Sword Art Online: Ordinal Scale – Einmal Aincrad und zurück

Sword Art Online: Ordinal Scale - Characters
Bild: REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAO MOVIE Project

Im Jahr 2012 ist der Anime Sword Art Online mit einer innovativen Idee durch die Decke gegangen und zu einem der berühmtesten Anime seit 2010 geworden. Mit dem Anime-Film Sword Art Online: Ordinal Scale will Originalautor Reki Kawahara nun in die Fußstapfen der berühmten Serie treten. Gelingt es Reki Kawahara die Erwartungen der Fans zu erfüllen und eine gelungene Fortsetzung der Story zu schaffen?

Spoiler-Warnung!

Der Film Sword Art Online: Ordinal Scale spielt zeitlich nach dem Ende der zweiten Season des Anime Sword Art Online (Rosario-Arc). Da die Story des Films dabei auf den Storyabschnitten des Anime aufbaut, beinhaltet der Film massive Spoiler für jeden, der Sword Art Online noch nicht gesehen hat. Außerdem werden Personen ohne Vorwissen Probleme damit haben den Geschehnissen im Film zu folgen. Da sich diese Review auf den Film bezieht, beinhaltet sie teilweise Spoiler zur Anime-Serie. Lest demnach besser nicht weiter und schaut auch nicht Sword Art Online: Ordinal Scale, bevor ihr den Anime beendet habt. Der Film bezieht sich dabei vor allem auf die erste Staffel des Anime (Aincrad und Alfheim Arc).

Sword Art Online: Ordinal Scale - Protagonist/Antagonist
Bild: REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAO MOVIE Project

Ordinal Scale: Neues Spiel, neues Glück?

Sword Art Online: Ordinal Scale spielt im Jahr 2026, zwei Jahre nach dem Ende des Spiels Sword Art Online. Mit Ordinal Scale ist mittlerweile ein Spiel auf den Markt gekommen wie man es noch nie gesehen hat. Anstatt eine Full Dive Technologie wie das NerveGear oder eine AmuSphere zu benutzen, setzt man nun auf das neue Gerät Augma. Durch Augmented Reality wird man nicht mehr in eine andere Welt versetzt. Stattdessen wird das echte Leben mithilfe des Augma virtualisiert. Da man das Augma auch verwenden kann, während man wach ist, gilt es als sichere und einfache Alternative zur etablierten AmuSphere. Daher erfreuen sich das Augma und auch das AR-MMORPG Ordinal Scale immer größerer Beliebtheit.

Auch die altbekannte Gruppe aus Asuna, Klein und Lisbeth hat das Game für sich entdeckt und drängt Kirito mitzuspielen. Doch plötzlich tauchen auf Ordinal Scale-Events Boss-Monster aus dem alten Spiel Sword Art Online auf. Was anfangs wie ein Zufall erscheint, entpuppt sich innerhalb kürzester Zeit als eine ernstzunehmende Gefahr: Denn wie sich herausstellt, ist man nicht einmal mehr in der Realität so sicher wie man denkt.

Sword Art Online: Ordinal Scale - Kirito
Bild: REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAO MOVIE Project

Reki Kawahara wieder am Werk

Die Serie Sword Art Online hat das moderne Isekai-Genre nachhaltig geprägt und gilt als einer der berühmtesten Anime seit 2010. Mit Sword Art Online: Ordinal Scale führt Autor Reki Kawahara die Geschichte auf eine intelligente und nachvollziehbare Weise weiter. Die Story und die Charaktere sind gut durchdacht und der Film beantwortet alle auftretenden Fragen logisch und einleuchtend. Des Weiteren wirft Sword Art Online: Ordinal Scale ein neues Licht auf die anfänglichen Geschehnisse des Anime und jeder Moment erscheint authentisch im Hinblick auf die Serie. Aufgrund der altbekannten Charakter-Zusammenstellungen kommt auch der Nostalgie-Faktor nicht zu kurz.

Durch den Schwenk auf Augmented Reality, sowie die Einführung von Augma und Ordinal Scale kommen Fans von Accel World ebenfalls auf ihre Kosten. Die Light Novel Serie Accel World von Reki Kawahara spielt (inklusive Anime-Adaption) in demselben Story-Universum wie Sword Art Online. Das im Jahr 2046 angesiedelte Accel World handelt dabei von einer Gesellschaft, in der Augmented Reality eine absolute Grundlage für den Alltag der Menschen darstellt. Der Film lässt einige Parallelen zwischen den beiden Anime erkennen, da in ihm erste Grundlagen der AR aus Accel World vorgeführt werden.

Sword Art Online: Ordinal Scale - Boss
Bild: REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAO MOVIE Project

Alte Qualitäten, neues Gewand

Schon zum Release 2012 konnte der Hauptanime durch ausgezeichnete Animationen, einen tollen Soundtrack und einen sauberen Zeichenstil überzeugen. Mit Sword Art Online: Ordinal Scale hat man nach 5 Jahren nochmal eine Schippe drauf gelegt. So wartet der Film mit noch flüssigeren Animationen, umfassenden Partikel-Effekten und besserer Perspektiv-Führung auf. Im Bezug auf detaillierte Hintergründe steht das Movie der Serie in nichts nach. Die Charaktere sind wie gewohnt gut dargestellt und der Film führt die von vielen Fans geliebte Sword Art Online-Atmosphäre fort.

