこえ
Transkription: Hoshi no Koe
Studio:
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Makoto Shinkai
Drehbuch: Makoto Shinkai
Musik: Tenmon
Erschienen am: 2002 Japan, 2010 Deutschland
Länge: 25 Minuten
Freigegeben ab: 6
Genre: Sci-Fi , Romance
Sprachen: japanisch mit dt. Untertitel / Deutscland
Medium: DVD