Trinity Blood
© 2005 Trinity Blood Partners

Am 28. August veröffentlichte nipponart eine Collector´s Edition von Trinity Blood. Die 6 DVD/Blu-ray versprechen einen langen Filmabend. Aber hält die Geschichte eigentlich was sie verspricht? Wir haben uns die Box mal genau angeschaut.

Worum geht es?
500 Jahre sind seit dem letzten Weltkrieg vergangen und die Erde ist in zwei Lager gespalten. Vampire stehen der Menschheit gegenüber und ein erneuter Krieg steht kurz bevor. Der Vatikan bildet mit seiner Armee das letzte Bollwerk gegen diese übermächtige Bedrohung und seine größte Geheimwaffe ist Abel Nightroad – ein Vampir, der sich von Vampiren ernährt.

Die Story:
Zum einem wird die Story sehr gut erzählt und hat eine gewisse Tiefe, zum anderen ist aber auch genau diese Tiefe das Problem der Serie. Denn es gibt so viele Wendungen, ständig wird etwas offen gelassen und erst drei folgen später weitergeführt, dass man immer wieder den Faden verliert. Dazu gibt es ständig Logik Fehler, die leider oft sehr auffällig sind und einige Fragen hinterlassen. Auf den zweiten Blick, bietet die Story allerdings auch viel Abwechslung, denn es gibt einige Zwischenhandlungen, die sehr interessant sind. Die Grundstory ist auch ein wenig verwirrend, wenn man aber durchsteigt ist die Geschichte rund um die Vampire, Menschen und Kresniks nicht nur interessant sondern auch sehr gut durchdacht. Tja und da man mit der Kirche zu tun hat, ist es kein Wunder, dass man viele Intrigen erleben darf.

Die Idee:
Alucard lässt grüßen, die Ähnlichkeiten fallen natürlich auf, bis hin zu diesen komischen Geschwafel ala wie viel Prozent seiner Kraft darf er aktivieren [mal ehrlich, wer erlaubt ihn das eigentlich]. Die Idee, wie dieses mal die Vampire entstanden sind, ist zwar nicht generell neu, aber es ist mal was anderes als Dracula und Co. Auch, dass es eine Weiterentwicklung gibt, die sich von Vampiren ernähren und somit der Vampir nicht passé das stärkste Wesen ist, ist ziemlich gut. Alles in allen hat man sich ordentlich bei Alucard und Co. Bedient, aber ist hier und da einen Schritt weiter gegangen und daher wirkt die Idee auch nicht abgenutzt. Man muss dazu sagen, das der Anime sich sehr stark von der Roman Vorlage, was zum einen daran liegt, dass Kadokawa dem Studio Gonzo sehr viel Freiheiten gelassen hat und zum anderen Daran, dass die Romanvorlage nicht abgeschlossen wurde, da der Autor sehr früh verstorben ist und der 6. und 7. Band (Rage Against the Moons und Reborn on the Mars) nicht vollendet wurden.

Die Charaktere:
Der Hauptprotagonist, der Kresnik Abel Nightroad, ist ein ziemlicher Tollpatsch, aber loyal und wenn es darauf ankommt, dann kann er auch sehr durchgreifen. Abel ist ein eher undurchsichtiger Typ, auch wenn es zunächst ganz anders wirkt, dauert es eine ganze Weile, bis man ihn versteht. Ansonsten gibt es einige weitere Charaktere, die aber immer nur kurz in den Mittelpunkt treten, insbesondere Catherina Sforza, die Schwester des Papstes, die Abel schon sehr lange kennt und seine Chefin ist und natürlich die Mitglieder der AX, einer Gruppe von Kämpfern, die von Catherina Sforza geführt werden.

Die Animation:
Der Anime startete 2005 in Japan und das merkt man ihm auch an. Die Animation wirkt zwar nicht altbacken, aber der Stil hat sich in 10 Jahren weiterentwickelt. Sie kann zwar nicht mit heutigen Werken mithalten, ist aber trotzdem immer noch beeindruckend gut. Gonzo hat sich hier wirklich viel Mühe gegeben, denn selbst den Kämpfen kann man sehr gut folgen.. Die Bilder, die man präsentiert bekommen, sind eine Mischung aus Renaissance und modernen Stil. Die Mischung passt und fügt sich sehr gut in die Welt ein.

Der Sound:
Der Opener ist wirklich gut, auch wenn er mir persönlich nicht gefällt (ich mag allerdings keinen Jrock), dürfte er vielen gefallen. Ansonsten passt der Sound, jeder Ton sitzt da wo er hingehört und ist durchweg gut gemacht.

Die Synchronisation:
Die Stimmen passen zu den jeweiligen Charakteren, auch wenn einige wirklich etwas übertrieben betonen. Das wirkt oft unpassend, das zieht sich leider durch fast alle Charaktere und trübt das Bild ein wenig. Ansonsten ist die Synchronisation fast Lippensynchron, hier wurde sich sehr viel Mühe gegeben. Ein kleiner Nachgeschmack bleibt allerdings.

Fazit:
24 Folgen Vampir Story satt, die zwar mit einigen Klischees spielt, aber eine gute Idee als Grundlage hat, die einiges zu bieten hat. Die Animation kann sich nach 15 Jahren auch immer noch sehen lassen. Leider wurde bei der Synchronisation etwas gepatzt, denn immer wieder wird zu übertrieben Formuliert, das ist eigentlich schade, denn das zieht den Anime etwas herunter. Auch die Story wirkt erst einmal etwas konfus und man braucht eine Weile, um wirklich zu verstehen, um was es geht. Dann bietet der Anime aber neben Action, insbesondere Intrigen und Politik. Allerdings wirkt alles etwas langgezogen. Trotzdem Fans von Vampir Story und insbesondere Fans von Alucard und Co. werden bei diesem Anime ihre helle Freude haben und die Collector´s Edition verspricht einen interessanten und sehr langen Filmabend. Trinity Blood ist ein Klassiker, den man auf jeden Fall einmal gesehen haben sollte und auch wenn ich einige Kritik übe, ist er durchaus empfehlenswert.

Info

© 2005 Trinity Blood Partners

Trinity Blood
Original Name: トリニティ・ブラッド
Transkription: Toriniti Buraddo
Studio: Gonzo
Deutscher Publisher: nipponart
Regisseur: Tomohiro Hirata
Drehbuch: ?
Musik: ?
Erschienen am:28. April 2005 Japan, 28. August 2015 Deutschland (Collector´s Edition)
Länge: 24 Episoden
Freigegeben ab: 16
Genre: Vampire, Science Fiction,
Sprachen: japanisch mit deutschten Untertitel, Deutsch
Medium: DVD und Blu-ray