Der Soundtrack des Films orientiert sich stark an dem der Serie, bringt aber auch – vor allem durch Gesangseinlagen – eine eigene Note ein. Ein weiteres Highlight für Fans ist der Titelsong “Catch The Moment”, der von LiSA gesungen wird. LiSA ist Fans bereits durch das erste Opening “Crossing Field” bekannt, das zu einem der berühmtesten Songs von SAO zählt.

Die deutsche Synchronisation des Anime ist den Synchronsprechern gut gelungen. Auch neue Charaktere können stimmlich voll überzeugen, was dem Film eine Tiefe verleiht, die Fans schon von der Serie gewohnt sind.

Sword Art Online: Ordinal Scale - Yuri & Asuna
Bild: REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAO MOVIE Project

Gelungene Filmumsetzung für jeden Fan

Abschließend lässt sich sagen, dass Sword Art Online: Ordinal Scale eine absolute Empfehlung für jeden Fan der SAO-Serie ist. Der Film bietet eine interessante und spannende Fortsetzung zu den zwei Seasons des Anime, allerdings ist er aus diesem Grund für Personen ohne Vorwissen über die Anime-Serie nicht zu empfehlen.

Durch seine Herangehensweise an das Thema AR und seine Parallelen zu Accel World zeigt der Film zudem eine mögliche Entwicklung unserer heutigen Gesellschaft und Forschung. Mit den aktuellen Versuchen bezüglich Virtual und Augmented Reality ist das Bild der Zukunft, das uns Sword Art Online: Ordinal Scale zeigt, vielleicht gar nicht so weit von der Realität entfernt wie einige Menschen denken.

Info

SAO Ordinal Scale Bluray Cover
Bild: Amazon

Sword Art Online The Movie: Ordinal Scale
Original Name: 劇場版 ソードアート・オンライン -オーディナル・スケール-
Transkription: Gekijō-ban Sōdo Āto Onrain -Ōdinaru Sukēru-
Studio: A-1 Pictures
Deutscher Publisher: peppermint Anime
Regisseur: Tomohiko Ito
Drehbuch: Reki Kawahara
Musik: Yuki Kajiura
Erschienen am: 18. Februar 2017 (Japan), 8. Dezember 2017 (Deutschland, Amazon)
Synchronisation: Oxygen Sound Studios
Dialogregie: René Dawn-Claude
Länge: 119 Minuten
Freigegeben ab: 12
Genre: Action, Game, Fantasy
Sprachen: Deutsch, Japanisch mit dt. Untertitel
Medium: Disc

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Im Jahr 2012 ist der Anime Sword Art Online mit einer innovativen Idee durch die Decke gegangen und zu einem der berühmtesten Anime seit 2010 geworden. Mit dem Anime-Film Sword Art Online: Ordinal Scale will Originalautor Reki Kawahara nun in die Fußstapfen der berühmten Serie treten. Gelingt es Reki Kawahara die Erwartungen der Fans zu erfüllen und eine gelungene Fortsetzung der Story zu schaffen? Spoiler-Warnung! Der Film Sword Art Online: Ordinal Scale spielt zeitlich nach dem Ende der zweiten Season des Anime Sword Art Online (Rosario-Arc). Da die Story des Films dabei auf den Storyabschnitten des Anime aufbaut, beinhaltet der Film massive Spoiler für jeden,…
Ein Muss für jeden Fan von Sword Art Online. Der Film setzt die Story des Anime gelungen fort und überzeugt mit seinen detaillierten Animationen und einem grandiosen Soundtrack.

Sword Art Online: Ordinal Scale

Story - 95%
Idee - 91%
Animation - 89%
Charaktere - 92%
Sound - 90%
Synchronisation - 87%

91%

Ein Muss für jeden Fan von Sword Art Online. Der Film setzt die Story des Anime gelungen fort und überzeugt mit seinen detaillierten Animationen und einem grandiosen Soundtrack.

2 KOMMENTARE

  1. Der Nippelblitzer… wahrscheinlich der Kaufgrund schlechthin für die ganze Anime Fangmeinde (Achtung: Ironie). Mir hat der Film auch sehr gefallen, und ich mus peppermint Anime da auch ein Lob aussprechen. Den Film direkt nach Kinostart zu holen war schon super, und auch der Disc Release nur knapp 2 Monate nach der jap. Veröffentlichung, das ist wirklich eine Leistung, die man auch mal würdigen kann und darf.

    Die deutsche Umsetzung hat mir ebenfalls sehr gefallen. Für mich persönlich tat es schon etwas weh, das Asunas alte Stammsprecherin nicht dabei war, aber die spricht ja zur Zeit auch gar keine Rollen, lag also nicht an peppermint. Aber Lisa-May Mitsching hat natürlich auch eine tolle Stimme, von daher ist es kein Weltuntergang. Wer SAO mag wird den Fil auch mögen. Wer es nicht mag, der wird auch mit dem Film nicht warm.

  2. Der Film war wirklich nicht schlecht. Hab ihn selber hier.
    Allerdings muss ich dazu sagen, dass der Schluss mir ein wenig zu fanservicelastig war. Will ja nicht unnötig spoilern, aber plötzlich kommen so ziemlich alle Chars aus der SAO-Welt zurück und sowohl Kirito als auch Asuna kriegen ihre alten Outfits aus der ersten Staffel zurück. Das war anscheinend wirklich ein Klischee.

    Naja, was soll´s? Der Highlight des Films war eh nur Asuna´s Nippelblitzer, alles andere war egal! XD

    Hätte aber lieber Suguha…. äh, ach egal!^^

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